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Segeberg Schultausch in Kaltenkirchen: 356 Schüler müssen umziehen
Lokales Segeberg Schultausch in Kaltenkirchen: 356 Schüler müssen umziehen
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23:14 08.04.2016
Die Gemeinschaftsschule am Marschweg wird durch die benachbarte Grundschule erweitert. Quelle: Fotos: Spreer

Einen Schultausch gibt es nicht alle Tage. In Kaltenkirchen ist man dieses ungewöhnliche Projekt bereits vor knapp einem Jahr angegangen. Jetzt wird es realisiert:

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Erich-Kästner-Schule wird abgewickelt — Grundschule Marschweg zieht um und wird mit Hort und Kita erweitert — Eltern wurden frühzeitig in Planungen mit eingebunden.

„Der Umzug stellt eine riesige logistische Herausforderung dar.“Bürgermeister Hanno Krause

Zum Schuljahresbeginn 2016/2017 müssen insgesamt 995 Mädchen und Jungen völlig umdenken, ein Großteil gar die Schulgebäude wechseln. Betroffen sind die Grundschule am Marschweg, die benachbarte Gemeinschaftsschule am Marschweg und die Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule an der Hamburger Straße. Hintergrund sind unterschiedliche Entwicklungen der Schülerzahlen.

Die Zahl der Schüler an der Kästner-Gemeinschaftsschule ist in den letzten Jahren stetig gesunken — bis die Schule schließlich die geforderte Mindestgröße nicht mehr erreicht hat. Daraufhin ist sie zum Schuljahr 2015/2016 mit der Gemeinschaftsschule am Marschweg eine organisatorische Verbindung eingegangen. Seitdem war dies eine Gemeinschaftsschule an zwei Standorten. Das war für die Stadtvertreter und den Schulverband jedoch keine optimale Lösung. Man überlegte, wie die Situation verbessert werden könnte.

Man kam zum Schluss, die Schule auf nur einen Standort zu beschränken. Da jedoch die Gemeinschaftsschule am Marschweg allein zu wenig Platz für die insgesamt 804 Schüler hatte, beschloss man, die benachbarte Grundschule am Marschweg mitzunutzen. Aber wohin mit den bisher dort beschulten 191 Kindern? Die Lösung: Die ziehen in die Erich-Kästner-Schule an der Hamburger Straße um. Das soll am 4. September geschehen. Zeitgleich sollen die Schüler, die bisher in der Kästner-Schule unterrichtet wurden (zuletzt waren es hier nur noch 165), in die Gemeinschaftsschule am Marschweg wechseln.

356 Kinder ziehen also um.

Allerdings muss die räumlich großzügige Kästner-Schule noch auf die Bedürfnisse der Grundschüler umgebaut werden. Außerdem soll dort auch ein Hort einziehen. Mehr noch: Zum 1. August nächsten Jahres soll dort ein Gebäudeteil für eine Kindertagesstätte hergerichtet werden. Bürgermeister Hanno Krause: „An der Hamburger Straße wird es zukünftig ein umfassendes Angebot für die jüngsten Mitglieder unserer Stadtgemeinschaft geben.“ Sogar mit Sporthalle und Sportplatz.

Erste Bauarbeiten haben bereits begonnen. Unter anderem werden WC-Räume saniert, des weiteren werden Bodenbelags- und Malerarbeiten ausgeführt. Die größeren Bauarbeiten sollen erst in den Sommerferien vorgenommen werden. Der Schultausch soll zum 4. September abgeschlossen sein. Bis dahin werde auch der Umzug des Mobiliars sowie der Lehr- und Unterrichtsmittel vonstatten gegangen sein.

Krause: „Der Umzug der beiden Schulen stellt eine riesige logistische Herausforderung für die Stadtverwaltung, aber auch die beiden betroffenen Schulen dar.“ Das Ergebnis werde eine wesentlich verbesserte Struktur der Schullandschaft in Kaltenkirchen sein. Durch die Zusammenlegung beider Gemeinschaftsschulen am Marschweg „bekommen die Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule endlich einen zukunftssicheren Schulstandort“. Und an der neuen Grundschule (an der Hamburger Straße) biete sich nun durch die künftige Kombination von Schule mit Hort und Kita ein sinnvolles Angebot für die Erziehung und Pädagogik. Das sei auch für die Eltern vorteilhaft.

Apropos Eltern: Wie die Fachbereichsleiterin Bildung und Kultur in der Kaltenkirchener Stadtverwaltung, Petra Dibbern, den LN versicherte, sei der gesamte Prozess „ohne große Probleme mit den Eltern abgelaufen“. Man habe sie frühzeitig eingebunden.

Von Christian Spreer

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