Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Sie „kieken rin“ und kümmern sich
Lokales Segeberg Sie „kieken rin“ und kümmern sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:28 15.10.2016
Rinkieker und Kümmerer: Margrit Peschel, Anke-Lisa Jacobi, Renate Wulf, Koordinatorin Ann-Kristin Matthaei (hinten, v.l.), Kristina Manke, Barbara Wilfert, Susan Buchholz und Astrid Hamann (vorn, v.l.). Quelle: nam

Der demografische Wandel ist nicht aufzuhalten: Auf immer mehr ältere Menschen kommen immer weniger junge Leute. „Genrationenübergreifendes Wohnen wie früher ist nicht mehr so gegenwärtig, gerade im ländlichen Raum“, sagt Ann-Kristin Matthaei vom Pflegestützpunkt. Dabei steigt das Risiko, dass ältere Menschen vereinsamen. Um hier vorzubeugen, werden im Amt Bornhöved ehrenamtliche Rinkieker und Kümmerer gesucht. Die ersten haben ihre Arbeit aufgenommen.

Anke-Lisa Jacobi aus Bornhöved ist eine „Rinkiekerin“ und kümmert sich um zwei Senioren. „Wir gehen zusammen zu Veranstaltungen“, sagt sie. Zuletzt zum Beispiel bei einer Tucholsky-Rezitation in Trappenkamp. Da käme die ältere Dame allein nicht hin. Aber auch für sie sei das eine feine Sache. Es sei ein freundschaftliches Verhältnis entstanden. Etwa ein bis zwei Mal die Woche treffe man sich.

Wie viel Zeit ein Rinkieker aufbringen kann, entscheidet er für sich selbst, sagt Matthaei, die das Projekt im Amtsbereich koordiniert und weitere Rinkieker sucht, insbesondere für Trappenkamp. In Bornhöved gibt es bereits fünf: Kristina Manke, Margrit Peschel, Renate Wulf, Astrid Hamann und Jacobi. Rinkieker gehen zu den Senioren nach Hause zum Klönen, zum Kaffeetrinken, Kartenspielen, vielleicht hilft der Rinkieker beim Äpfel sammeln im Garten. Es geht um ganz alltägliche Sachen, sagt Matthaei. „Nicht jeder Besuch muss zu einem Abenteuer werden.“ Mit großem Unterhaltungsprogramm.

Im Gegensatz zu den Rinkiekern in den größeren Gemeinden werden für die kleinen Orte Kümmerer gesucht. Sie sind im Dorf bekannte Personen, die Ansprechpartner für die älteren Bewohner sein sollen.

Eine Person, die jeden und jeder kennt. „Der Kümmerer vermittelt lokale Hilfsangebote“, erklärt Matthaei. Er weist zum Beispiel auf Fahrgemeinschaften zum Einkaufen hin, wenn der Betroffene kein Auto hat. Oder weiß von einem Supermarkt, der auch nach Hause liefert. Hausbesuche wie der Rinkieker macht der Kümmerer nicht.

Für Schmalensee ist Susan Buchholz eine „Kümmerin“, in Tarbek hat sich Barbara Wilfert bereiterklärt. Beide sind in ihren Dörfern verankert und stellen sich derzeit überall als „Kümmerin“ vor. „Zwei Drittel wissen jetzt Bescheid“, sagt Wilfert. Größere Anfragen hat es bisher noch nicht gegeben.

Noch nicht in allen Amtsgemeinden gibt es bisher Kümmerer, sagt Matthaei. Wer Kümmerer oder Rinkieker werden möchte oder jemanden sucht, der regelmäßig vorbeischaut, meldet sich bei Matthaei unter ☎ 04323/80544713 (mittwochs) oder 040/52883830.

nam

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Während der 15. Schulkinowoche vom 21. bis zum 25. November hat das Kinocenter Cineplanet 5 in Bad Segeberg noch freie Plätze. Das Kino zeigt zehn Filme in 19 Vorstellungen.

15.10.2016

Die Wahlstedterin Melanie Bernstein wird zur Bundestagswahl im nächsten Jahr für die CDU antreten.

15.10.2016

Zum nächsten Frühstücks-Treffen der offenen Frauengruppe in Trappenkamp lädt Leiterin Traute Musyal zu Montag, 17. Oktober, ins Bürgerhaus ein.

15.10.2016
Anzeige