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Segeberg Schulzentrum: Busbahnhof wird umgestaltet
Lokales Segeberg Schulzentrum: Busbahnhof wird umgestaltet
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21:18 06.09.2013
Hier sollten sich Schüler eigentlich in hübsch gestalteter Umgebung aufhalten können. Zu sehen bekam der Ausschuss Gras und Unkraut.

Das Schulzentrum Leezen ist in den vergangenen Jahren vielfach um- und angebaut beziehungsweise saniert worden. Doch bei so einem großen Gebäudekomplex, in dem derzeit 630 Kinder unterrichtet werden, steht immer etwas an. Mit zwei Schwerpunktthemen hat sich der Maßnahmenausschuss am Donnerstagabend befasst: mit der Umgestaltung des „Busbahnhofes“, die aus Sicherheitsgründen nötig scheint, und mit dem Eingangsbereich zu Sportlerheim und Sporthalle.

Letzterer ist rott. Wie Amtsingenieur Matthias Tanke sagte, sei Wasser zwischen die Glasscheiben im Eingangsbereich und zum Teil auch der drei Glaspyramiden eingedrungen. Nicht auszuschließen sei, dass die großen Scheiben plötzlich brechen würden — etwa, wenn das Wasser gefrieren sollte. Das sei gefährlich. Unabhängig davon seien Dichtungen und Einfassungen großenteils defekt.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder, die wieder Klaus-Peter Waldheuer zum Vorsitzenden gewählt haben, dass dort etwas geschehen müsse. Purer Ersatz würde annähernd 80 000 Euro kosten. Das war dem Ausschuss viel zu viel, zumal die Pyramidenlösung auch noch „Technik von gestern“ sei.

Vorgeschlagen wurde unter anderem, sowohl den gläsernen Eingangsbereich als auch die Pyramiden durch andere — bessere und preiswertere — Lösungen zu ersetzen. Zu einer ganz radikalen Lösung neigt Andreas Krohn: Er regte an, das Flachdach komplett durch ein anderes zu ersetzen. Mit Mathias Warn war er sich einig: Am gegebenen Zustand herumzudoktern, „wäre reine Geldverschwendung“.

Ein brisantes Thema seit Jahren ist der „Busbahnhof“ an der Schule. Vier Busse können dort stehen, um dort die Kinder aufzunehmen und nach Hause zu fahren. Dabei geht es zu Stoßzeiten ziemlich eng zu. Der Ausschuss erwägt daher seit langem, die Abfahrten zu erleichtern — dafür müssten allerdings zwei Rabatten verschwinden, und eine die Sicht behindernde Mauer gleich mit. Die Kosten dafür liegen bei knapp 30 000 Euro. Matthias Tanke wurde beauftragt, Angebote von Firmen dafür einzuholen.

Einen bemitleidenswerten Eindruck macht der Innenhof an der Mensa, eine vollmundig als „Atrium“ titulierte Fläche. Mit viel Trara war beschlossen worden, den unschönen Platz mit Pflanzen aufzuhübschen und zu beleben. Sogar ein Bildhauer wurde beauftragt, Kunst am Bau zu gestalten. Vor genau einem Jahr, am 6. September, hat der Künstler Ingo Warnke seine wunderschöne Säule aus Anröchter Dolomit dort aufgestellt, Findlinge drumherum gruppiert. Inzwischen ist in dem Atrium zwar ein Weg angelegt worden, ansonsten gedeihen dort nur Gras und Unkraut — lieblos.

Christian Spreer

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