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Segeberg See-Kauf: Nahe ist grundsätzlich dafür
Lokales Segeberg See-Kauf: Nahe ist grundsätzlich dafür
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20:16 14.10.2016
Begehrtes Idyll: Auch die Gemeinde Nahe hat Interesse daran, den Itzstedter See zu erwerben. Allerdings nur mit anderen zusammen. Quelle: Domann

Der Itzstedter See steht zum Verkauf, 1,4 Millionen Euro möchte die Eigentümerin für See, etwa vier Hektar Wald und das Haus auf dem Grundstück haben.

„Wir sollten jetzt loslaufen, von Nahe und Itzstedt aus und nicht zu viel Zeit verlieren.“ Dr. Manfred Hoffmann, CDU

Auch die Gemeinde Nahe macht sich Gedanken über den Erwerb des Anwesens. Während der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag wurde darüber diskutiert. „Es geht um ein Meinungsbild, es gibt heute keinen Beschluss“, betonte Bürgermeister Holger Fischer (WDN), das hatte er auch einem Fernseh-Team gesagt, das die Sitzung mitverfolgen wollte.

Grundtenor aller Äußerungen: Man wolle sich um den Kauf des Sees kümmern. „Allerdings ist der Erwerb für uns als Gemeinde eine Nummer zu groß“, sagte Marc-André Ehlers, Fraktionsvorsitzender der SPD, und riet deshalb dazu, das Amt Itzstedt beim Kauf mit ins Boot zu holen. Die Badestelle werde eh vom Amt betrieben, gemeinsam könne man die Kosten schultern. Auch sollte man nach Zuschussmöglichkeiten Ausschau halten. „Wir setzen aber ein positives Signal“, so Ehlers.

Das will auch die CDU-Fraktion. Ein möglicher Kauf sei nicht frei von gegensätzlichen Meinungen, betonte der Fraktionsvorsitzende Dr. Manfred Hoffmann. Für die einen sei das Anwesen nur Wasser, Wald und Bodenfläche und werde auch so bewertet. Für die anderen sei der See Naherholungsgebiet aber auch ein Erinnerungsstück an glückliche Kinder- und Jugendtage. Wenn man den See kaufe, müsse man über einen Zweckverband nachdenken, der vielleicht über das Amt gebildet werden könnte. Zusätzlich könne man auch den Kreis mit ins Boot holen. Hoffmann riet zu einem neutralen Gutachten, um den Wert des Anwesens zu ermitteln. „Außerdem sollten wir nach vorne schauen. Wer weiß, wie die Rechtsprechung in 20 Jahren aussieht“, sagte Hoffmann. Dann störten vielleicht Badelärm und Schlittschuhläufer den Besitzer. Auch Ortwin Peters (CDU) sagte, dass es vorteilhaft sei, wenn der See an keinen privaten Eigentümer verkauft werde. „Liegt er in der Hand der umliegenden Gemeinden, können wir eher Maßnahmen im Bereich des Naturschutzes umsetzen.“ Und Hoffmann sagte: „Wir sollten jetzt loslaufen, von Nahe und Itzstedt aus und nicht zu viel Zeit verlieren. Allerdings sollten wir den Kauf nicht davon abhängig machen, dass alle Gemeinden mitmachen.“

„Keiner hat grundsätzlich etwas dagegen, jedoch sollte man nicht nur kaufen, um den See zu haben“, merkte WDN-Vorsitzender Jörg Sahl an. Zum einen sollten die übrigen Gemeinden des Amtes Itzstedt (bis auf Tangstedt, das eine eigene Badestelle hat) mit ins Boot geholt werden. Zum anderen müsse über den Preis gesprochen und über eine Nutzungsmöglichkeit für das Haus nachgedacht werden.

Bürgermeister Fischer erklärte, dass Sülfeld signalisiert habe, sich mit einer kleinen Summe am Kauf zu beteiligen. Dagegen sei Oering von der Idee nicht so begeistert, der Gemeinde gehöre ja bereits ein Stück See. „Ich werde also mit den anderen Bürgermeistern, dem Makler und der Eigentümerin in Kontakt bleiben“, fasste Fischer zusammen.

Ob denn bei einem Erwerb des Sees eine Bürgerbeteiligung erwünscht sei, wollte ein Besucher wissen. Vielleicht könne eine offene Werkstatt eingerichtet werden, war sein Vorschlag.

Silvie Domann

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