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Segeberg Schüler treffen Diakonie-Präsidenten
Lokales Segeberg Schüler treffen Diakonie-Präsidenten
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00:22 12.08.2017
Michelle Steffen, Jana Weidner, Elaine Hamann und Anna Kröger (v.l.) präsentierten Pfarrer Ulrich Lilie die Tür mit dem Titel „Ge(h)recht“.

Mehr als 70 Schüler aus drei Kursen hatten Ende 2016 mitgemacht und sich einen Tag lang intensiv mit der Frage beschäftigt, was Gerechtigkeit für sie bedeutet. Im Sinne der Kampagne haben sie diese Auseinandersetzung kreativ auf den Türen ihrer Klassenzimmer dargestellt. In den sechs sehr unterschiedlichen Darstellungen – von symbolischen Bildern bis hin zu Comic-Figuren – geht es darum, wie Menschen miteinander leben, um den Zustand der Welt, um Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Teilhabe, Toleranz, Freiheit und darum, die Gesellschaft und die Welt zu gestalten. Die Türen werden als Botschafter im Internet, in regionalen Ausstellungen und zur Weltausstellung der Reformation 2017 in Wittenberg einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Für die Präsentation in Wittenberg wurden Anfang März 2017 die 62 besten Entwürfe durch eine Jury ausgewählt. Dazu gehörten alle sechs Türen der Auszubildenden des Landesvereins, deren Abbilder nun Teil des „Türhauses der Gerechtigkeit“ auf dem Marktplatz in Wittenberg geworden sind.

Von der engagierten Auseinandersetzung mit dem Thema „Gerechtigkeit“ und der kreativen Umsetzung durch die Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege zeigte sich der Präsident der Diakonie sehr angetan. „Ich finde, diese sechs Türen sind eindrucksvolle Zeugnisse eines lebendigen Glaubens, einer großen Sehnsucht nach Gerechtigkeit, die schon die Psalmen und die Botschaft der Propheten prägt“, sagte Ulrich Lilie. „Auch dafür steht Diakonie: Dass diese Sehnsucht nach erlebbarer Gerechtigkeit wach bleibt, dass wir uns gemeinsam konkret und kreativ für diese Gerechtigkeit einsetzen – und zwar in der politischen Arbeit in Berlin wie auch bei der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege in Rickling.“

Die Schüler hatten unterdessen sich intensiv auf die Diskussion mit Pfarrer Lilie vorbereitet. „Mit dem Besuch von Pfarrer Lilie eröffnete sich für zwölf Auszubildende die Möglichkeit, mit dem Präsidenten der Diakonie die ganz persönlichen Aspekte, die beruflichen Aspekte, die weltpolitischen Aspekte und natürlich die diakonischen Aspekte der Gerechtigkeit zu beleuchten“, berichtete Schulleiterin Iris Gebh. Und weiter: „Wir sprachen über die gesellschaftliche Anerkennung für den Pflegeberuf, gerechte und gleiche Bezahlung von Männern und Frauen, über den diakonischen Gedanken zur Gerechtigkeit und über die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation in Europa.“ „Die Wirkung der Impulse Luthers zum Thema Gerechtigkeit hält bis heute an.

Gleichzeitig sehen wir, dass auch 500 Jahre nach der Reformation viele Menschen von Teilhabe und Mitgestaltungsmöglichkeiten ausgeschlossen sind. Noch immer leben Menschen in prekären Lebenslagen – ausgegrenzt oder heimatlos. Darum bleibt Gerechtigkeit nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine leuchtende Vision unserer Arbeit“, so Lilie.

„Das Engagement junger Menschen für Gerechtigkeit in der Welt ist ein echtes Hoffnungszeichen“, sagte Pastor Andreas Kalkowski, Direktor des Landesvereins. „Sie werden die Kirche mit ihrer Diakonie und unsere Gesellschaft einmal gestalten. Unsere Aufgabe heute ist es, ihnen die bestmögliche Ausbildung zu geben und sie zu befähigen, sich ihre eigene Meinung zu wichtigen Themen zu bilden.“

LN

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