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Segeberg Schnelles Internet: Jetzt folgen sechs Gemeinden im Ostkreis
Lokales Segeberg Schnelles Internet: Jetzt folgen sechs Gemeinden im Ostkreis
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19:15 13.06.2016

Die Einwohner von 21 Gemeinden hat der Wegezweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) in den vergangenen drei Jahren mit dem schnellen Glasfaserkabel versorgt – nun haben die 4600 Einwohner in sechs weiteren Gemeinden die Chance: Die Werbephase für den Anschluss beginnt in dieser Woche für Geschendorf, Klein Gladebrügge, Pronstorf, Rohlstorf, Strukdorf und Westerrade (Siehe Terminaufstellung unten).

Arne Hansen (Klein Gladebrügge), Andreas Bernitt (Rohlstorf), Silke Behrens (Westerrade) und Christian Körner (Pronstorf, v.l.)wollen ihren Mitbürgern dass Breitband-Kabel schmackhaft machen. Quelle: Kullack

Breitband im Gespräch

Geschendorf: 15. Juni, 19.30 Uhr, Lindenhof.

Pronstorf: je 19.30 Uhr: 21. Juni Sprüttenhus Eilsdorf, 22. Juni Feuerwehrhaus Goldenbek, 24. Juni Haus Wulfsfelde. Rohlstorf: 14. Juni, 19.30 Uhr Sporthalle Warderfelde.

Strukdorf: 20. Juni, 19.30 Uhr, Gemeindehaus. Westerrade: Beratung

9 bis 13 Uhr Feuerwehrhaus.

„Es ist schon unglaublich zu sehen, wie weit wir zurück sind, wenn wir unsere Datenübertragung mit anderen europäischen Ländern vergleichen, die wirtschaftlich längst nicht so entwickelt sind wie wir“, meinte Bürgermeister Arne Hansen, der in Klein Gladebrügge als „Multiplikator“ auf Werbetour gehen wird – so wie Mandatsträger in den anderen fünf Gemeinden auch. Zu erkennen sind sie an der orangen Tonne mit Glasfaser-Symbol im Garten.

In Klein Gladebrügge sind die technischen Möglichkeiten im Vergleich zu anderen Dörfern durch die Segeberg-Nähe noch recht vorzeigbar – in Strukdorf zum Beispiel gibt es bisher nur ungleich schlechtere Datenverbindungen.

Doch das alles soll sich jetzt dank WZV und den Stadtwerken Neumünster ändern. Bis zum 23. Juli haben die Einwohner der sechs Ostkreis-Gemeinden (für den WZV das „Cluster sieben“) noch Gelegenheit, sich einen Breitbandanschluss bis zur Haustür zu sichern. Zwar werden auch in den bisherigen Clustern noch Nachzügler versorgt – in den vergangenen zwölf Monaten waren das um die 80 Hausanschlüsse – aber Meike Kretschmer, beim Wegezweckverband für die Breitbandversorgung zuständig, lässt keinen Zweifel daran, dass nicht endlos mit öffentlichen Mitteln nachgerüstet wird: „Wer sich jetzt nicht entschließen mag und nicht anschließen lässt, zahlt später für seinen Hausanschluss 990 Euro selbst.“

Damit die sechs Gemeinden die günstigen Konditionen bekommen, müssten von den 4600 Einwohnern mindestens 1066 Kunden gewonnen werden, damit es für den Anbieter lohnt. Pronstorfs Bürgermeisterin Bettina Albert streicht heraus, wie wichtig das schnelle Glasfaserkabel gerade für eine Landgemeinde sei: „Ohne einen schnellen Internetzugang wird es schwierig, auch langfristig als attraktive Gemeinde zu bestehen und neue Mitbürger wie auch Unternehmen zu gewinnen.“

Der Zeitplan sieht vor, dass noch im Frühjahr in den sechs Gemeinden über 20 Beratungstermine angeboten werden. Bis zum Sommern sollen dann alle Planungen für 80 Kilometer Tiefbau abgeschlossen sein, damit ab Oktober gebaut werden kann. Ans Netz gehen die Ostkreis-Gemeinden dann bis August 2017. Insgesamt investierst der WZV dafür 5,5 Millionen Euro. Bisher waren es 15,6 Millionen Euro für 270 Kilometer.

Der WZV muss über seine Strukturen nachdenken

Es kann sein, dass sich wenig ändert und es sogar bei den alten Müllgebühren bleibt. Es ist aber auch möglich, dass es beim Wegezweckverband (WZV) zu Entlassungen kommt und die Privathaushalte mehr für den Müll zahlen müssen als bisher. Klar ist nur eines: Alles beim Alten belassen – das geht nicht mehr.

WZV-Verbandsvorsteher Jens Kretschmer schickt den Mitgliedern der Verbandsversammlung, die am 28. Juni tagt, eine kommentierte Studie der Unternehmensberatung PwC. Vor allem die Beziehung zwischen WZV und seiner kommerziellen Tochter WZV Entsorgung ist das Thema. Kretschmer bringt es in einem Beispiel auf den kurzen Nenner: Wenn in einer Straße zehn Mülltonnen entleert werden müssen, sieben private und drei von Gewerbebetrieben, dann hat das bisher ein- und dasselbe Fahrzeug gemacht, und der WZV hat die Leistung seiner für das Gewerbe zuständigen Tochter in Rechnung gestellt. Das aber geht nach dem seit dem 18. April geltenden Vergabe-Modernisierungsgesetz nicht mehr: Der WZV müsste die Leistung (Abfuhr von gewerblichen Müll) öffentlich ausschreiben. Nun soll beraten werden, wie künftig verfahren werden soll, ob es noch lohnt, eine kommerzielle Tochter zu unterhalten und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. ark

Lothar Hermann Kullack

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