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Seit 30 Jahren hofft Weede auf den Radweg - vergeblich

Weede Seit 30 Jahren hofft Weede auf den Radweg - vergeblich

Ein Lückenschluss bis Steinbek ist nicht in Sicht, doch die Gemeinde will weiter kämpfen.

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Bei Begegnungsverkehr wird es eng für Radfahrer Otto Westphal, der zudem aufpassen muss, der Bankette nicht zu nah zu kommen. Denn dann ist ein Sturz programmiert.

Quelle: Fotos: Petra Dreu

Weede. „Wir sind sehr, sehr enttäuscht wiedergekommen“, sagte Bürgermeisterin Gretel Jürgens auf der Sitzung der Gemeindevertretung. Sie und ihr Stellvertreter Bernd Sulimma hatten beim Kreis einen weiteren Versuch unternommen, doch noch zu dem lange versprochenen Lückenschluss des Radweges von Weede nach Steinbek zu kommen. Knapp 2,5 Kilometer ist der Streckenabschnitt lang, um den die Gemeinde seit vielen Jahren kämpfen muss.

LN-Bild

Lückenschluss bis Steinbek nicht in Sicht – Gemeinde will weiter kämpfen.

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Dreißig Jahre ist die Brücke kurz vor der „Oase“ über die Bißnitz alt, die schon damals in der weisen Voraussicht breiter gebaut wurde, weil bereits zu dem Zeitpunkt ein Radweg eingeplant war. Selbst die 1989 gebauten Klärteiche wurden mit ausreichendem Abstand zu einem möglichen Radweg angelegt. Doch wie so oft: Alles zog sich hin. Jubelstimmung herrschte erst, als mit dem Bau der A 20 durch den Bund 2005 auch der Radweg zugesagt wurde. „Wir hatten das schriftlich“, sagt Otto Westphal aus dem Ortsteil Steinbek, dem der Radweg seit Anbeginn ein besonderes Anliegen ist.

Der Bund hatte zum Autobahnbau zwar das vollmundige Versprechen gemacht, aber für den Radwegebau ist nicht er, sondern das Land zuständig, und das hat wiederum die Aufgabe dem Kreis übertragen. Der hatte den Radweg ursprünglich für 650000 Euro auch bauen wollen. Der Anteil des Kreises über 162000 Euro stand sogar schon bereit, dann jedoch versagte das Land eine Förderung und das Projekt war am Ende. Die Begründung: keine Unfälle von Radfahrern, zu wenig Autoverkehr.

Schließlich fasste die Gemeinde einen Beschluss, den es zuvor noch nie gegeben hat: Sie wollte den Radweg in Sparversion auf eigene Kosten bauen. Statt mit einer Asphaltdecke sollte er aus dem sich selbst verdichtenden „Glensander“ hergestellt werden und nur noch 340000 Euro kosten. Mit den Grundeigentümern waren bereits Vorverträge geschlossen worden, die Gemeinde hatte sich bereit erklärt, die Pflege des Weges zu übernehmen. Doch auch dieser Vorstoß brachte keinen Erfolg.

„Der neue Radwegebeirat war froh, nicht entscheiden zu müssen. Vor einer Woche war der Antrag dann im Kreisumweltausschuss. Beim Lesen der Vorlage hatte ich noch Hoffnung. Darüber, wie der Antrag dann in den Ausschuss eingebracht wurde, war ich erschüttert“, sagte Bernd Sulimma. Zwar hat der Ausschussvorsitzende Arne Hansen zwischenzeitlich mitgeteilt, die Verwaltung solle alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen und das Land in die Pflicht nehmen, Weede jedoch ist skeptisch.

„Wir haben 25 Kinder im Dorf. Von ihnen steigt keines aufs Fahrrad, weil es viel zu gefährlich ist“, bedauert Otto Westphal. Seine Frau Annegret ist nicht gut zu Fuß, aber das Fahrradfahren tut ihr gut. Doch immer fährt die Angst mit, dass auf der schmalen Straße ein Unfall passiert. „Gerade auf der Strecke hat es schon Tote gegeben, weil die Autofahrer zu schnell unterwegs sind“, sagt Annegret Westphal.

Für die Gemeinde ist der Radweg jedoch nicht das einzige Projekt mit düsteren Aussichten. „Auch beim Sportlerheim sinken meine Hoffnungen auf Zuschüsse. Ohne die geht es jedoch überhaupt nicht. Das ist für uns viel zu teuer“, so Gretel Jürgens. Schon allein der Förderantrag bereite wegen seiner hohen Anforderungen Probleme. Neuer Termin für die Antragsabgabe ist jetzt der 1. Oktober.

Bedarfsgerechte Befeuerung für den Windpark kommt

Passivradar , wie es im städtebaulichen Vertrag für den Windpark Neuengörs-Weede forciert wird, aber immer noch ohne Zulassung ist, oder doch besser Aktivradar, für das es bereits eine Genehmigung gibt? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, hatte Windpark-Betreiber Volker Schuldt mit Frank Christiansen von der Firma Parasol und Fabio Lenzner von der Firma Airspex zwei Vertreter der unterschiedlichen Systeme nach Weede geholt, um den Gemeindevertretern von Weede und Neuengörs Rede und Antwort für eine bedarfsgerechte Befeuerung zu stehen. Die Vorträge waren lang, doch eine Entscheidung konnte niemand treffen. „Das ist eine unternehmerische Entscheidung“, brachte es Weedes stellvertretender Bürgermeister Bernd Sulimma auf den Punkt. Drei der geplanten Windkraftanlagen sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen, drei weitere erst im nächsten Jahr.

Bestätigt wurden in der Sitzung Bernhard Laß als stellvertretender Gemeindewehrführer und Nico Stoll als stellvertretender Ortswehrführer von Weede. Zwei neue Tore sollen die Kinderspielplätze in Steinbek und Söhren erhalten. In Auftrag gegeben wurden außerdem die Malerarbeiten im Wasserwerk. pd

 Petra Dreu

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