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Segeberg Sonne, Suff und Strafanzeigen
Lokales Segeberg Sonne, Suff und Strafanzeigen
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10:35 07.05.2016
Baden ging am Donnerstag im Seewasser lediglich der Alkohol — zum Kühlen. Doch Glas, Scherben und Müll sorgen auch für Ärger, denn Klein Rönnaus Gemeindearbeiter stand alleine vor den Aufräumarbeiten.

Sonne, Suff und Supersause — dafür wurden wieder Bollerwagen hergerichtet, zogen vor allem zukünftigen Väter und Mütter durch die Gegend. Das Ziel altbekannt: die Badestelle in Klein Rönnau. Auf der einen Seite, nämlich am Klüthseehof und Campingplatz, gab es Familienfest mit Spanferkel, Schlagermusik und Hüpfburg. Auf der anderen Seite dagegen zusammengezimmerte Bollerwagen mit Namen wie „Bierkinger-Boot“ oder Herkunftsnachweis wie „Rönnauer Jungs“. Die als Bierdepot mit Grill dienenden und mit eigener Disko-Beschallung ausgestatteten Gefährte wurden aus allen Himmelsrichtungen herangekarrt. Im Schlepptau war ausgelassenes Partyvolk, das die Strecke am Großen Segeberger See entlang zum „Vorglühen“ nutzte.

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Für die Polizei war es in der Summe dennoch ein friedlicher Himmelfahrtstag — Klein Rönnauer sauer über Müll.

In Bad Segeberg hatte es laut Polizei zwar ein paar Beschwerden wegen Ruhestörung im Zusammenhang mit Alkohol gegeben, aber ansonsten gab es ein „typisches Himmelfahrtsgeschehen ohne größere Besonderheiten“, so Einsatzleiter Jes Peter Beck. Das Konzept von Stadt und Polizei sei aufgegangen. „Wir bekommen viele positive Rückmeldungen von Bürgern. Sie fühlen sich durch unsere Anwesenheit sicher.“ Am frühen Nachmittag zählte die Polizei, die mit rund 60 Kräften im Sondereinsatz „Vatertag“ war, am Großen Segeberger See um die 300 meist junge Erwachsene. Zum frühen Abend hin waren es in der Spitze bis zu 750. Ausgelassen und friedlich sei die Stimmung gewesen, so Becks Fazit. Die Anzeigen und Platzverweise, die im Laufe des Tages zusammengekommen waren — in der Summe „nichts Besonderes.“

Das sieht Klein Rönnaus Bürgermeister Dietrich Herms ganz anders. Er sieht seine Gemeinde alleingelassen. Einen zerlegten Bollerwagen, etliche Scherben, diverse Flaschen, Kronkorken, liegengelassene Grills und anderen Unrat: Zwei Kubikmeter habe der Gemeindearbeiter gestern zwischen fünf Uhr morgens und späten Vormittag in über vier Stunden zusammengetragen und entsorgt. Es sei das gleiche Spiel wie jedes Jahr, „und es ist ein großes Ärgernis für uns“, so Herms. „Bad Segeberg schiebt das Problem einfach zu uns nach Klein Rönnau.“ Sauer mache ihn bereits, dass er bei Vorbesprechungen nicht miteinbezogen werde und die Stadt sich nicht an den Reinigungsarbeiten beteilige. Herms: „Zu uns kommt niemand der sagt: ,Ich war hier gestern feiern, heute komm ich und hol‘ meinen Müll weg‘.“

Von Heike Hiltrop

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