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Segeberg Schüler lernen spielerisch alles über Euro und Europa
Lokales Segeberg Schüler lernen spielerisch alles über Euro und Europa
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19:12 24.06.2016
Lehrer Dirk Aßmann (l.) vom Berufsbildungszentrum hatte Heiko Fröhlich vom Verein Bürger Europas mit seiner Euro-Info-Tour nach Norderstedt eingeladen.

Die Briten wollen das einheitliche Europa mehrheitlich nicht – in Deutschland wird die EU eher positiv betrachtet. Vor allem bei jungen Menschen, wie sich jetzt auch am Berufsbildungszentrum (BBZ) in Norderstedt zeigte. Auf spielerische Art mit einem Wissens-Quiz, bei dem es kleine Preise zu gewinnen gab, wurden die 100 Schüler des elften und zwölften Jahrgangs mit dem Euro vertraut gemacht.

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Info-Tour im Auftrag des Bundesfinanzministeriums machte Halt am Berufsbildungszentrum in Norderstedt – Schüler sehen geeintes Europa als wichtig an.

„Das Thema Europa

sollte heute in jedem

Fach gelehrt werden.“ BBZ-Lehrer Dirk Aßmann

Heiko Fröhlich vom Verein Bürger Europas reist zurzeit im Auftrag des Bundesfinanzministeriums zu bundesweit 100 Schulen, um dort junge Menschen über die europäische Einheitswährung und die europäische Integration zu informieren und dafür Werbung zu machen. In Norderstedt begrüßte ihn der Lehrer Dirk Aßmann, der seinen Schülern am BBZ schon mit zahlreichen Projekten wie Austauschprogrammen oder Kochen von internationalen Gerichten die europäische Idee näher gebracht hat. „Das Thema Europa sollte heute in jedem Fach gelehrt werden, zumindest in Gemeinschaftskunde und Volkswirtschaftslehre“, ist Aßmanns Ansicht.

Für den Euro-Info-Beauftragten Fröhlich war das BBZ in Norderstedt die dritte Station nach Großhansdorf und Reinbek in Schleswig-Holstein. Mit viel Ruhe, Gelassenheit und Humor versuchte er, den Schülern in Norderstedt die Scheu vor diesem komplexen Thema zu nehmen. Zwar wusste nur ein knappes Drittel der Schüler, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble die aktuelle Flüchtlingskrise als „Rendezvous mit der Globalisierung“ bezeichnet hatte. Doch ohne oberlehrerhaft zu wirken, erklärte er den Schülern, warum die internationale Vernetzung die weltweiten Handels- und Kapitalströme zu diesen globalen Folgen geführt haben. „Es ist heute eben nicht mehr egal, ob in China ein Sack Reis umfällt“, sagte Fröhlich. „Wenn das heute passiert, stürzen die Börsen ab.“ Die Globalisierung habe viele Menschen vor Hunger, Not und Kriegen zu Flüchtlingen gemacht. Mit 65 Millionen Flüchtlingen sei ihre Zahl noch nie so groß wie heute, sagte der Euro-Beauftragte. Und durch den weltweiten Informationsaustausch wüssten sie auch, dass es sich woanders sicherer und besser leben lässt.

Die Schüler fanden es interessant. „Europa ist wichtig für die Wirtschaft und die Reisefreiheit“, sagte Kerstin Rieperm (18) aus Tangstedt. „Und es ist schade, dass Großbritannien aus der EU ausscheiden will“, sagte Celine Sass (19) aus Henstedt-Ulzburg. Die Brexit-Diskussion sei bereits Thema im Englisch-Unterricht gewesen. „Die Solidarität der Staaten untereinander ist wichtig“, befand der 16-jährige Lukas Boysen aus Quickborn. „Darum ist Europa für uns so wichtig.“

Burkhard Fuchs

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