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Segeberg Sozialarbeit in der Werkstatt
Lokales Segeberg Sozialarbeit in der Werkstatt
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08:52 11.09.2013
Eröffneten die Fahrrad-Werkstatt: Stadtjugendpflegerin Elke Rindt, Sozialarbeiter Dennis Drick, Helmut Knüpp (Wankendorfer), Bürgermeister Dieter Schönfeld und Bernd Hentschel (v. l.).

Backen, basteln, Hausaufgaben machen, Fahrräder reparieren oder über Probleme sprechen, das können nun Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren aus der Südstadt im neuen „Haus für Kinder“ und der dazugehörigen Fahrrad-Werkstatt. Gestern wurde die Zweizimmerwohnung im Gänsekamp 13 und der Werkstatt-Container offiziell eingeweiht. Die Wankendorfer Baugenossenschaft für Schleswig-Holstein übergab die Räumlichkeiten an die Stadt Bad Segeberg, allen voran Bürgermeister Dieter Schönfeld.

Etwa 100 000 Euro hat die Baugenossenschaft in das Projekt investiert. „Die Betreuung erfolgt durch die Stadt, wir haben die Wohnung zur Verfügung gestellt und die Fahrradwerkstatt errichtet“, sagte Helmut Knüpp, Vorstandsvorsitzender der Wankendorfer, vor Journalisten. Seine Baugenossenschaft sei angetan vom Projekt „Soziale Stadt“ und beteilige sich gern an einem Freizeitangebot für Kinder aus der Südstadt. Denn dort könnten die Grundlagen für eine Kommunikation miteinander und dem Respekt voreinander geschaffen werden. Doch auch einiges Personal will Knüpp zur Betreuung der Kinder ergänzend einbringen. „Wir wollen weiterhin involviert sein und unsere Auszubildenden können ihre eigene soziale Kompetenz entwickeln“, betonte der Vorstandsvorsitzende. Denn im „Haus für Kinder“

lernten die Azubis den Umgang in einer Gesellschaft mit unterschiedlichen Milieus kennen. Des Weiteren ging Knüpp kurz auf die geschichtlich Entwicklung der Südstadt ein: Innerhalb kürzerster Zeit seien die Siedlungen nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Schnell und klein wurden die Häuser gebaut. Was heute eine Modernisierung schwierig mache, so Knüpp. Da jede Wohneinheit einen Garten habe, seien die Zwei- und Dreieinhalbzimmerwohnungen auch heute noch beliebt, vor allem bei Familien. „Und nun gibt es hier auch eine Nachmittagsbetreuung durch qualifiziertes Personal.“

Das sind die Schulsozialpädagoginnen Viktoria Hoffmann und Marga Waldeck (ab 1. Oktober). Die beiden sind für das „Haus für Kinder“ zuständig, Streetworker Dennis Drick kümmert sich um die Fahrradwerkstatt und unterstützt die Kinder und Jugendlichen beim Reparieren ihrer Räder. Denn die Werkstatt ist auch für über Zwölfjährige offen.

Noch sind die Wände der beiden Räume in der 40 Quadratmeter großen Wohnung verhältnismäßig kahl. „Die Kinder sollen ihr Haus selbst gestalten. Wir haben hier eine große Küche, in der die Kinder backen oder kochen und anschließend gemeinsam essen können“, erklärte Jugendstadtpflegerin Elke Rindt. Schon seit einiger Zeit habe man überlegt, eine Begegnungsstätte für jüngere Kinder in der Südstadt als Ergänzung zum Jugendzentrum „Mühle“ einzurichten. und nun passe das „Haus für Kinder“ zum Projekt „Quartier Südstadt“.

Geöffnet ist das Haus für Kinder montags, mittwochs und donnerstags von 14 bis 16.30 Uhr sowie dienstags von 14.30 bis 17 Uhr.

„Kommunikation miteinander und Respekt voreinander.“

Helmut Knüpp,
Vorstand Wankendorfer

Silvie Domann

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