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Schwarzbunte schießen wieder scharf

Bad Segeberg Schwarzbunte schießen wieder scharf

„Kuh vadis, Segeberg?“ heißt es ab dem 10. November in fünf Vorstellungen der Bad Segeberger Kabaretttruppe.

Bad Segeberg. Wenn sie sich ankündigen, schlägt Bad Segebergs Politprominenz moderatere Töne an, zeigt sich versöhnlich und verzichtet auf extravagante Eskapaden. Oder aber sie geht komplett auf Tauchstation, schließlich ist die Gefahr groß, die Aufmerksamkeit der Kabarett-Institution „Die Schwarzbunten“ zu wecken. Und eines ist sicher: Der Spott, den die sechs Segeberger dann über einen armen Tropf ausschütten, ist um ein Vielfaches größer. Vom 10. bis 13. November ist es wieder soweit: In fünf Vorstellungen wollen die Kabarettisten mit Lokalkolorit den Spiegel aus der Tasche ziehen und ihn dem einen oder anderen Segeberger vor die Nase halten.

LN-Bild

„Kuh vadis, Segeberg?“ heißt es ab dem 10. November in fünf Vorstellungen der Bad Segeberger Kabaretttruppe.

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„Zwei Jahre sind um. Wir sind wieder da“, sagt Michael Stamp, der nicht nur die Drehbücher für die Karl-May-Spiele schreibt, sondern bei dem auch alle spitzzüngigen Fäden für die „Schwarzbunten“

zusammenlaufen. Als Journalist entgeht ihm kaum ein Fauxpas der Lokalprominenz, der sich für einen Sketch eignen würde oder passend gemacht wird. Auf humorvolle Weise legen Michael Stamp (46) und seine Mitstreiter Hans Joachim Am Wege (46), Sascha Bove (42), Michael Göller (49), Michael Meier (42) und Torsten Schwartz (45) mit jedem Programm den Finger in kleine und große Wunden.

Zum vierten Mal stellt den „Schwarzbunten“ Möbel Kraft sein Polstermöbelzelt kostenlos zur Verfügung, was den Möbelriesen nicht davor schützt, selbst zum Ziel des Spotts zu werden. Den urplötzlichen Abgang seines Vorstandschefs Dr. Gunnar George haben sich die Kabarettisten ebenso auf die Fahne geschrieben wie das Hickhack um die Fußgängerampel vor dem Alten Bahnhof, die ungewisse Zukunft des Levo-Parks, die ständigen Querelen in der Stadtvertretung, das Programm „Jugendgerechte Kommune“, das bis zur Unkenntlichkeit eingedampfte Stadtfest oder aber die Turbulenzen der Unternehmerschaft „Wir für Segeberg“. „Die wollen es dem Kalkbergring nachmachen“, grinst Michael Stamp, der sich mit seinen Mannen zudem auf einen schmalen Grat begeben und erläutern will, was Bad Segeberg zum Eindämmen des Flüchtlingsstroms beitragen kann.

Die Zeiten, in denen Segeberger keine Karten für die Kabarettvorstellungen bekommen haben, sind dank des Polstermöbelzeltes vorbei. Jeweils 900 Zuschauer passen in die fünf Aufführungen. Ganz so bequem wie in den Vorjahren werden sie allerdings nicht sitzen. „Bislang haben wir die Polsterstühle immer von der Musik- und Kongresshalle in Lübeck bekommen. Diesmal geht das leider nicht. Jetzt bekommen wir die Stühle von der Stadt Bad Segeberg“, verrät Michael Stamp. Da diese nicht so bequem sind, ist derjenige gut beraten, der ein Polsterkissen mit zur Vorstellung bringt. „Die Kissen aber dürfen, wie auch Handtücher, nicht zum Reservieren der Plätze genutzt werden“, frotzeln die „Schwarzbunten“, die bei allen Vorstellungen von Kirchenmusiker Andreas Maurer-Büntjen begleitet werden.

Wie immer behalten die „Schwarzbunten“ den Erlös nicht für sich, sondern spenden ihn komplett für viele gute Zwecke. Zuletzt hatten sie 42000 Euro an 17 Institutionen verteilt.

Vorverkauf beginnt am 24. September

In fünf Vorstellungen sind die „Schwarzbunten“ im 27. Jahr ihres Bestehens zu sehen. Die Termine: Donnerstag, 10. November, und Freitag, 11. November, jeweils um 20 Uhr, Sonnabend, 12.

November, um 15 Uhr und um 20 Uhr sowie am Sonntag, 13. November, um 17 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Aufführungsbeginn. Die Plätze sind nicht nummeriert. Daher gilt: Wer zuerst kommt, sitzt am besten. Angepasst wurden die Eintrittspreise, die in diesem Jahr 17 Euro statt 16 Euro betragen. Zu haben sind die Tickets im Kundencenter der Segeberger Zeitung, Hamburger Straße 26. Der Vorverkauf beginnt am Sonnabend, 24. September, um 10 Uhr. Zu einer Tradition ist dabei geworden, dass die „Schwarzbunten“ am ersten Vorverkaufstag selbst hinter dem Tresen stehen. Wer von dem Erlös der Vorstellungen etwas abbekommt, steht bis zum Beginn fest. pd

 Petra Dreu

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