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Segeberg Seelsorge-Basis in Rickling bekommt Verstärkung
Lokales Segeberg Seelsorge-Basis in Rickling bekommt Verstärkung
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21:07 24.11.2016
Andreas Kalkowski (4. v. l.) und sein Team: Monika Pade, Ingrid Timm, Corinna Delorme, Ina Lindemuth, Bernd Kruse, die Pastorinnen Susanne Ulrichsen und Martina Zepke-Lembcke, Kirchenmusiker Enno Gröhn. FOTO: OV
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Rickling

Ihre „Basis“ ist das Seelsorgezentrum auf dem Gelände der Psychiatrischen Kliniken in Rickling. Von hier aus rückt das „S-Team“, so Kalkowski, zu seinen verschiedenen Einsätzen im Land aus.

Vornehmste Aufgabe sei es, Mitarbeiter, Betreute und Patienten des Landesvereins in allen Lebensfragen zur Seite zu stehen, sei es im Klosterstift Bordesholm oder der Tageklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Kaltenkirchen. „Unser Seelsorge-Team besteht aus sehr langjährigen Mitarbeitern“, sagt Kalkowski. Da bleibe es nicht aus, dass immer mal wieder mehrere in ihren verdienten Ruhestand gingen. Er sei froh, diese Lücken jetzt so gut und kompetent geschlossen zu haben.

Pastorin Susanne Ulrichsen folgt dem langgedienten Pastor Günther Lembcke nach. Bereits vor 20 Jahren sei sie ein „Fan des Landesvereins“ gewesen. Als Pastorin in Wahlstedt hatte sie damals Dienst in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen getan. Nach Stationen als Gemeindepastorin in Niendorf an der Stecknitz (Herzogtum Lauenburg) und Munkbrarup (Schleswig-Flensburg) ist sie nun ins Segebergische zurückgekehrt. „Seit Oktober sind meine Familie und ich Ricklinger“, sagt die 49-Jährige, die sich auf ihre neue Aufgabe freut.

Nicht anders ist es bei Corinna Delorme und Bernd Krüger. Beide gehören dem Landesverein zwar schon lange an, waren aber schwerpunktmäßig in der Suchthilfe aktiv. „In dieser Zeit durfte ich enorm viele Menschen kennenlernen“, sagt Delorme. Angesichts der vielen Standorte des Landesvereins mit insgesamt 4200 Plätzen und mehr als 2600 Mitarbeitern dürfte es noch Arbeit und Menschen zum Kennenlernen genug geben.

Enno Gröhn hat erst im vergangenen Jahr Abitur gemacht und sei durch „glückliche Umstände“ nun Kirchenmusiker im Landesverein geworden. Schon als Schüler sei er mit Kirche und Kirchenmusik in Berührung gekommen, begleitete Gottesdienste beim Landesverein. „Vielleicht nicht immer – aber meistens habe ich wohl ganz gut gespielt“, sagt er bescheiden.  ov

Anfänge des Landesvereins

1875 gründeten Bürger und Pastoren in Rendsburg den Landesverein für Innere Mission, um sozialen Nöten zu begegnen.

1883 entstand in Rickling die erste Einrichtung: Eine Kolonie für Arbeiter, die wegen Industrialisierung und wirtschaftlicher Krise obdachlos geworden waren.

1939 nahm die Kolonie auch psychisch kranke Männer auf, die Einrichtung wurde in „Heidehof“ umbenannt.

LN

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