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Segeberg Selbsthilfegruppe der Schmerzliga geplant
Lokales Segeberg Selbsthilfegruppe der Schmerzliga geplant
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21:21 05.03.2018
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Wahlstedt

„Du gehst erstmal zum Arzt, probierst alles aus, wirst zum Orthopäden geschickt, kriegst Schmerzpillen verschrieben. Manchmal dauert es Jahre, bis dir geholfen werden kann, manchmal wird gar nicht geholfen“, sagt Irene Pakulla. Die 58-Jährige ist Schmerzpatientin und sie ist Frührentnerin. „Es gibt Ärzte, die kein Verständnis für Schmerzen haben“, sagt sie. In ihrer eigenen Odyssee habe die Schmerzliga geholfen. Mit ganz praktischer Unterstützung, mit Tipps und Gesprächen.

Irene Pakulla engagiert sich in der Schmerzliga. Quelle: Foto: Hiltrop

Diese Hilfe zur Selbsthilfe sei ein guter Weg, sagt sie – „ein besserer, als immer nur Tabletten einzuwerfen“. Darum engagiert sie sich selbst, ist ehrenamtlich für die Deutsche Schmerzliga unterwegs, hat die Selbsthilfegruppe in Bad Segeberg mitgegründet. Dort kommen bis zu 14 Betroffene jeden zweiten Montag ab 18 Uhr in der Jugendakademie zusammen.

„Wir wissen, wie schwierig es ist, eine adäquate und multimodale Behandlung zu bekommen.“ Grit Albrecht und Siegfried Petersen-Lund halten mit Irene Pakulla zusammen die die Gruppe „am Laufen“. „Wir bemitleiden uns nicht gegenseitig, sondern unterstützen uns“, betont sie und schickt sich nun an, so ein Angebot auch in Wahlstedt zu etablieren. „Ich hatte ein paar Anfragen und habe nun die Zusage, dass wir in der Begegnungsstätte zusammenkommen können.“

Eine Veranstaltung soll den Auftakt machen, um Betroffene zusammen zu bringen: Für Montag, 16. April, konnte Dr. Susanne Pesalla, Oberärztin und Schmerzmedizinerin der Schön Kliniken, für einen Vortrag (18 Uhr) zum Thema Schmerzen und Depressionen gewonnen werden. Der Eintritt ist kostenlos.

Ab Mai soll es schließlich immer am letzten Montag im Monat ein Treffen der neuen Selbsthilfegruppe der Schmerzliga in der Wahlstedter Begegnungsstätte (Waldstraße 1) um 18 Uhr geben. „Es geht nicht darum Menschen anzusprechen, die sich nur berieseln lassen, sondern vor allem solche, die sich auch einbringen wollen“, sagt Irene Pakulla.

hil

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