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Segeberg Skaterbahn, nächster Akt: Standort bei den Fischteichen?
Lokales Segeberg Skaterbahn, nächster Akt: Standort bei den Fischteichen?
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20:18 29.10.2016
2009 wurden die Skaterbahn auf der Backofenwiese abgebaut. Bisher ist die Stadt dem Versprechen zum Wiederaufbau nicht nachgekommen.

Wenn es für die Jugendlichen in der Stadt nicht so traurig wäre, könnte man es schon für einen schlechten Running Gag halten: Bad Segeberg und die Skaterbahn. In regelmäßigen Abständen fragen die jungen Leute in der Stadtvertretung nach, ob sie noch damit rechnen können, dass die abgebaute Anlage wieder aufgestellt wird – wie einst versprochen.

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Seit sieben Jahren wartet die Jugend in Bad Segeberg darauf, dass die Anlage wieder aufgestellt wird, doch jedes Mal gab es Bedenken – SPD bringt Prüf-Auftrag ein.

Die Kommunalpolitiker beteuern, die Jugend nicht vergessen zu haben, um dann die Widerstände aus der potenziellen Anwohnerschaft zu bedauern. Zwischendurch bringt eine Fraktion mal einen Antrag ein, der – zumindest bisher – nicht zum Ergebnis führt. Nun gibt es wieder einen Vorstoß. Dieses Mal von der SPD. Sie will einen möglichen Standort an den Fischteichen auf Eignung prüfen lassen.

Der Standortvorschlag kommt von den Jugendlichen selbst, entstanden im Projekt „Jugendgerechte Kommune“ bei einer Zukunftswerkstatt. In einer Präsentation sprachen die Jugendlichen gar von einem Outdoor-Park, sagt Jens Lichte (SPD). Vorhanden seien schon ein Beachvolleyballfeld, ein Bolzplatz, dazu ein Spielgelände. Die Jugendlichen hätten überzeugende Argumente geliefert, die Fraktion habe den Standort besichtigt und befunden: „Wenn die Jugendlichen endlich selbst tätig werden, statt nur in der Stadtvertretung aufzustehen, sollten wir das verfolgen“, so Lichte.

Bei der Zukunftswerkstatt hatten einige Jugendlichen beteuert, mit einer bescheidenen Anlage zufrieden zu sein: Eine Halfpipe, ein paar Rampen, das reiche. Dort störe man auch niemanden. Das allerdings hängt wohl vom Betrachter ab. Und beim Thema Skaterbahn gehen offenbar überall in Bad Segeberg sofort die Warnleuchten an. Seit 2009, als die Anlage auf der Backofenwiese abgebaut wurde, wurden an die 20 Alternativ-Standorte geprüft, schreibt Lichte auch im Antrag, der am Dienstag im Sozialausschuss beraten wird. Sie scheiterten meist an baurechtlichen Bedenken oder am Widerstand potenzieller Anlieger.

Auch das Areal an den Fischteichen war schon mal in Betracht gezogen worden, sagt Lichte. Damals sei die Option verworfen worden, weil die oberen Geschosse des benachbarten Hochhauses vom Lärm der Skater betroffen sein könnten. Auch aus der CDU waren kürzlich schon Bedenken geäußert worden.

Also alles schon wieder eine Luftnummer? Die geäußerten Bedenken seien damals nicht überprüft worden, argumentiert Lichte. Vielleicht sei es ja doch möglich. Die Skaterbahn stehe für die SPD an Platz eins in Bezug auf die Wünsche der Jugendlichen in der Stadt. Man müsse sich um ihre Einbindung kümmern, so Lichte, der im Projekt „Jugendgerechte Kommune“ engagiert ist. Überall gebe es Probleme junge Leute für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. „Weil sie sich nicht gehört fühlen“, sagt Lichte. Ob der vorgeschlagene Standort für die Skaterbahn zum Gegenbeweis taugt, wird sich zeigen müssen. Geklärt werden muss auch, ob die abgebauten Anlagenteile wiederverwendet werden können. Lichte: „Ich habe nicht viel Hoffnung.“ Man sei aber gerade auch in den Haushaltsberatungen für 2017 und wolle dabei die Jugendlichen nicht vergessen.

Der Sozialausschuss tagt am Dienstag, 1. November, 18.30 Uhr im Rathaus.

Nadine Materne

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