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Segeberg Schulterschluss zwischen Sventana- und Hallmann-Schule
Lokales Segeberg Schulterschluss zwischen Sventana- und Hallmann-Schule
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20:39 18.05.2016
Die Schulleiterinnen Bettina Becker (Sventana-Schule) und Renate Holfter (Hallmann-Schule, r.) bei der Unterzeichnung der Kooperation. Quelle: nam

/Trappenkamp. Zwei Gemeinschaftsschulen in der Region Bornhöved-Trappenkamp rücken enger zusammen. Die eine, die Richard-Hallmann-Schule, hat die Oberstufe, die den gymnasialen Abschluss erlaubt – was der Sventana-Schule 2013 verweigert wurde. Dafür wurde dieser jüngst die Einrichtung einer Flex-Klasse genehmigt, die schwächeren Schülern erlaubt, ihren ersten Abschluss in drei statt zwei Jahren zu machen. Ein Angebot, das wiederum die Hallmann-Schule nicht bieten kann – von dem aber die Schüler beider Schulen profitieren sollen.

„Wir wollen diese Vereinbarung mit

Leben füllen.“Renate Holfter, Leitung Hallmann-Schule

„Wir wollen die Region Bornhöved-Trappenkamp stärken.“Bettina Becker, Leitung Sventana-Schule

„Wir sind sehr dankbar, dass die Sventana-Schule die Genehmigung für die Flex-Klasse erhalten hat“, sagt Renate Holfter, Leiterin der Trappenkamper Hallmann- Schule, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung am Dienstag in Bornhöved. „Bei uns wäre das ausgeschlossen gewesen, aber auch wir brauchen das für Schüler, die sich in der hochpubertierenden Zeit vergaloppieren und mehr Zeit brauchen.“

Oft sei schon in der siebten Klasse absehbar, dass einige Schüler den Ersten Allgemeinbildenden Abschluss (ESA), den alten Hauptschulabschluss, nur mit Schwierigkeiten oder gar nicht schaffen werden, so Holfter. Zumal gerade der neunte Jahrgang durch Wiederholer und Schulwechsler oft eine erhöhte Klassenstärke aufweise. Das mache es schwächeren Schülern noch schwerer. „In der Flex-Klasse dagegen werden maximal 20 Schüler unterrichtet“, so Bettina Becker, Leiterin der Sventana-Schule.

Am gleichen Abend stellten die beiden Leiterinnen das Konzept den Eltern potenzieller Kandidaten für die neue Flex-Klasse vor. Zehn wurden von der RHS vorgeschlagen, zehn von der Sventana-Schule. Ob sie sich auch dafür entscheiden, steht noch aus. „Das Angebot ist freiwillig“, betont Becker. Es biete aber viele Chancen, sind beide Frauen überzeugt, die nicht nur auf die längere Zeit zur Vertiefung des Lernstoffes verweisen, sondern auch auf den Fokus auf die Berufsorientierung. „Vorgesehen sind vier Praktika in mehreren Betrieben“, sagt Holfter. „Und die Schüler werden permanent von einem Coach für Berufsvorbereitung von JobA begleitet“, fügt Becker hinzu. Mit 15 Stunden pro Woche.

Der Abschluss in der Flex-Klasse sei am Ende der gleiche wie nach zwei Jahren. „Und wenn die Schüler wollen und die Leistungen stimmen, ist es danach auch möglich, weiter zu gehen“, hebt Becker hervor. Theoretisch sogar bis zum Abitur dann an der Hallmann-Schule. Dass Sventana-Schüler für das Abi nach Trappenkamp wechseln, hat bereits Tradition. Nur einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Oberstufe oder auch in der Flex-Klasse können Holfter und Becker nicht gewähren. Deshalb ist die Kooperation eine Vereinbarung – kein Vertrag.

Die beiden Schulen, die nur fünf Kilometer auseinanderliegen, wollen auch auf anderen Ebenen die Zusammenarbeit intensivieren, bei gemeinsamen Elternabenden zu allgemeinen pädagogischen Themen etwa.

Und bei der Lehrer-Ausbildung: Referendare für Gemeinschaftsschulen müssen jetzt auch Erfahrungen in der Oberstufe sammeln, was in Bornhöved nicht geht, in Trappenkamp aber schon. Dafür fehlt der Trappenkamper Oberstufe mit Sportprofil eine genormte Laufbahn für die Abi-Prüfung, die wiederum die Sventana-Schule zu bieten hat und zur Verfügung stellen will. Die beiden Schulen scheinen sich gut ergänzen zu können. Und so bekräftigen die beiden Leiterinnen: „Wir haben hier eine Vereinbarung getroffen, die wir mit Leben füllen können und wollen.“

Nadine Materne

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