Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Segeberger Chor kämpft für Afghanen

Bad Segeberg Segeberger Chor kämpft für Afghanen

Mit einem Lied, gesungen aus 100 Kehlen, von Deutschen und Flüchtlingen aus den Krisengebieten dieser Welt, wollen Bad Segeberger auf die ungewisse Situation der Flüchtlinge aus Afghanistan aufmerksam machen.

Voriger Artikel
„Tüdelband“ mit Heimspiel in Klein Gladebrügge
Nächster Artikel
Itzstedter stimmen über Gasthof-Kauf ab

Alleinstehende und Familien, Junge und Alte, Männer, Frauen und Kinder aus aller Herren Länder sangen am Dienstagabend das erste Mal gemeinsam „No one is save in Afghanistan“. FOTOS: DREU

Bad Segeberg.  „No one is safe in Afghanistan“ heißt das Lied, das Jan Simowitsch und Johannes Hoffmann geschrieben haben. Aufgenommen wurde es unter professionellen Bedingungen. Zusammen mit einem Video soll es jetzt von Bad Segeberg aus um die Welt gehen.

LN-Bild

Ein eigens komponierter Song soll auf das Schicksal der Flüchtlinge aufmerksam machen.

Zur Bildergalerie

Die Angst ist immer da. Morgens, mittags, abends und vor allem nachts. Sie lässt nicht schlafen, sie zerrt aus und macht jeden Tag zur Qual. „Die Flüchtlinge aus Afghanistan haben tierische Angst.

Sie schlafen nicht, sie essen nicht, sie sind in Panik. Afghanistan ist keine Perspektive“, sagt Jan Simowitsch vom Verein „Alle-in-ein- boot“, der auf die schwierige Situation, in der sich besonders die Afghanen befinden, aufmerksam machen will.

Weil für den ehemaligen Segeberger Kirchenmusiker und jetzigen Bildungsreferenten für Popularmusik der Nordkirche Simowitsch Musik immer noch das beste Ausdruckmittel ist, beschloss er, ein Lied aufzunehmen. Er fragte seine Freunde und Bekannten und bekam Zusage um Zusage für einen Song, der die Angst der afghanischen Flüchtlinge in die Herzen der Menschen transportieren soll. Die Musik kam aus der Feder von Jan Simowitsch, am Text bastelte Kurzfilmer Johannes Hoffmann.

Und dann ging alles ganz schnell. Der „Mischbar-Chor“ mit Deutschen und Flüchtlingen wuchs beträchtlich an. Alte und Junge, alleinstehende Männer und Familien mit Kindern – fast 100 Personen hörten auf das Kommando von Chorleiterin Mira Drews. Kirchenmusikerin Anna Stauder brachte sich ein und in Nullkommanix war eine Band komplett. Sie besteht aus Daniel Flaig (Bass), Daniel Schierhorn (Schlagzeug), Thomas Minnerop (Gitarre) und Simowitsch (Klavier und Gitarre).

Hier ist das Video:


No One Is Safe in Afghanistan from HDDfilm on Vimeo.

Tontechniker Sven Breuel nahm mit allen Sängern und Musikern das Lied unter professionellen Bedingungen auf. Nicolas Dreessen filmte alles. Johannes Hoffmann legte Nachtschichten ein, um das ganze Filmmaterial zu sichten und auf die passende Länge zu schneiden, damit nicht nur das Lied selbst, sondern auch der Film das zeigt, was den Mitwirkenden wichtig ist. „Afghanistan ist nicht sicher. Wir hoffen, dass auch unsere Landesregierung zu dem Schluss kommt, dass man niemanden nach Afghanistan abschieben kann“, wünscht sich Simowitsch.

Damit spricht er den afghanischen Flüchtlingen, die mitgesungen haben, aus dem Herzen . „Ich bin seit fünf Jahren hier, weiß aber immer noch nicht, wie meine Zukunft aussieht“, erzählt Masud Rahimi (24), der eine Duldung für ein Jahr erhalten hat. Ein bisschen mehr Luft hat Jawed (16), der mit seiner Mutter und drei Brüdern in Wahlstedt wohnt. Er hat eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre bekommen und sagt: „Wir hatten alles in Afghanistan. Eine Haus, ein Auto, Freunde. Aber eins hatten wir nicht: Sicherheit. Die gibt es auch heute noch nicht, im Gegenteil. Was wir aus Afghanistan hören, wird immer schlimmer.“

Lied auf Facebook

Weitere Informationen über das am 2. Oktober zwischen Deutschland und Afghanistan geschlossene Rückführungsabkommen und die derzeitige Lage in dem Land gibt es auf der Internetseite des Schleswig-Holsteinischen Flüchtlingsrates unter www.frsh.de.

Das Lied „No one is safe in Afghanistan“ vom Bad Segeberger Mischbar-Chor wird nach der Veröffentlichung auf der Facebook-Seite des Vereins „Alle-in-ein-boot“ sowie auch auf der Facebook-Seite der Lübecker Nachrichten Segeberg zu finden sein. Auch auf YouTube wird das Video unter dem Stichwort „Mischbar-Chor“ zu sehen sein. pd

 Petra Dreu

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. An dieser Stelle finden Sie die Galerie für den November 2016.

Sollten die Weihnachtsmärkte länger geöffnet haben?

Wie wollen wir wohnen, wenn wir einmal älter geworden sind? WG, ein Zimmer bei den Kindern, Servicewohnen, Seniorenheim? Die LN haben sich verschiedene Modelle im Kreis Segeberg angesehen. Zum Auftakt haben wir mit Experten gesprochen und Segeberger nach ihren Vorstellungen gefragt.

Wie wollen wir wohnen, wenn wir einmal älter geworden sind? WG, ein Zimmer bei den Kindern, Servicewohnen, Seniorenheim? Die LN haben sich verschiedene Modelle im Kreis Segeberg angesehen. Zum Auftakt haben wir mit Experten gesprochen und Segeberger nach ihren Vorstellungen gefragt. mehr

  • Lifestyle
    Unser Lifestyle-Portal

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

  • Hochzeitszauber

    Alles zum Planen Ihrer Hochzeit - Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwoch... mehr

  • Events & Veranstaltungen

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Reisetipps
    Unser Reiseportal

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Ausstellungen, Theater, Konzerte und vieles mehr in Lübeck und Umgebung.

Karl-May-Spiele

Nachrichten zu den Karl-May-Spiele am Kalkberg in Bad Segeberg.

Kinokritik

Kurz und knapp erklärt, ob sich ein neuer Film lohnt oder nicht.