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Segeberg So wird Wahlstedts neue Kirchen-Kita
Lokales Segeberg So wird Wahlstedts neue Kirchen-Kita
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20:10 28.07.2018
Der Siegerentwurf aus dem Architektenwettbewerb: Anja Ruge (l.) und Pastorin Brigitte Scheel präsentieren das Modell des Büros Steinwender aus Heide. Quelle: Fotos: Hiltrop
Wahlstedt

„Wir stehen noch ganz am Anfang, das war ja erstmal der Architektenwettbewerb und die Zustimmung im Hauptausschuss, jetzt geht die Arbeit erst richtig los“, macht Pastorin Brigitte Scheel deutlich, dass es noch um die zwei Jahre dauern wird, bis Jungen, Mädchen und Pädagogen die neue Kita an der Kronsheider beziehen können. Doch die Freude darüber, dass der Altbau absehbar Geschichte sein wird, ist sowohl bei Eltern als auch Mitarbeitern groß.

Das mehrstufige, dreiteilige Gebäude fügt sich gut in die Umgebung – und es hat Ausbaupotential: Die neue Kindertagesstätte der evangelischen Kirchengemeinde Wahlstedt nimmt Gestalt an. Details und B-Plan müssen noch geändert werden. 2019 soll im laufenden Betrieb gebaut werden.

Bereits Anfang 2016 war klar: Im Keller des alten Okal-Gebäudes wuchert der Schimmelpilz. Noch schlimmer wog, dass die Kita – wie die bereits abgerissene Kita an der Kirche – mit Schadstoffen belastet ist. Die setzen sich unter anderem als üble Gerüche in der Kleidung fest. Besonders fiel der über dem Normalwert liegende Formaldehyd-Wert im Kita-Büro auf. Es wurde dicht gemacht. Ein strenger Lüftungsplan minimiert seither überdurchschnittliche Luftbelastungen in der Kita. Eltern bestätigen die Abnahme des Gestanks. Doch als ein auf Okalhäuser spezialisierter Gutachter Sanierungskosten in Höhe von 800000 Euro veranschlagte, ohne dass es dafür eine Garantie auf Besserung gegeben hätte, entschied der Kirchengemeinderat sich für einen Neubau.

Ein erstes Grobkonzept für das Projekt wurde 2017 jedoch in der Politik sehr konträr diskutiert. Manche störten sich an der Mehrgeschossigkeit, andere am Standort. So zerplatzte die vorsichtige Hoffnung im Kirchenvorstand, vielleicht schon 2018 mit dem Bau beginnen zu können.

Der Architektenwettbewerb für das neue Gebäude wurde dennoch angeschoben. Fünf Bewerber habe es gegeben, so Anja Ruge aus dem Kirchenvorstand. Zwei Entwürfe seien gar nicht erst in Frage gekommen.

Aus den drei anderen habe man sich am Ende für den Entwurf des Heider Architektenbüros Steinwender entschieden.

Die Herausforderung habe in den beengten Grundstücksverhältnissen bestanden, heißt es dort. Es sollte ein Ensemble entstehen, „das den städtebaulichen Rahmen nicht sprengt“. So haben die Architekten eine „gefaltete Dachlandschaft“ entwickelt, die sich von Osten nach Westen auf zwei Geschosse erhebt. Durch die Bauweise werde zudem ein höherer Energiestandard erreicht. Die Pläne sehen außerdem einen Weg entlang der nördlichen Grundstücksgrenze bis zu den Parkplätzen vor, über den das Gebäude von Osten her erschlossen wird. Südlich dieser Haupt-Erschließungsachse soll auf der Fläche des Bestandsgebäudes später eine Spiellandschaft aus Hügeln, Hecken und Palisaden entstehen. „Er fügt sich sehr gut in die Umgebung ein, das ist sehr harmonisch“, sind sich Scheel und Ruge einig.

Erstaunlicherweise gab es trotz der teilweisen Zweigeschossigkeit auch keine Bedenken mehr aus der Politik. Der Hauptausschuss habe die B-Plan-Änderung einstimmig befürwortet, so Ruge.

Entstehen wird die neue Kita auf dem Teil des Geländes, der jetzt noch Außenspielbereich ist. Darum sei der Neubau während des laufenden Kitabetriebes möglich. Die Kirchengemeinde hat sich bereits mit der Nachbarschaft, den Segeberger Wohn- und Werkstätten, beratschlagt. Während der Bauphase können die Kinder die dortigen Außenanlagen zum Spielen nutzen.

Alle drei geplanten Gruppenräume sind nach Süden und zu den Grünflächen ausgerichtet. Ebenso wie der Speiseraum befinden sie sich im Erdgeschoss. Eltern- und Personalbereiche sowie ein Bewegungsraum sind derzeit im Obergeschoss vorgesehen. Große Dachfenster sollen für viel Licht sorgen. „Noch sind wir wirklich ganz am Anfang“, wiederholen Brigitte Scheel und Anja Ruge. Nach den Sommerferien will sich der Kirchengemeinderat mit einigen Änderungen der Nutzung des Innenbereichs befassen, damit alles für die Ausschreibungen vorbereitet werden kann sobald die B-Plan-Änderung durch ist. Über die Kosten schweigt man sich noch aus, vor einem Jahr wurden sie mit gut einer Million Euro veranschlagt. Und der Eröffnungstermin? „Pastorin Scheel lacht: „Am liebsten gestern, aber wir hoffen, dass wir spätestens im Sommer 2019 angefangen haben zu bauen.“ „Die Eltern, scharren schon mit den Hufen“, scherzt Anja Ruge.

Von Heike Hiltrop

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