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Segeberg Staatsanwalt ermittelt im Eier-Skandal
Lokales Segeberg Staatsanwalt ermittelt im Eier-Skandal
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17:04 23.08.2017

Jetzt beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft mit den „Schimmel-Eiern“, die in Supermärkten im Kreis Stormarn und Hamburg gefunden worden sind. Wie berichtet, hat der Fahrenkruger Hof Spahr Ärger durch den Verkauf verschimmelter Bio-Eier, die der Hof nach eigenen Angaben in Niedersachsen zugekauft hatte. Die Gammel-Eier werden zurzeit im Landeslabor untersucht.

Auf Veranlassung des Veterinäramtes des Kreises Stormarn ist Anzeige erstattet worden. „Solche Eier dürfen nicht in den Verkehr gebracht werden“, erklärte die Veterinärmedizinerin Dr. Regina Feddersen. Die Eier waren völlig verdorben, obwohl das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum noch gar nicht erreicht war. Feddersen: „Derartige Eier habe ich in meiner 25-jährigen beruflichen Tätigkeit noch nicht gesehen. Wir haben mehrere Eier von dem gleichen Erzeuger sichergestellt.“ 7200 Stück habe Spahr von dem Anbieter gekauft, vielleicht sind von dem Händler noch weitere Eier an andere Packstellen geliefert worden. Die Behörde müsse schon deshalb ermitteln, um eine weitere Verbreitung der Gammel-Eier zu verhindern. Der betroffene Edeka- Markt habe sofort und korrekt reagiert, die Eier gleich aus dem Regal genommen. Leider habe der Kunde es nicht gleich erkannt und von den verschimmelten Eiern gegessen. Feddersen: „Dass dieser Verbraucher jetzt in heller Aufregung ist, kann ich verstehen.“ Denkbar sei, dass noch einige Eier in Kühlschränken liegen. Die Staatsanwaltschaft werde sich jetzt sicher mit den Lieferwegen der Eier beschäftigen.

Auch beim Veterinäramt in Bad Segeberg ist man mit Eier- Recherchen beschäftigt. Bisherige Untersuchungen hätten ergeben, so der zuständige Veterinär, dass rechtlich alles korrekt bei Spahr gelaufen sei. Die Eier seien mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 24. August zugekauft worden. Laut Aufdruck sind die Eier ordnungsgemäß gekennzeichnet worden. Nur gammelig waren sie. Die anderen Eier, die noch aus Supermarkt-Regalen geholt werden konnten, sollen nun stichprobenartig überprüft werden. Wo die sichergestellten Eier liegen, wollte der Mitarbeiter nicht verraten. Nur soviel: „Wir haben da Zugriff drauf“.

 wgl

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