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Segeberg So bunt wird der Musik-Mai am Kalkberg
Lokales Segeberg So bunt wird der Musik-Mai am Kalkberg
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11:20 09.04.2017
Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß lässt sich von ihren Fans gern mal auf Händen tragen. Am 20. Mai ist die Band aus Bautzen am Kalkberg zu erleben. Quelle: Foto: Ove Arscholl
Bad Segeberg

Zuerst die guten alten Schlagerstars, die so manchen ihrer Fans durch das ganze Leben begleitet haben (6. Mai). Dann die Band aus Hannover, die in ihrem Namen Serien-Pferd Fury ins Schlachthaus schickte und die schon damals den „Lindenhof“ kräftig durchrockte (12. Mai). Einen Tag später und am Tag darauf spielen die falschen Seeräuber von Santiano im Kalkbergstadion, und am 20. Mai schließlich kommt erstmals Stefanie Kloß mit ihrer Gruppe Silbermond nach Bad Segeberg – das ist ein Musik-Frühling am Kalkberg, der sich nun wirklich sehen lassen kann. Und das Schönste ist: Für vier der fünf Konzertereignisse gibt es noch Karten. Nur das erste Santiano-Konzert ist bisher ausverkauft.

Santiano, Silbermond und Co.: Fünf Konzerte an drei Wochenenden.

Tickets

Karten für die Konzerte in der Kalkberg-Arena gibt es im Internet unter www.eventim.de sowie in der gemeinsamen Geschäftsstelle von Lübecker Nachrichten und Basses Blatt in Bad Segeberg in der Kurhausstraße 14. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr.

Die Schlagernacht ist nicht allein mit so bekannten Bühnengrößen der 70er bis 80er wie Marianne Rosenberg, Bernhard Brink und Mary Roos bestückt. Unter den insgesamt zwölf Künstlern findet sich auch die Stimmungs-Band „De Höhner“ und Peter Schilling („Major Tom“), einst eines der Glanzlichter der Neuen Deutschen Welle (NDW), die nun in der Tat alles andere als neu ist . . . aber zurzeit gerade wiederentdeckt wird (18 Uhr, Karten ab 50,85 Euro).

Als sie im legendären, inzwischen längst abgerissenen „Lindenhof“ spielten (der einen kurzen Steinwurf vom Kalkberg entfernt stand), da waren sie noch keine europaweit bekannte Band, die man mit ihren englischsprachigen Titeln selbst in den USA hörte: Fury in the Slaughterhouse („Time to wonder“, „Radio Orchid“) lösten sich 2008 nach mehr als vier Millionen verkauften Platten auf. Doch 2010 waren sie wieder hier, im Antikschuppen nämlich, wo die Brüder Kai und Thorsten als „The Wingenfelders“ auftraten. Das und ähnliche Auftritte müssen ihnen so viel Spaß gemacht haben, dass sie zum 30-jährigen Bandjubiläum auch die noch verbleibenden vier Musiker um sich scharen und zu einer großen Tournee ausholen. Der dreitägige Auftakt in Hannover war in zwei Tagen ausverkauft – für den Segeberger Auftritt am 12. Mai (19.30 Uhr) gibt es ab 43,35 Euro noch Karten.

Die Fury-Tontechniker und Roadies müssen rasend schnell abbauen (vielleicht teilt man sich aus praktischen Erwägungen auch dieselbe Anlage), denn bereits einen Tag später, am 13. Mai, ziehen die Santianos von der Küste an den Kalkfelsen. Das Konzert am 13. Mai ist ausverkauft, doch einen Tag später (18 Uhr) gibt es ein zweites. Die zusammengecastete Band hat zwar auch ihre Gegner, die vor allem kritisieren, dass da vieles zusammengerührt wird, das überhaupt nicht zusammengehört. Doch das Flensburger Quintett ist ein Stimmungsgarant, und als Santiano vor einem Jahr am Kalkberg spielte, war das Stadion voll, die Menschen waren begeistert. Die große „Schüssel“ an zwei Tagen aufeinander zu füllen, muss man auch erst einmal schaffen. Zuletzt gelang das Peter Maffay (Karten ab 47,80).

Als Zugabe, kurz bevor Winnetou für die Proben in die Arena einreitet, ist dort am 20. Mai (19 Uhr) erstmals Silbermond live zu hören und zu sehen. Sängerin und Frontfrau Stefanie Kloß und ihre Band präsentieren bis September in zwölf Konzerten die Titel ihres Albums „Leichtes Gepäck“ – guter, gerader Rock-Pop mit deutschen Texten (Karten ab 38,25 Euro). Und wer die Band aus Bautzen, die 2004 mit „Symphonie“ den großen Durchbruch schaffte, schon mal in einer Live-Show erlebt hat, weiß, dass Stefanie Kloß sich gern von ihren Fans buchstäblich auf Händen tragen lässt. Ob sie auch am Kalkberg zum Stage-Diving in der Menge abtaucht?

 Lothar Hermann Kullack

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