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Segeberg Schüler bekochen ihre Lehrer: Chili gegen Spende für Afrika
Lokales Segeberg Schüler bekochen ihre Lehrer: Chili gegen Spende für Afrika
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22:03 12.06.2017
Bereits am Sonntag standen Schüler der 12a in der Küche, haben Thai Curry und Chili con Carne für die Lehrer gekocht. Gestern servierten Sabrina Mann, Nikita Pieper, Anna Höhling und Jonas Berthold über 50 Portionen.
Bad Segeberg

Essen gegen den Hunger in Afrika: Es gibt selbstgekochtes Thai Curry und Chili für die Lehrer der Burgfeldschule. Schüler der 12a spielen am Montag Kellner, servieren die mehr als 50 Teller in der Mensa. Am Ausgang sammeln Josefine Huynh und Lina Marie Winkelmann das Geld ein: 5,50 Euro kostet das Mittagessen, und so mancher steckt auch ein paar Cent mehr in die Dose.

Denn den Erlös spenden die Schüler an Unicef – um Menschen in Hungersnot zu helfen. Dabei ist das Essen für die Lehrer nur eine der Aktionen in einem 14-tägigen Spendenmarathon, den die Klasse initiiert hat. Zahlreiche Klassen haben sich der Idee angeschlossen. Das Motto: Kleine Taten, große Wirkung.

Jugendliche der Burgfeldschule wollen helfen und starten einen Spendenmarathon – das Mittagessen für die Lehrer war erst der Anfang.

Geschätzt 23 Millionen Menschen hungern derzeit in Afrika und im Jemen. Darunter zwei Millionen Kinder. Die Lage ist so schlimm, dass sich auch der Bundespräsident erst vor einigen Tagen an die Bevölkerung gewandt hat: „Helfen Sie mir Ihrer Spende. Unterstützen Sie die Hilfsorganisationen, die ,Gemeinsam gegen die Hungersnot’ aufrufen.“

Schrecklich seien Bilder, die die Hungersnot insbesondere am Horn von Afrika dokumentieren. „Da fragt man sich, ob man wirklich auf der gleichen Welt lebt“, sagt Geografie-Lehrerin Carolin Schwarz.

„Da verhungern Kinder in den Armen der Mutter.“ Szenen, mit denen sich ihre Schüler im Rahmen des Geografie-Unterrichts beschäftigt haben. Es ging um das Thema Entwicklungsländer und Armut, als die Klasse die Idee hatte, einen Beitrag im Kampf gegen Hungersnot zu leisten. Das war vor dem Appell von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier. In Kurzreferaten stellten die Schüler den anderen Klassen ihre Idee vor, die so an Dynamik gewann. Weitere Klassen schlossen sich an, entwickelten selbst Spendenaktionen.

„Die Schüler sind so motiviert“, sagt Lehrerin Schwarz begeistert. Heute gibt es an der Schule einen Sponsorenlauf, 50 Prozent sollen an Unicef gehen. Parallel verkaufen Schüler einer zehnten Klasse Slush-Eis auf dem Sportplatz. Im Schulgebäude informieren Plakate über die Hungersnot und die geplanten Aktionen. „Wegschauen ist einfach, helfen auch“ lautet ein Slogan in der Mensa. Die Schüler wollen nicht wegsehen: Zum offiziellen Auftakt gestern wurde in den Pausen Kuchen verkauft, bereits am Wochenende sammelten Schüler Geld auf der Regioschau, weitere Sammelaktionen im Umland sollen folgen. Wieder andere Schüler planen Pfandflaschen zu sammeln, bei Möbel Kraft wollen Fünftklässer am Sonnabend Lose verkaufen. Es gibt selbstgebackene Kekse zu gewinnen. . . Das Minimalziel:

850 Euro – ein Euro für jeden Schüler und Lehrer der Schule.

Spenden für Hilfsgüter

Damit das Geld bei den Hungerleidenden ankommt, werden die gesammelten Spenden über den Förderverein an Unicef weitergeleitet. Dort können Spenden gezielt für bestimmte Hilfsgüter eingesetzt werden, etwa hochkalorische Nahrungsmittel für mangelernährte Kinder.

Wer die Aktion unterstützen möchte, spendet mit dem Stichwort „Spende Unicef“ an den Förderverein Schulzentrum Bad Segeberg mit der IBAN: DE54230510300000038113

 Nadine Materne

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