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Segeberg Sie sorgen für die unbeschwerte Fußball-Show
Lokales Segeberg Sie sorgen für die unbeschwerte Fußball-Show
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18:22 22.06.2016

Das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Nordirland am Dienstag war das erste frühe und gleichzeitig letzte Vorrundenspiel von Jogis Jungs. Bei strahlendem Sonnenschein erlebten rund 6000 Zuschauer in der Möbel-Kraft-Arena ein Fußballfest, auch wenn die Torausbeute der DFB-Elf zu wünschen übrig ließ.

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6000 Besucher verfolgten das Spiel bei Möbel Kraft.

Während die einen feiern und gebannt auf die LED-Wand starren, sorgen viele andere dafür, dass der Ball auch in Segebergs Arena läuft. Ob Würstchen-, Bier- oder Cocktailverkäufer, Koordinatoren, Rettungsassistenten, Polizisten, Sicherheitsleute oder Techniker: Ohne sie würde es das im Norden größte Public Viewing unter freiem Himmel nicht geben. Die Lübecker Nachrichten haben nachgeschaut, was sie tun, während die anderen Tore der deutschen Mannschaft bejubeln. Alles bleibt friedlich in der Möbel-Kraft-Arena, auch für die 20 Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes halten sich am Dienstag die Einsätze in Grenzen, obwohl die Pritschen im Zelt teilweise gut belegt sind. Für die Wetterlage aber sei alles im grünen Bereich, ist von der DRK-Bereitschaft zu hören.

Es gibt kleinere Blessuren, Kreislaufschwächen und einige Besucher haben auch einen über den Durst getrunken. Einem jungen Mann aus Syrien wird zum Verhängnis, dass er zu wenig getrunken hat. „Es ist Ramadan. Dann trinken und essen wir am Tag nicht“, gibt sein Freund, der vor dem Zelt wartet, einen wichtigen Hinweis an die DRK-Mitarbeiter, die beide Jugendlichen aber trotzdem nicht zu einem Glas Wasser überreden können.

Texte und Fotos: Petra Dreu

Doppelrolle für Radiomoderator

Die Minuten waren gezählt, in denen Radiomoderator Volker Mittmann am Dienstag selbst das Spiel der deutschen Mannschaft auf der LED-Wand verfolgen konnte. Der Fußballfan hatte nämlich kaum Zeit, eine ruhige Kugel zu schieben. Er brachte die Zuschauer in Stimmung und animierte sie zu Jubelszenen nach dem ersten und einzigen Treffer der Nationalelf. Nebenbei versorgte er seinen Radiosender mit O-Tönen aus dem Publikum.

Die Herren der Technik

Während die Masse der Fußballfans das Spiel auf der 40 Quadratmeter großen LED-Wand verfolgt, sorgen Thomas Beth und Jacob Sudau in einem kleinen Blechcontainer neben der Bühne dafür, dass alles läuft. Thomas Beth (links) ist für Licht und Ton zuständig, Jacob Sudau (rechts) sorgt dafür, dass Schweinsteiger & Co. in den richtigen Farben auf der LED-Wand erscheinen. So lange alles ist, wie es sein soll, können die beiden Techniker, zu denen sich Janne Beth gesellt hat, in einem Blechcontainer neben der Bühne selbst das Spiel verfolgen. Sobald es aber technische Probleme geben sollte, ist für sie Schluss mit der Ruhe. Denn nichts ist schlimmer, als wenn 6000 Fans vor einer schwarzen LED-Wand stehen.

Ruhiges Spiel für die Polizei

Bis auf 13 Platzverweise hatte die Polizei keine größeren Vorkommnisse zu verzeichnen. „Alles ruhig“, sagte Uwe Pawlowski (rechts), der mit seinem Kollegen Thorn Möck die Einsatzsituation bei Möbel Kraft erörterte. Ein Teil der Polizeibeamten hatte sich auf der Tribüne positioniert und von dort den besten Überblick über die rund 6000 Zuschauer, die das Spiel der Deutschen gegen Nordirland friedlich verfolgten.

Ohne „Georgie“ geht nichts

Georg „Georgie“ Schneider ist der wichtigste Mann auf dem Platz. Bereits 2006 zur Weltmeisterschaft in Deutschland ließ er das Sommermärchen auch in Bad Segeberg wahr werden. Seitdem geht kein Public Viewing und kein Oktoberfest bei Möbel Kraft mehr ohne ihn über die Bühne. „Georgie“ ist morgens der Erste auf dem Gelände und abends der Letzte. Er ist Ansprechpartner für die Polizei, den Sicherheitsdienst und die Service-Mitarbeiter. Geht etwas kaputt, zu 99,9 Prozent repariert er den Schaden selbst.

Sicherheit auf der ganzen Linie

Vielseitig sind die Sicherheitsleute von Mebo im Einsatz. Sie kontrollieren an den Eingängen Rucksäcke und Taschen, konfiszieren Pfeffersprays und alles andere, was mit viel Fantasie als Schlaggerät genutzt werden könnte. Sie können jedoch noch mehr: Dieser Sicherheitsmann packte mit starken Armen zu, als ein 16-jähriger Syrer mit Kreislaufproblemen hinter der Absperrung zusammengesackt war.

Beherzt hievte er den jungen Mann über das Gitter und trug ihn schnurstracks zum DRK-Zelt, wo er weiter versorgt wurde.

Die Grillmeister sorgen vor

Während des Spiels ist es auch im Gastrobereich etwas ruhiger. Doch kaum ertönt der Halbzeitpfiff, geht es rund am Grillstand. Noch während der letzten Spielminuten haben Ole Käbel (links) und Sebastian Giese, Gastro-Chef aller sieben Möbel-Kraft-Standorte, vorgesorgt, damit die Thüringer- und Schinkengriller zur Pause fertig sind. 3000 bis 4000 Würstchen verkaufen die Mitarbeiter pro Spiel an die hungrigen Fußballfans.

LN

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