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Segeberg Seniorenbeirat sucht junge Mitstreiter ab 60 Jahren
Lokales Segeberg Seniorenbeirat sucht junge Mitstreiter ab 60 Jahren
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22:19 09.09.2013
Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Seniorenbeirat der Stadt Bad Segeberg, der am 7. November neu gewählt wird.

Die Kommunalwahl liegt bereits hinter uns, auch die Bundestagswahl am 22. September geht in die heiße Endphase. Kaum wird das Wahlkampfgetöse der politischen Parteien verklungen sein, steht zumindest in Bad Segeberg die nächste Wahl an: Am 7. November wählen Bad Segebergs Einwohner ab 60 Jahren den nächsten Seniorenbeirat.

Theoretisch könnte dort auch Dieter Schönfeld mitmachen, wenn er denn wollte. Denn anders als seine Vorgänger, die entweder zu jung waren, oder, wie Hans-Joachim Hampel, nicht in Bad Segeberg wohnten, erfüllt Dieter Schönfeld alle Voraussetzungen: Er wohnt viel länger als die geforderten sechs Monate in Bad Segeberg und die magische Grenze von 60 Jahren hat er auch schon überschritten.

„Jetzt dürften sie auch, wenn sie wollten“, hatte Karin Am Wege, Vorsitzende des Seniorenbeirates, ihm bereits angeboten. Aber: Dieter Schönfeld will noch nicht. Dafür aber rührt er jetzt kräftig die Werbetrommel für die Wahl des Seniorenbeirates und er hofft auf viele Bewerber, damit die Wahl eine echte Wahl wird.

Die Zahl derer, die als Kandidaten für den Seniorenbeirat infrage kommen könnten, ist groß. Immerhin sind derzeit 5128 Bürger über 60 Jahre alt. Sie stellen damit ein Drittel der Bad Segeberger Einwohnerschaft. Wählen können alle Senioren ab 60 Jahren, die seit mindestens drei Monaten in Bad Segeberg wohnen. Wer gewählt werden möchte, muss ebenfalls 60 Jahre alt sein und sechs Monaten in Bad Segeberg wohnen. Auch diejenigen, die dieses Jahr erst 60 Jahre alt werden, können theoretisch ihren Hut in den Ring werfen, um gemeinsam mit den anderen Seniorenvertretern mitzubestimmen, Anregungen zu geben, Veranstaltungen für Senioren zu organisieren und sich für deren Interessen einzusetzen.

„Der amtierende Seniorenbeirat hat hervorragende Arbeit geleistet und hat der Stadt gut getan“, sagte Dieter Schönfeld. Er ziehe den Hut vor dem Engagement der Seniorenvertreter — vor allem deshalb, weil sie die Post dazu bewegen konnten, einen Briefkasten vom Radweg an der Trave an die Mühle zu versetzen. „Das ist wirklich bemerkenswert“, so der Bürgermeister. Nicht nur die Versetzung des Postkastens haben die elf Mitglieder des Seniorenbeirates erreicht, sondern vieles mehr. „Wir erledigen Sachen, auf die kommt man gar nicht“, erzählt Karin Am Wege, bislang Vorsitzende des Seniorenbeirates. Sie und die anderen treffen sich reihum jeden Mittwoch von 10 bis 11 Uhr zu den Sprechstunden des Beirates im Rathaus. Weil es aber allen viel Spaß macht, schauen auch die anderen Beiratsmitglieder immer mal vorbei.

In seinem Wirken lege der Seniorenbeirat viel Wert auf die politische Arbeit. Die Mitglieder hatten ihr Ohr immer dort, wo die Weichen gestellt würden: in den Ausschüssen. Diese und die Stadtvertretung waren feste Termine bei den Mitgliedern des Seniorenbeirates, die als „WC-Kämpfer“ (Einsatz für öffentliche Toiletten) in die Geschichte der Stadt eingehen werden. „Immer wenn wir irgendwo hineinkamen, hieß es: ,Ach, da ist ja die Toiletten-Fraktion“, so die Vorsitzende Karin Am Wege.

Die Bewerbungsfrist für den Seniorenbeirat endet am 26. September, 18 Uhr. Am 2. Oktober, 14 Uhr, stellen sich die Bewerber persönlich vor. Danach werden die Briefwahlunterlagen versandt.

Ausgezählt werden diese am 7. November, 18 Uhr.

Petra Dreu

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