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Schröder, Karl-Heinz Schröder – sein Drink: geschüttelt & gerührt

Schröder, Karl-Heinz Schröder – sein Drink: geschüttelt & gerührt

In seiner Traventhaler „Wasserstelle“ levitiert er Trinkwasser und beliefert damit seinen ständig wachsenden Kundenstamm im Norddeutschen Raum.

Ein Mythos umgibt dieses Wasser, das durch den Diplom-Ingenieur und Physiker Wilfried Hacheney einst

Segeberg. In seiner Traventhaler „Wasserstelle“ levitiert er Trinkwasser und beliefert damit seinen ständig wachsenden Kundenstamm im Norddeutschen Raum.

Ein Mythos umgibt dieses Wasser, das durch den Diplom-Ingenieur und Physiker Wilfried Hacheney einst zu einem „Allheilmittel“ hochstilisiert wurde. Der Tiroler Unternehmer Johann Grander will die Anweisung zur Entwicklung und Herstellung des nach ihm benannten „Grander Wassers“ sogar von Gott bekommen haben. In der Schweiz ist es seit 1999 verboten, mit der therapeutischen Wirkung des Wassers zu werben. Und doch: Der Kundenstamm von Karl-Heinz Schröder wächst stetig, und sogar gesonderte Abfüllungen bei Vollmond werden bei ihm nachgefragt.

„Nee, das mache ich aber nicht“, erzählt Karl-Heinz Schröder, der 25 Jahre lang als Softwareentwickler eine eigene Firma betrieben hat und sich selbst als bodenständiger Typ bezeichnet. Er glaubt das, was er sieht und das, was man nachweisen kann. Esotherik ist nicht sein Ding, und wenn ihn jemand anruft, der mit dem Wasser seine Wehwehchen heilen will, winkt er ab: „Nein, das ist eine Ecke, in die ich nicht hinein will, in der ich auch nichts zu suchen habe. Ich weiß nur, das Wasser tut mir gut und es schmeckt mir.“ Die Heilmittelfrage ist ihm ein Dorn im Auge. „Es ist kein Heilmittel. Es ist nur Wasser, das schmeckt und sich leicht trinkt.“

Bei Freunden ist er auf den Geschmack gekommen. „Auf dem Tisch stand immer eine Karaffe mit Wasser. Das trank sich so gut. Alles andere war mir egal“, erzählt er. Irgendwann hat er bemerkt, dass er sich beim Besuch seiner Freunde vor allem auf ihr Wasser freute. „Dann habe ich mir jemanden gesucht, der es verkaufte. In Ratzeburg wurde ich fündig.“ Von da an trank Karl-Heinz Schröder nur noch levitiertes Wasser.

Als dann seine Töchter flügge wurden, überlegten er und seine Frau Melanie, sich neu zu orientieren und näher an ihren Arbeitsplatz in Kiel zu ziehen. „Dafür habe ich zu allererst nachgesehen, wer mir denn mein Wasser liefern kann. Da oben im Norden gab es aber niemanden“, erzählt Karl-Heinz Schröder. Die Idee, anstatt kaufmännischer Programme zu schreiben levitiertes Wasser herzustellen und auszuliefern, nahm Gestalt an. Er hospitierte in der Ratzeburger „Wasserstelle“, schaute sich alles an und belieferte die Kunden. „Der Kontakt gefiel mir. Deshalb habe ich mir selbst eine Levitationsmaschine gekauft und habe losgelegt.“

Zuerst waren es wenige Adressen, die ihm sein Ratzeburger „Wassermann“ abgab, inzwischen hat er 300 Kunden, die er regelmäßig mit den fünf- oder zehn-Liter-Flaschen beliefert. Die Gestelle dafür lässt er in den Alsterdorfer Anstalten fertigen. Wer ihn anruft, bekommt die ersten zehn Liter levitiertes Wasser kostenlos zum Ausprobieren. „Jeder muss selber testen, ob er es mag“, sagt Karl-Heinz Schröder, der 70 Cent pro Liter verlangt. Er selbst verwendet es für Kaffee, Tee oder er trinkt es pur.

Die finanzielle Situation seiner Kunden ist breit gefächert: „Darunter sind Hartz IV-Empfänger, manche sind sicherlich auch Millionäre. Es sind jedoch auch keine Reichtümer, die sie für ihr Wasser ausgeben.“ Wenn er in Traventhal seine Zelte abbricht, wird sich für seine Kunden nichts ändern. „Schon jetzt bediene ich das Gebiet von Dänemark bis Hamburg. Daran wird sich nichts ändern“, erzählt Schröder, der sein Angebot auf nährstoffarmes Wasser erweitern will.

Weitere Informationen gibt es unter www.levita-wasser.de

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