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Spannende Geschichten zur Bad Segeberger Geschichte

Bad Segeberg Spannende Geschichten zur Bad Segeberger Geschichte

Im Rahmen der Ausstellung mit alten und neuen Luftbildern referierten Peter Zastrow und Hans-Werner Baurycza über die Entwicklung der Stadt.

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Die Südstadt war ein großes Bauprojekt: v. l. Wilhelm Sponholz, Dieter Zloch und Hans Rahlf schauten anhand der Luftaufnahmen auf die Entwicklung des neuen Stadtteils von Bad Segeberg.

Quelle: Fotos: Silvie Domann

Bad Segeberg. Wenn die Heimatforscher Peter Zastrow und Hans-Werner Baurycza einen Vortrag im Bad Segeberger Rathaus halten, dann ist ein voller Bürgersaal programmiert.

LN-Bild

Im Rahmen der Ausstellung mit alten und neuen Luftbildern referierten Peter Zastrow und Hans-Werner Baurycza über die Entwicklung der Stadt.

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Kalender geplant

Die Ausstellung ist wieder ab Dienstag zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses (Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, Donnerstag auch 14 bis 18 Uhr) zu sehen. Übrigens sollen einige der Fotos zu einem Kalender für 2017 zusammengestellt werden. sd

So auch dieses Mal: Über 100 Besucher hörten ihren Ausführungen zu und sahen sich alte Luftbildaufnahmen der Stadt sowie neuere Fotos an, die von Segelflieger Karsten Wilkening und LN-Redakteur Wolfgang Glombik stammen.

Passend zur Ausstellung „Bad Segeberg von oben — zwischen 1920 und heute“ referierte Zastrow über knapp 100 Jahre Stadtentwicklung. Riesige Parkflächen, Ansichten des ehemaligen Kurhauses mit Prachtallee, ein Marktplatz mit Gaskandelaber und einer Kutsche wechselten sich mit Bildern von Gaswerk, Margarine-Fabrik, Steinbruch, Kalkberg-Stadion und vielen Fotos mehr ab.

Zu vielen Bildern gab es Details zu hören. So hatte der Steinbruch am Kalkberg einen Schrägaufzug, um das gebrochene Gipsgestein nach oben zu befördern und dann abzutransportieren. Dem Steinbruch folgte der Thingplatz, später die Open-Air-Arena. Ein Luftbild zeigt eine Karl-May-Aufführung Ende der 1950er Jahre. Der Platz davor ist fast leer, kaum ein Besucher war mit dem Auto da. „Dafür gab es einen Wächter, der auf Fahr- und Motorräder aufgepasst hat“, erzählte Baurycza. Auch berichtete er, dass es auf dem Kalkberg während des Krieges einen Flak-Beobachtungsposten gegeben habe. „Die Soldaten waren im Lindenhof untergebracht, das Essen bei Oma Grünwald war so gut, dass sie darüber den Dienst vergessen haben“, so Baurycza.

Orientierungspunkt auf vielen Fotos ist die Gemeinschaftsschule am Seminarweg, die damals noch Bürgerschule hieß. Eine Detailaufnahme zeigt den Schulgarten mit Springbrunnen und Terrarium, dort wohnte eine Schildkröte. Einige der Zuhörer erinnerten sich daran. Alteingesessene Segeberger hatten kaum Probleme, die Aufnahmen und vielen Namen zuzuordnen. So übernahm zum Beispiel Kalle Rohlf die Erläuterung zur Hamburger Straße und dem jetzigen Möbel-Kraft-Gelände. Sein Opa hatte dort eine Zimmerei und um 1915 herum das Gelände der Ziegelei Fest gekauft. Die drei Töchter Fest waren in die USA ausgewandert. Da das Gelände seinem Großvater zu groß war, hatte er ein Stück an die Bonbon-Fabrik Kruse verkauft. „Doch meine Oma Frieda hatte schon einen Garten angelegt, die Fläche haben wir behalten“, so Rohlf. Und er erzählte, dass sämtliche Ingenieure, die seinerzeit in der Kreisplanung gearbeitet hätten, in der Zimmerei Rohlf ihre Ausbildung absolviert hätten. So auch Wilhelm Sponholz, der von 1969 bis 1996 als Kreisplaner tätig war. Unter anderem erinnerte der sich daran, dass er als Lehrling in die Sauna des Kurhauses musste, weil die Schrauben sich bei Hitze aus dem Holz drehten. In Erinnerung wird ihm auch die Arbeit seines Vorgängers Gerhard Schürmann bleiben. Der hatte damals am Wochenende einen Entwurf geplant, und schon am Montag rückte der Bagger an. Heute seien dafür langwierige Bebauungspläne nötig.

Viele der Besucher waren begeistert von den Luftaufnahmen und dem interessanten Vortrag. So auch Hannelore Wagemann, die mit ihren Enkeln Hellena, Arthur und Ludwig gekommen war. „Die vielen Freiflächen sind beeindruckend, damals hatten Kinder und Jugendliche mehr Platz, da wäre eine Skater-Anlage sicherlich einfacher machbar gewesen“, so Hellena, Sprecherin des Kinder- und Jugendbeirats.

Von Silvie Domann

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