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Segeberg Seit dem TV-Duell bearbeiten die Ämter Hunderte Briefwahlanträge
Lokales Segeberg Seit dem TV-Duell bearbeiten die Ämter Hunderte Briefwahlanträge
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02:15 05.09.2013
Hartmut Gieske verschickt Wahlunterlagen kartonweise. Quelle: Foto: Dreu

Im Wahlamt bei Hartmut Gieske in der Bad Segeberger Stadtverwaltung herrscht Hochbetrieb. Seit der Ausstrahlung des TV-Duells zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem Herausforderer Peer Steinbrück scheinen viele Bürger aufgewacht zu sein. Briefwahlunterlagen werden beantragt, teilweise persönlich abgeholt, einige wählen sogar gleich bei ihm. Die nötige Wahlkabine und die Urne sind bereits aufgestellt. 13 814 Wahlberechtigungskarten hatte Hartmut Gieske im vergangenen Monat verschickt. „Bereits am Montag gab es sehr viele Anträge auf Briefwahlunterlagen. Dienstag war es noch schlimmer“, erzählt der Sachgebietsleiter. Sein Eindruck: „Es war, als hätten die Leute am Sonntag entschieden, wen sie wählen wollen. Den Beschluss wollten sie dann so schnell wie möglich umsetzen“, glaubt Gieske, der täglich mindestens einen Karton voller Umschläge mit Unterlagen an die Briefwähler verschickt.

Vorrang haben die Unterlagen, die ins Ausland geschickt werden müssen. USA, Dänemark, Spanien, Schweiz, Belgien und Griechenland hatte Hartmut Gieske bereits als Zielorte auf seinem Tisch. „Ein Paar war hier, das am Wahltag in Hongkong sein wird. Sie haben aber direkt hier im Büro gewählt.“ Wahlzettel und die Urne stehen bereit. Die Urne darf aber erst am 22. September, dem Tag der Bundestagswahl, um 18 Uhr geöffnet werden, betont Gieske.

Inzwischen haben sich mehr als 500 Briefwähler bei Gieske gemeldet. „Bis zum Wahltag rechne ich mit wenigstens 1000“, sagt er, der mit seinen „Kunden“ gern Späße macht. Mit den gültigen Stimmen nimmt er es aber sehr ernst. Wer die Vorgaben für die Briefwahl nicht einhält, der hat Pech gehabt und die Stimme wandert auf den Stapel der ungültigen. So geht die Briefwahl richtig: Erst- und Zweitstimme mit zwei Kreuzen auf dem Stimmzettel markieren und diesen in den blauen Umschlag stecken. Dieser gehört gemeinsam mit dem Wahlschein in den roten Umschlag — und nicht anders herum.

Auch im Amt Trave-Land hat die Zahl der beantragten Briefwahlunterlagen nach dem TV-Duell zugenommen. „Ob es nun genau daran gelegen hat, weiß ich nicht. Bei uns sind die Wahlbenachrichtigungskarten in der letzten Woche zugestellt worden. Dass sie dann eine Woche später zurückkommen, ist ganz normal“, sagte Angelika Saalfeld. Allein am Dienstag hatte sie 140 Briefwahlunterlagen eingetütet. Bei den 15 600 Wahlberechtigten im Amt geht sie von 1000 Briefwählern aus.

Ähnlich hoch ist die Quote im Amt Bornhöved mit 8500 Wahlberechtigten. Mehr als 300 Unterlagen hat Sachbearbeiter Tim Andresen bereits verschickt. 500 könnten es bis zum Wahltag werden. In Wahlstedt tütet derzeit Gabriele Bünn fleißig die Briefwahlunterlagen ein. Bei den 7361 Wahlberechtigten geht sie von 400 bis 500 Briefwählern aus.

Petra Dreu

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