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Segeberg Stadt darf Lkw-Verkehr nicht aus Wohngebiet aussperren
Lokales Segeberg Stadt darf Lkw-Verkehr nicht aus Wohngebiet aussperren
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18:16 28.05.2016

Beste Freunde werden Kreisverkehrsaufsicht und die Stadt Bad Segeberg wohl nicht mehr. Kleinkriege um Verkehrsberuhigung, um die Geisterampel am Bahnhof und Fahrradhinweisschilder in der Kurhausstraße (wir berichteten) gab es reichlich. Jetzt droht neuer Streit: Im kommenden Jahr soll die Kaiser-Lothar-Allee am Gewerbegebiet Burgfelde von der Efeustraße bis zum Wohngebiet Burgfeldstraße durchgehend befahrbar sein. Ziel der Stadtpolitiker war immer, den Gewerbeverkehr mit Lastwagen möglichst aus dem westlich gelegenen Wohngebiet und der Burgfeldstraße herauszuhalten. Denn wer morgens oder mittags durch die Burgfeldstraße fährt, hat angesichts der vielen Schüler schon jetzt Mühe, überhaupt durchzukommen.

Noch im Herbst 2015 beruhigte Robin-Arne Otten die Anwohner: Hier werde in wenigen Jahren nicht der Lkw-Verkehr vom Gewerbegebiet „durchdonnern.“ Die Stadt wolle verhindern, „dass sich Lkw-Verkehr zur Burgfeldstraße bewegt.“ Geplant sei eine abknickende Vorfahrt ins südliche Gewerbegebiet. Damit nicht genug. Otten: „Wir wollten die Straße auf zwölf Tonnen begrenzen und so den Schwerlastverkehr aus dem Wohngebiet heraushalten.“

Doch Pustekuchen: Die Kreisverkehrsaufsicht möchte das nicht, so Otten. Auch wenn Stadtverwaltung und Politik es anders planten, die Verkehrsaufsicht habe das letzte Wort, ob dort Schwerlastverkehr durchfahren dürfe oder nicht. Eine Ausgrenzung des Lkw-Verkehrs dürfe nur erfolgen, wenn die Straße nicht mehr als zwölf Tonnen tragen könne oder zu schmal sei. Beides sei nicht geplant, schon weil die Stadt in der Kaiser-Lothar-Allee Busverkehr zulassen möchte. Für Amtsleiter Matthias Schröder vom Kreis ist klar: „Wenn die neue Straße schon die Tragfähigkeit für Lkw hat, ist es sinnvoll die Straße auch für Lastwagen zur Verfügung zu stellen.“ Und was ist mit den Anwohnern? Der Schulwegsicherung in der Burgfeldstraße? Schröder verspricht: Sollte es sich später herausstellen, dass die Burgfeldstraße vom Schwerlastverkehr vermehrt als Schleichweg genutzt werde, könne immer noch umgedacht werden. Aber schon jetzt „vorbeugend“ Lastwagenverkehr auszusperren, sei nicht möglich, stellte Schröder fest. Erst müsse geprüft werden, „ob das tatsächlich eintritt, was die Stadt befürchtet“.

wgl

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