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Segeberg Sportlicher Kommunaldialog: Austausch auf Augenhöhe
Lokales Segeberg Sportlicher Kommunaldialog: Austausch auf Augenhöhe
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21:16 22.01.2016
Trafen sich zum Kommunaldialog: Hans-Jakob Tiessen (LSV), Sven Neitzke (KSV) und Landrat Jan Peter Schröder (von links). Quelle: Petra Dreu

Der Landessportverband (LSV) on Tour: Vor einem Jahr waren die LSV-Vertreter zum ersten Mal vor Ort — damals noch, um Werbung für Hamburg als Olympiastadt zu machen. Am Donnerstag aber standen die Sportmöglichkeiten im Kreis Segeberg und die Sorgen und Nöte des Kreissportverbandes (KSV) im Vordergrund. Eine Besonderheit hatte das Treffen in der Jugendakademie: Vertreter der Kreistagsfraktionen ließen es sich nicht nehmen, sich aus erster Hand zu informieren. Ein Novum, das es nur im Kreis Segeberg gibt.

Die Sportentwicklungsplanung, die Kooperation von Schulen und Vereinen, Sport mit Flüchtlingen und vor allem die stetig sinkenden Mitgliederzahlen hatten sich die Vertreter des Kreises, sowie die des Landes- und Kreissportverbandes als Themen auf die Fahne geschrieben. „Wir wollen den Kreisen und Sportverbänden auf Augenhöhe begegnen, die Vertrauensbasis stärken und als Sportfamilie noch enger zusammenrücken“, sagte der LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen, der zudem auf neue Impulse für die Sportentwicklung und eine fundierte Basis für die Sportförderung hofft. Er lobte den Kreis Segeberg, denn zusammen mit den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Dithmarschen gehöre Segeberg zu den drei führenden Kreisen in der Sportentwicklung.

Tiessen lobte auch die Kooperation von Schulen und Sportvereinen, durch die in Segeberg bereits 40 Angebote im Rahmen der Ganztagsschulen entstanden seien. Darüber hinaus sei der Sport mit Flüchtlingen ein ganz entscheidender Integrationsmotor. „Viele Vereine leisten hier ganz hervorragende Arbeit“, sagte er. Gleichwohl kamen die Teilnehmer des Kommunaldialogs überein, dass es noch viel zu tun gebe. So seien die Vereine gefordert, ihre Sportangebote noch mehr am veränderten Bedarf der Zielgruppen zu orientieren. Dabei sollten vor allem die soziale Bedeutung und die Qualität der Übungsleiter deutlicher herausgestellt werden. Die Mitgliederentwicklung in den Sportvereinen werde derzeit von einer Arbeitsgruppe des LSV unter die Lupe genommen.

Die Integration von Flüchtlingen war auch für Landrat Jan Peter ein wichtiger Aspekt. Schröder: „Sport ist ein toller Beitrag zur Integration. Man lernt sich anders kennen und merkt, der andere spielt genauso Fußball wie man selbst. Das ist ein wesentlicher Beitrag, Menschen das Ankommen zu erleichtern.“ Er begrüßte den Kommunaldialog als neues Forum, um über aktuelle Themen des Sports ins Gespräch zu kommen. Der Sport habe im Kreis Segeberg eine nicht zu unterschätzende gesellschaftliche Bedeutung. „Durch den Sport lernen Jugendliche, Ziele zu verfolgen und dass sie mit einer Mannschaft etwas erreichen können“, so Schröder.

Nicht nur der LSV-Präsident, sondern auch Sven Neitzke, KSV-Vorsitzender, erwähnte positiv, dass bislang im Kreisgebiet keine Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen erforderlich geworden seien. „Nutzbare Sporthallen sind die Voraussetzung für die wichtigen Integrationsaufgaben, die der Sport übernimmt“, so Neitzke. Er dankte der Kreisverwaltung und der Kreispolitik für eine Zusammenarbeit der „kurzen Wege“ und lobte den Kommunaldialog, bei dem der KSV Gehör für seine Anliegen gefunden habe.

Zusammenschluss der Vereine und Verbände

70 000Mitglieder in über 200 Vereinen werden aktuell nach eigenen Angaben vom Kreissportverband Segeberg vertreten. „Dies sind rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Kreises. Erfreulich ist dabei der hohe Organisationsgrad im Kinder- und Jugendbereich. So gehören beispielsweise rund 80 Prozent aller Jugendlichen zwischen 7 und 14 Jahren einem Sportverein an“, teilt der Kreissportverband nicht ohne Stolz im Internet auf seiner Homepage mit.40Sportarten stehen im Kreis Segeberg zur Auswahl, davon werden 15 Sportarten durch Kreisfachverbände vertreten. Der Kreissportverband in Segeberg versteht sich nach eigenen Angaben als Service- und Beratungszentrum. So sollen Vereine zum Beispiel bei der Planung von Bauvorhaben beraten und unterstützt werden. Förderung der sportlichen Jugendarbeit, Bezuschussung von Übungsleitern, die Ausstellung von Sportabzeichen sowie die Aus- und Fortbildung sind weitere Themenfelder des Verbandes.

Petra Dreu

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