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Segebergs Stadtradler sind spitze – bundesweit

Bad Segeberg Segebergs Stadtradler sind spitze – bundesweit

Das Auto stehen lassen und auf den Drahtesel umsteigen, weils es das Klima schont, gesund ist und Spaß macht, das ist das Ziel der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“. Zum dritten Mal war der Kreis Segeberg dabei und landete mit Kattendorf und Bebensee deutschlandweit an der Spitze.

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Stadtradeln 2017: Bei der Preisverleihung im Kreishaus gab es viel Grund zur Freude – besonders bei den Kattendorfern.

Quelle: Fotos: Heike Hiltrop

Bad Segeberg. Nicht nur die Karl-May-Spiele machen Segeberg berühmt, auch die Radfahrer, die bei der Aktion „Stadtradeln“ in die Pedale getreten sind. Alle voran Kattendorf, die Gemeinde, die vom Radsport-Club (RSC) Kattenberg – gegründet vor 20 Jahren – tatkräftig unterstützt wurde: Von der Strecke her sind die 192 Stadtradler fast einmal am Äquator entlang um die Erde gefahren. Genau auf 38308 Kilometer haben sie es gebracht und setzten sich damit im deutschlandweiten Wettkampf in der Kategorie „Fahrradkilometer pro Einwohner“ an die Spitze. Dicht gefolgt von Bebensee (121 Radler, 24 310 Kilometer).

 

LN-Bild

Matthias Bonse (2. v. r.) gratuliert: Gold für Willi und Sabine Studt (Mözen, v. l.), Christine und Gerd Dankert (Wahlstedt).

Viel CO2 eingespart

173000  Kilometer Strecke machten Segebergs Stadtradler.

24,6 Tonnen CO2 Emissionen konnten so eingespart werden. Zum Vergleich: Laut Umweltbundesamt verursacht eine Kilowattstunde Strom beim verbrennen fossiler Energie 527 Gramm Kohlendioxid.

Kreisweit Spitze waren auch die Stadt Norderstedt und das dortige Lise-Meitner-Gymnasium „So hat der Kreis Segeberg bundesweit für Aufsehen gesorgt“, frohlockte Landrat Jan Peter Schröder während der Abschlussveranstaltung im Kreishaus. Etliche Preise, die das Radfahrerherz erfreuen, wurden dabei verteilt: Helme, Sonnenbrillen, Zubehör.

Zum dritten Mal hatte sich der Kreis an der Aktion beteiligt. Innerhalb von drei Wochen galt es, so viele Kilometer wie möglich mit dem Rad zurückzulegen: beim Einkaufen, auf dem Arbeitsweg oder beim Ausflug. Via App wurde in Segeberg vom 11. Juni bis zum 1. Juli mitgezählt und registriert. 873 Radfahrer im Alter zwischen fünf und 85 Jahren machten mit.

CO2-frei unterwegs zu sein, um das Klima zu schonen, ist das eine Ziel. „Wir wollen mit der Aktion aber auch zeigen: Radverkehr ist präsent“, betonte Klimaschutzmanager Heiko Birnbaum. Er machte aber deutlich, dass die Infrastruktur deutlich verbessert werden müsse.

„Wir wollen in das Thema Radwegenetz eine Menge reinstecken“, ergänzte Landrat Jan Peter Schröder. Drei Millionen Euro wolle der Kreis dafür jährlich investieren. Und das ist dringend nötig, denn der Alltagsradler habe es hier nicht leicht, mahnt der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) regelmäßig an. „Es gibt wirklich Strecken, die sind nicht besonders prickelnd. Bad Segeberg – Norderstedt zum Beispiel“, bestätigte Dirk Ehling, Radsportler und Mitglied im RSC Kattenberg. Der 46-jährige Langstreckenfan war unlängst von Paris nach Hamburg gestrampelt, aus purem Vergnügen.

Auf eine ebenfalls beachtliche Strecke brachte es das Team „Studa“ mit Willi (72) und Sabine (65) Studt aus Mözen sowie Gerd (72) und Christa Dankert (65) aus Wahlstedt: 669,9 Kilometer, unter anderem bei einem gemeinsamen Fahrradurlaub von Berlin nach Hause, bescherte ihnen eine goldene Stadtradler-Auszeichnung für das „Fahrradaktivste Team“ im Kreis, das auch für kommende Jahr plant, wieder dabei zu sein.

Mehr Infos zu allen Gewinnern gibt es im Netz unter www.stadtradeln.de/kreis-segeberg

Heike Hiltrop

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