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Segeberg Skateranlage: Redete die Stadt mit den falschen Leuten?
Lokales Segeberg Skateranlage: Redete die Stadt mit den falschen Leuten?
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10:39 29.06.2017
Symbolbild. Quelle: fotolia
Bad Segeberg

Sind die Pläne für eine Skateranlage auf einem Tennisplatz an der Marienstraße auf Sand gebaut? Wie mehrfach berichtet, wird seit Monaten in der Politik über „Tennisplatz 8“ diskutiert, der nicht mehr für den Tennissport genutzt werden soll, dafür aber Jugendlichen als Skateranlage dienen könnte. Jetzt meldet sich mit Bernd Handrich ein Vorstandsmitglied des TC Bad Segeberg im Sozialausschuss zu Wort, der sich heftig darüber beschwerte, dass der Verein ja noch gar nicht gefragt worden sei, ob er das Gelände dafür zur Verfügung stelle. Bisher sei mit keinem Verantwortlichen über die Pläne gesprochen worden.

Dabei sollte vorgestern auch ein kostenträchtiges Lärmgutachten für den Platz in Auftrag gegeben werden, Voraussetzung für jede Skateranlagen-Planung. Ein Vorgutachten hatte für dieses Vorhaben schon grünes Licht signalisiert (die LN berichteten). Handrich: „Vorher sollte man doch abklären, ob auf unserem Gelände so etwas verwirklicht werden darf.“

Ausschussvorsitzender Jens Lichte (SPD) berichtete von Gesprächen mit Tennisclub-Vertretern schon im März bei einer Begehung auf den Gelände. Diese vermeintlichen Sprecher des Vereins seien nicht Mitglieder des Vorstands, schimpfte Handrich. „Ihre Gesprächspartner waren nicht vom Vorstand beauftragt oder geschickt worden.“ Er sprach von „impulsiven Mitgliedern“. Lichte versprach, dass man nicht am Vorstand vorbeiplanen werde. Es gehe hier um „Denkmodelle“ für eine Skateranlage, weil der „Platz 8“ nicht mehr benötigt werde.

Ralf Schaffer (BBS) kritisierte scharf, dass der Sozialausschuss nichts beschließen werde, wenn der Pächter, also der Tennisclub nicht einbezogen wurde. „Hier wird etwas mit ganz heißer Nadel gestrickt.“ Auch das Beachvolleyballfeld sei jetzt nicht mehr für eine Kletterhalle vorgesehen. Die Investorin habe nach seiner Kenntnis ihren Bauantrag bereits zurückgezogen. Uwe Rönnfeldt (SPD) stellte nun klar, dass man zunächst mit dem Vorstands des Tennisclubs sprechen werde, um alle Dinge zu klären. Auch Thomas Vorbeck (CDU) will zumindest bis zur Stadtvertretung ein klärendes Gespräch herbeiführen. Für ihn sei das Grundstück bei der Schule Am Burgfeld weiterhin noch ein potenzielles Gelände für eine Skateanlage. Die Schulkonferenz hatte vor Jahren dagegen gestimmt. Der Ausschuss will jetzt mit dem Tennisclub reden und trifft dabei – hoffentlich – auf die richtigen Gesprächspartner in Sachen Skateranlage.

 wgl

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