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Segeberg So kennzeichnet Hof Spahr jetzt seine zugekauften Eier
Lokales Segeberg So kennzeichnet Hof Spahr jetzt seine zugekauften Eier
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20:37 24.08.2017
Das Etikett (Muster) verweist auf Fremd-Eier bei Hof Spahr. Quelle: Foto: Privat
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Fahrenkrug

Wie berichtet, hatte der Anbieter aus Fahrenkrug, dessen Eier auch in Supermärkten angeboten werden, verschimmelte Eier in Edeka-Märkte geliefert. Die Eier stammten aber nicht vom eigenen Traditions-Hof, sondern von einem Großhändler aus Niedersachsen. Die Bio-Eier waren zugekauft worden. Die Regelung, bei Engpässen in eigenen Ställen von anderen Händlern und Höfen Eier anzukaufen und unter dem eigenen Label zu vermarkten, ist legal und gesetzlich erlaubt. Nun stößt diese durch den Schimmeleier-Vorfall bekanntgewordene Praxis bei Kunden auf großen Protest.

Jetzt setzt Hof Spahr auf mehr Transparenz: „Wir hoffen, dass wir auch die Lebensmittelmärkte von diesem Konzept überzeugen können und vielleicht sogar andere Produzenten unserem Beispiel folgen werden.“ Die neue Kennzeichnung funktioniert danach folgendermaßen: Bereits seit gestern werde jede einzelne Schachtel, falls sie zugekaufte Eier enthalte, mit einem Etikett versehen, das direkt auf dem Deckel den Ursprungsbetrieb deutlich kennzeichnet. „Wir haben das Etikett so groß gestaltet wie es uns zurzeit technisch möglich ist, damit es nicht übersehen werden kann und zweifelsfrei erkennbar ist, woher die Eier stammen“, teilt Familie Spahr mit. Die Kennzeichnung ermögliche es dem Kunden, zugekaufte Eier auf einen Blick zu erkennen. „Falls wir Bio-Eier zukaufen müssen, können die Kunden dann selbst entscheiden, ob sie beispielsweise anstelle von Bio-Eiern vielleicht lieber Freilandeier kaufen möchten, die dafür tatsächlich von unserem Hof stammen oder eben lieber Bio-Eier von einem anderen Landwirt“, teilte die Familie weiter mit.

Nicolai Wree, Geschäftsführer des Geflügelwirtschaftsverbandes, kündigte an, dass auch sein Verband beraten werde, „was wir tun können, damit der Verbraucher glücklicher ist“. Denkbar wäre es auch, eine Liste mit Betrieben, mit denen man zusammenarbeitet, mit den Ei-Kennziffern auf der Homepage des jeweiligen Unternehmens zu veröffentlichen. Wree könne es nachvollziehen, dass der Verbraucher jetzt „irritiert“ sei und „darüber eine Diskussion entbrannt ist“. „Wir werden mit dem Verband über die Situation sprechen, aber wir machen jetzt keinen Schnellschuss.“ Wenn die Betriebe Handlungsbedarf sehen, könne man im Verband über Maßnahmen diskutieren.

 wgl

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