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Segeberg Siebter Saal und gläserner Glanz fürs Bad Segeberger Kinocenter
Lokales Segeberg Siebter Saal und gläserner Glanz fürs Bad Segeberger Kinocenter
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12:02 15.04.2016
Kinobetreiber Frank Häfner mit den Erweiterungsplänen: Cine Planet 5 wird zu Cine Planet 7. Quelle: Fotos: Kullack
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Bad Segeberg

Eine viereinhalb Meter hohe Glasfront, die sich 23 Meter lang über Eck zieht und hinter der man im neuen, 200 Quadratmeter großen Foyer sitzt. Ein neuer Kinosaal, der dann siebte, der Platz für 70 bis 80 Zuschauer bietet. Ein neuer, acht Meter langer Tresen, der direkt von hinten von einer Küche mit Leckereien versorgt werden kann: Im Bad Segeberger Kino, dem „Cine Planet 5“, tun sich große Dinge. Das Betreiber-Ehepaar Ute und Frank Häfner rüsten gewaltig um 400 Quadratmeter auf.

Das Betreiber-Ehepaar Ute und Frank Häfner hat Großes vor: Der Umbau auf dem Gelände der ehemaligen Schlachterei Broers umfasst 400 Quadratmeter.

„Das muss schon sein, um mit der Konkurrenz in den Großstädten wie Cinestar, Cinemax oder Cineplex mithalten zu können“, sagt Frank Häfner. Schließlich seien von Bad Bramstedt über Reinfeld bis Bad Oldesloe alle kleineren Kinos mittlerweile kaputtgegangen: „Und das bei einer 23 000-Einwohner-Stadt wie Bad Oldesloe.“

Das „Cine Planet 5“ — der eigentlich schon jetzt Cine Planet 6 und wegen des neuen Saals bald Cine Planet 7 heißen müsste — hat aber die letzten Jahrzehnte ohne große Durststrecke überstanden. In den 90ern, als in Lübeck die Stadthalle umgebaut wurde, blieb zwar ein ganzer Haufen Segeberger eine Zeit lang weg, aber als die Häfners in neues Gestühl investiert hatten, kamen sie auch alle wieder. Frank Häfner: „Damals lief gerade ,Die Schöne und das Biest‘. Der Film war über Wochen ausverkauft.“

Begonnen hatte die Kino-Tradition bereits Großvater Wilhelm Rehder, der 1938 im heutigen Rehder-Haus am Markt das erste Bad Segeberger Kino betrieben hatte. Tochter Helma Fölster und ihr Mann bauten dann 1977 am heutigen Standort Kino 1 und 2.

„Den ganzen aufwendigen Umbau können wir nur machen, weil wir uns auf unser Segeberger Publikum verlassen können“, danken die Häfners den treuen Kinogängern. Die würden im Altersdurchschnitt aber auch nicht jünger — und auch dieser Tatsache wollen die Kinobetreiber bei den Umbauten Rechnung tragen. Das beginnt mit einer Rampe für Rollstuhlfahrer und endet damit, dass man mit dem neuen Foyer auch Möglichkeiten ins Auge fassen kann, wie etwa Direktübertragungen aus der Metropolitan Opera. „Das machen sonst die ganz großen Kinos“, sagt Ute Häfner. „Und so etwas muss in Echtzeit, mitten in der Nacht geschehen. Live, sonst ist es witzlos.“

Arm an Aktionen war das „Cine Planet 5“ auch bisher nicht — zu vielen Mottofilmen gab es besondere Aktionen und Ideen. Eine Zeit lang war Bundesliga-Fußball und waren die großen Turniere wie EM und WM sehr beliebt. „Aber seit Möbel Kraft seine Arena anbietet, hat das Interesse daran sehr nachgelassen.“ Mit dem neuen Kino, das bis November fertig sein soll, haben die Häfners nun alle Möglichkeiten.

Die Top 3 in Bad Segeberg

Drei Filme fallen Frank Häfner spontan ein, wenn er danach gefragt wird, welche Streifen in Bad Segeberg die ewige Hitliste anführen — auch wenn er darüber nicht ganz genau Buch geführt hat: „Die Schöne und das Biest“, „Titanic“ und „Star Wars“.

Sein eigener Lieblingsfilm, so Häfner, ist eindeutig „Forrest Gump“: Der Film mit Tom Hanks stecke so voller Weisheiten, Gottvertrauen und positiver Energie wie kein anderer, meint der

Kinochef.

Von Lothar Hermann Kullack

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