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Skateranlage: Eine Chance gibt es noch

Bad Segeberg Skateranlage: Eine Chance gibt es noch

Seit Jahren schon wird in Bad Segeberg für eine neue Skateranlage gekämpft. Ein Standort konnte bislang nicht gefunden werden. Die SPD bringt jetzt die Tennisplätze des TC Segeberg ins Spiel. Sollte das scheitern, ist das Projekt wohl tot.

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Das Tennisclub-Areal an der Marienstraße. Laut SPD werden drei Plätze nicht mehr benötigt. Hier könnte eine Skateranlage entstehen.

Quelle: Foto: Wilkening

Bad Segeberg. Seit Jahren schon wird in Bad Segeberg für eine neue Skateranlage gekämpft. Insbesondere die SPD wird nicht müde, Standort um Standort ins Gespräch zu bringen, die dann regelmäßig aus Lärmschutzgründen gutachterlich beerdigt werden. Zuletzt Standort Nummer 26, die Grünanlage an den Fischteichen. Jetzt gibt es eine neue – und aus Sicht der SPD wohl auch letzte – Idee, eine Anlage noch zu realisieren: auf drei Plätzen des Tennisclubs Segeberg (TC) in der Marienstraße.

LN-Bild

SPD bringt Tennisplätze des TC Segeberg ins Spiel – Sollte das scheitern, ist das Projekt wohl tot.

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Die SPD-Stadtvertreter Jens Lichte und Joachim Wilken-Kebeck sehen darin aber eine ideale Lösung. Denn zum einen handele es sich dort nicht um ein reines Wohn-, sondern ein Mischgebiet, zudem bespiele der Tennisclub ohnehin nicht mehr alle seine Plätze. Die Felder sechs, sieben und acht würden dem Verein nur noch laufende Kosten verursachen, aber kaum mehr genutzt werden. Durch einen Deal mit der Stadt aber auch Kosten sparen, so das Kalkül der Sozialdemokraten.

Der TC weist das zurück. „Für uns ist das überhaupt kein Thema, man hat auch nicht mit uns gesprochen“, sagt Frank Schreyer aus dem Vorstand. Es treffe nicht zu, dass Plätze nicht benötigt würden.

Auch die Plätze sechs, sieben und acht nutze der Verein aktiv.

Doch selbst wenn man sich mit den Tennisspielern irgendwann einigen könnte, gebe es noch eine andere Hürde: Derzeit müssen Skaterbahnen und andere Sportanlagen mindestens 250 Meter, nach demnächst in Kraft tretenden Bauvorschriften sogar 300 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt sein. „Das ist dort nicht der Fall. Aber wahrscheinlich wird man auch keinen anderen Ort in Bad Segeberg finden, der diese Voraussetzung erfüllt“, sagt Wilken-Kebeck. Es könne aber nicht im Sinne des Erfinders sein, einen Skaterpark weitab vom Schuss ohne jedwede soziale Kontrolle zu bauen.

Geringe Hoffnung verbinden die Genossen mit einem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) aus dem Jahr 2003. Im Fall einer Privatklage gegen einer Skateranlage in Baden-Württemberg hatte das BVG damals entschieden, dass die Sportanlagenlärmschutzverordnung, die auch von hiesigen Gutachtern stets angeführt worden war, auf die betreffende Anlage nicht anwendbar sei. Der Pferdefuß dabei:

Bei der beklagten Einrichtung handelte es sich um eine Skateranlage für Kinder bis 14 Jahre und geregelten Öffnungszeiten. Ob dieses Urteil daher überhaupt auf eine Skateranlage in Bad Segeberg übertragbar wäre, scheint zwar höchst zweifelhaft. Dennoch will die SPD auch diesen Strohhalm prüfen.

Lichte und Wilken-Kebeck machen aber deutlich, dass es wohl der letzte Vorstoß für den Bau einer Skateranlage werden dürfte. „Wenn das nicht klappt, werden wir uns eine Alternative überlegen“, kündigt Wilken-Kebeck an. Gemeinsam mit Jugendlichen gelte es dann herauszufinden, was statt Skaterpark in Bad Segeberg gemacht werden könne.

Ohnehin sei gar nicht mehr gesagt, dass eine Skateranlage auf dem Wunschzettel der Jugendlichen noch ganz oben stehe, betonen die Stadtvertreter. „Möglicherweise haben sich die Prioritäten inzwischen geändert“, räumt Lichte ein. Als die Anlage auf der Backofenwiese stand, hätten noch 50 bis 60 junge Leute in Bad Segeberg diesen Sport ausgeübt. Man müsse die Frage stellen, ob das immer noch so sei und ob die Politik mit der Skateranlage nicht an den eigentlichen Wünschen der Jugendlichen vorbei plane.

 Oliver Vogt

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