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Segeberg Schmalensee will Gutachten aus eigener Tasche zahlen
Lokales Segeberg Schmalensee will Gutachten aus eigener Tasche zahlen
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20:19 17.09.2013
„Jetzt macht ein Gutachten keinen Sinn.“ Torsten Levsen, Investor

Der Beschluss war einstimmig: Bis zu 7500 Euro will sich die Gemeinde Schmalensee ein Wirtschaftlichkeitsgutachten für den geplanten Windpark kosten lassen.

Unüblich daran ist nicht nur der Zeitpunkt, sondern auch die Beauftragung durch die Gemeinde, denn die Wirtschaftlichkeit liegt im Interesse des Investors.

Den Fehler, zu spät reagiert zu haben, als das 198 Hektar große Windeignungsgebiet der drei Gemeinden Damsdorf, Stocksee und Schmalensee bereits auf den Weg gebracht war, wollen die Windkraftgegner in Schmalensee kein zweites Mal begehen. Die Abstandsflächen zur Wohnbebauung und zu Einzelgehöften im Außenbereich, aber auch die Höhe der Windkraftanlagen sind nach wie vor Parameter, die eventuell beeinflusst werden können. Das drückt auf die Stimmung der Dorfbewohner, sie befürchten, dass ihnen die Zeit davonlaufen könnte.

Sind Anlagen bis 100 Meter Gesamthöhe wirtschaftlich oder sind sie es nicht? Eine Antwort auf die Frage sollte ein Wirtschaftlichkeitsgutachten geben, das zur Einwohnerversammlung, die gestern stattfand (wir berichten in unserer nächsten Ausgabe), vorliegen sollte. Das tat es aber nicht, auch wenn Torsten Levsen inzwischen signalisiert hatte, die Kosten für ein solches Gutachten übernehmen zu wollen. „Allerdings zu einem Zeitpunkt, wo der Nutzen hoch ist. Das ist er jetzt aber nicht.“ Ein Gutachten mache für ihn derzeit keinen Sinn.

Der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Bornhöved, Dirk-Peter Bünn, gab ebenfalls zu bedenken, dass ein Gutachten zum jetzigen Zeitpunkt unüblich sei. Er schlug vor, zunächst die frühzeitige Beteiligung von Einwohnern und den Trägern öffentlicher Belange abzuwarten. Hier sollen Mitte November erste Ergebnisse vorliegen. Außerdem mache es für ihn keinen Sinn, ein Gutachten in Auftrag zu geben, ohne wichtige Parameter des Investors zu kennen.

Da weder Gemeindevertreter noch Einwohner neue Erkenntnisse von der gestrigen Einwohnerversammlung erwarteten, hätte der stellvertretende Bürgermeister Hans-Jürgen Bucksch den Termin am liebsten ausgesetzt, bis die Ergebnisse des Gutachtens vorliegen. Das jedoch scheiterte an verwaltungsrechtlichen Vorschriften.

Petra Dreu

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