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Segeberg Schule tritt für gerechten Welthandel ein
Lokales Segeberg Schule tritt für gerechten Welthandel ein
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22:53 29.02.2016
Ein Teil der 50 Schüler, die sich jede große Pause abwechseln, fair gehandelte Lebensmittel an Mitschüler und Lehrer zu verkaufen. Quelle: Fuchs
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Norderstedt

 Albert Röhl von der Gesellschaft „Transfair“ überreichte die Urkunde jetzt an Schulleiter Carsten Apsel und die beiden Projektleiter Juliane Schmidt und Tim Schendel.

„Das ist eine große Ehre für unsere Schule“, sagte Direktor Apsel. „Es ist gut und wichtig, dass unsere Schüler über den Tellerrand schauen und sie sich für einen gerechteren Handel mit den Menschen in den produzierenden Ländern im ärmeren Teil der Welt einsetzen.“ Seit neun Jahren betreiben 50 Schüler in jeder großen Pause einen Verkaufsstand, an dem sie fair gehandelte Schokolade, Kekse, Früchte, Kaffee, Snacks und andere Lebensmittel anbieten. Die Produkte beziehen sie über die Gepa in Wuppertal, mit 64 Millionen Euro Umsatz die größte Gesellschaft, die den Produzenten in den Entwicklungsländern einen höheren Preis verspricht und die meisten der 800 Eine-Welt-Läden in Deutschland beliefert.

„Dies hier war einer der ersten Fair-Trade-Points in Schleswig-Holstein“, erinnert sich Röhl. Die damalige Erdkundelehrerin Sabine Wiemer hatte die Idee bei einer Fortbildung aufgegriffen und es sogleich zum Thema ihres Leistungskurses gemacht. „Wie leben die Menschen im Nord-Süd-Vergleich? Wie funktioniert der Welthandel?“, seien dabei die Kernfragen gewesen, erinnert sich die inzwischen pensionierte Lehrerin. Ihr Anstoß hat Schule gemacht. „Es ist wichtig, dass wir hier in Deutschland fair mit den Menschen in aller Welt umgehen“, sagt Ann-Charlott Junior aus dem elften Jahrgang, die sich wie viele andere Mitschüler regelmäßig an den Pausenverkäufen beteiligt.

Der Fair-Trade-Verkaufsstand sei ein wichtiges Kriterium, um als Fair-Trade-Schule ausgezeichnet zu werden, sagte Röhl. Zudem müsse das Thema im Unterricht behandelt, auf Workshops und öffentlichen Veranstaltungen vertieft und mit weiteren Aktionen begleitet werden. „All diese Anforderungen hat das Lessing-Gymnasium zum Teil sogar übererfüllt“, lobte Röhl, der selber seit 20 Jahren einen Weltladen in Elmshorn betreibt.

 Fair-Trade-Schulen werden seit 2012 ausgezeichnet. Das Gymnasium Harksheide war 2014 die erste in Schleswig-Holstein. Zehn seien zurzeit im Bewerbungsverfahren, so Röhl. „Bundesweit gibt es heute 200 Fair-Trade-Schulen, die sich einem gerechteren Handel zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen verschrieben haben“, sagte Röhl.

bf

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