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Segeberg Souverän bei der Höhenrettung
Lokales Segeberg Souverän bei der Höhenrettung
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21:26 24.06.2013
Von Petra Dreu
Die Geschendorfer Feuerwehr zeigte während der Leistungsbewertung, dass sie auch die Höhenrettung beherrscht. Malte Wogan von der Jugendfeuerwehr Goldenbek wurde sicher auf die Erde geholt. Quelle: Fotos: Petra Dreu

Jeder Handgriff saß, als sich die Feuerwehr Geschendorf am vergangenen Sonnabend der Leistungsbewertung Roter Hahn Stufe IV stellte. Nichts konnte die Feuerwehrleute aus der Ruhe bringen, nicht einmal ein realer Einsatz: Mitten in der Prüfung wurden die Feuerwehren Geschendorf, Westerrade und Strukdorf zu einem Brand auf der A 20 alarmiert.

Autofahrer hatten der Rettungsleitstelle ein Feuer auf dem Grünstreifen, der beide Fahrtrichtungen trennt, gemeldet. Zwischen Geschendorf und Mönkhagen sollte der Brandort sein. Da wegen der Leistungsbewertung alle Feuerwehrleute quasi startklar waren, erreichten die Geschendorfer innerhalb kurzer Zeit die Autobahn. Bis zur Anschlussstelle Mönkhagen fuhren sie, entdeckten aber nichts.

„Wahrscheinlich ist das Feuer von allein ausgegangen. Das passiert auch manchmal“, mutmaßte Kai Jansen, Gruppenführer der Feuerwehr Westerrade. Dass es sich bei der Alarmierung um einen Streich gehandelt haben könnte, glaubt er nicht. „Es hatten sich gleich mehrere Autofahrer gemeldet“, so Jansen. Der reale Einsatz unterbrach die Leistungsbewertung für eine halbe Stunde.

Insgesamt fünf Stunden dauerte die Prüfung der Stufe IV; die anderen drei Stufen hat die Feuerwehr in den Jahren 2008, 2009 und 2011 absolviert. Eines wurde den vielen Zuschauern schnell bewusst. Die Prüfung der Stufe IV liegt auf einem ganz anderen Niveau als die vorangegangenen Stufen.

Nicht nur, dass bei den 25 Geschendorfer Aktiven die Uniformen sitzen müssen oder dass Gruppenführer Benny Boekhoff seine Lehrerqualitäten bei der Theorieausbildung beweisen sollte, auch ein Vortrag „Verkehrsunfall“ des Sicherheitsbeauftragten Ulrich Schulz und ein Planspiel zur Verkehrsabsicherung auf Autobahnen wurden von der Bewertungskommission eingehend geprüft. Im praktischen Teil hatten die Geschendorfer Feuerwehrleute teilweise recht komplizierte Aufgaben zu erfüllen. Eine Höhenrettung gehört schließlich nicht zum täglichen Einsatzgeschäft der Brandschützer, muss im Notfall aber genauso perfekt ablaufen wie ein schlichter Brandeinsatz. Souverän und absolut synchron ließen die Feuerwehrleute eine auf einer Trage liegende Person aus dem ersten Geschoss mittels Leiterhebel auf die Erde hinab.

Bei der zweiten Prüfung mussten die Männer einen Verletzten aus einem auf der Seite liegenden Auto retten. Auch dabei saß jeder Handgriff, gerade so als würden die Feuerwehrleute nie etwas anderes tun. Sie zerschnitten mit der Hydraulikschere innerhalb weniger Minuten das Autodach und klappten es ab, so dass Statist Moritz Behrens schnell aus dem Auto “gerettet“ werden konnte.

Die kniffligste Prüfung, bei der sich die Feuerwehr durch Personalausfälle auf immer neue Situationen einstellen musste, kam zum Schluss: Auf dem Hof von Bürgermeister Dirk Wacker brannte in einer Blechhalle ein Traktor. Aber auch das meisterten die Feuerwehrleute. Die Zuschauer applaudierten kräftig, als Wehrführer Kai Mattejat den vierten Stern in Empfang nahm.

„Wahrscheinlich ist das Feuer von allein ausgegangen.“
Kai Jansen, Gruppenführer

Petra Dreu

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