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Segeberg Staatsschutz ermittelt in Bad Segeberg
Lokales Segeberg Staatsschutz ermittelt in Bad Segeberg
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22:15 10.10.2017
Die Täter waren in die Wohnung eingedrungen, in der der Syrer mit seiner Verlobten lebt, hatten Bargeld und Wertsachen gestohlen und Schmierereien in der Wohnung hinterlassen: ein Hakenkreuz und den Schriftzug „AfD“.  Quelle: Symbolbild LN-Archiv
Bad Segeberg

Laut Polizei hat sich der Einbruch in der Hamburger Straße bereits zwischen dem 29. September und dem 1. Oktober ereignet. Die Täter waren dabei in die Wohnung eingedrungen, in der der Syrer mit seiner Verlobten lebt, hatten Bargeld und Wertsachen gestohlen und Schmierereien in der Wohnung hinterlassen: ein Hakenkreuz und den Schriftzug „AfD“. Außerdem hatten sich die Täter offenbar hinter dem Haus erleichtert und Alkoholflaschen zurückgelassen.

Und nicht nur dort: Auch andere Türen in der Hamburger Straße waren mit Hakenkreuzen beschmiert. Wegen dieses womöglich rechtsextremen Hintergrundes wurde das Kommissariat 5 „Staatsschutz“ aus Kiel eingeschaltet, das für die Ermittlungen am Montag zwei sogenannte Mantrailer-Hunde eingesetzt hatte. Dass es sich dabei lediglich um eine „Übung“ handelte, wie die LN bei einer Anfrage bei der Polizei erfuhren, stellte sich gestern als Irrtum heraus.

Die Suche mit den beiden Hunden habe zwar nicht unmittelbar zu den Tätern geführt, aber doch einige neue Hinweise zur Aufklärung der Tat erbracht, sagte Matthias Ahrens von der zuständigen Polizeidirektion in Kiel. Selbst Wochen nach dem eigentlichen Vorfall seien Mantrailer-Hunde noch in der Lage, Spuren einzelner Personen präzise zu orten.

Unklar sei aber zum Beispiel noch, ob bereits der Einbruch einen fremdenfeindlichen Hintergrund hat – oder sich die Täter erst bei dieser Gelegenheit dazu entschlossen hätten, ihre Schmierereien zu hinterlassen. Nicht auszuschließen sei auch, dass die Einbrecher damit eine falsche Fährte legen wollten.

Hinweise nimmt die Kieler Kriminalpolizei unter Telefon 0431/160 3333 entgegen.

ov

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