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Segeberg Schon 1000 Unterschriften
Lokales Segeberg Schon 1000 Unterschriften
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10:22 30.08.2017
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Bad Segeberg

1000 Unterschriften in 15 Tagen – das hätte wohl niemand für möglich gehalten, als die Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren Nelkenweg gestartet wurde. Gestern teilte Mitinitiator Karsten Wilkening mit, dass die Initiative inzwischen 1000 der 1300 notwendigen Unterschriften gesammelt habe. Die restlichen Unterschriften sollen in wenigen Tagen zusammenkommen.

Auf jeden Fall wolle man den Behörden mehr Unterschriften als gefordert vorweisen, schon um ein Polster zu haben. Ursprünglich hatte das Team, zu dem auch Luzian Roth, Gunther von Tluck und viele andere Anlieger gehören, als Ziel erklärt, bis Ende Juni die notwendigen Unterschriften zu sammeln, schon um den Bürgerentscheid am 24. September zusammen mit der Bundestagswahl abhalten zu können. Von Tür zu Tür seien sie derzeit unterwegs. Heute wollen die Initiatoren von 8 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz Präsenz zeigen.

In Anspielung auf die Forderung von Norbert Reher (CDU), der abgelehnt hatte, schon vorab den Weg zum Bürgerentscheid zu öffnen und die Protestler via LN aufgefordert hatte, „ihren Job zu machen“, sagte Wilkening: „Genau das machen wir jetzt.“ Wie eine „idealtypische Verwaltung“ seien sie „nahe am Bürger, gewissenhaft, transparent und vor allem schnell“, fügte Wilkening ironisch an.

Attribute, die einige Initiatoren der Stadt absprechen. Die Helfer der Initiative seien dankbar, dass sie aus der Bevölkerung so unterstützt würden, sagte Wilkening.

Wie berichtet, wehren sich Anlieger gegen von Investoren geplante drei- bis viergeschossige Mehrfamilienhäuser am Nelkenweg. Sie möchten dort stattdessen Einzel- und Doppelhausbebauung.

Nach den Erfahrungen der Initiatoren gebe es positive Reaktionen auf das Bürgerbegehren nicht nur im Umfeld des Nelkenwegs, sondern auch in ganz entfernten Ecken der Kreisstadt. Wilkening: „Dort haben die Menschen die Befürchtung, als nächstes von Baumaßnahmen betroffen zu sein.“ Nicht alle wollen unterschreiben. Es gebe auch Bürger, die sagten, dass sie dringend eine billige Wohnung suchten. Sozialwohnungen seien von dem Investor aber am Nelkenweg nicht geplant, weiß Wilkening. In zahlreichen Gesprächen habe er erfahren, dass sich bei einigen Bad Segebergern Resignation und Frustration angesichts der Politik der großen Parteien breitmache. „Wir haben hier ein lokales Problem.“

 wgl

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