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Segeberg Stadt fordert mehr Parkplätze für Kreis-Neubau
Lokales Segeberg Stadt fordert mehr Parkplätze für Kreis-Neubau
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18:20 05.11.2018
Auf dem ehemaligen Strabag-Gelände soll der neue Kreis-Verwaltungsbau entstehen Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

Wesentlich mehr Parkplätze und auch eine genauere Analyse des Bodens auf Giftstoffe fordert der Bauausschuss Bad Segebergs im Bauleitverfahren für das geplante neue Kreishaus in der Rosenstraße. Dort soll auf dem schadstoffbelasteten, ehemaligen Gelände der Firma Hellberg nach Sanierung und Bodenaustausch für über 18 Millionen Euro ein dreigeschossiges Bürogebäude errichtet werden. In der Bauleitplanung soll auch die Möglichkeit eingeräumt werden, dort später auf fünf Geschosse aufzustocken. Für das Bauvorhaben mit einer Länge von 90 Metern muss der Bebauungsplan geändert werden. Es geht um das B-Plangebiet „Rosenstraße“ im Gewerbegebiet, südlich des Tulpenweges, westlich der Rosenstraße.

Der Kreisplaner Frank Hartmann hatte im Bauausschuss vorgestellt, was der Kreis auf den Gelände vorhat. Wie berichtet, braucht die Kreisverwaltung für ihre fast explosionsartig angestiegene Mitarbeiterzahl, die sich zügig der 1000er Marke nähert, dringend Büroflächen. Ausschussvorsitzender Wolfgang Tödt (Wählergemeinschaft BBS) monierte nun in einer Sondersitzung des Bauausschusses, dass für über 160 Mitarbeiter nur etwa 73 Parkplätze vorgesehen seien. Wobei hier noch nicht einmal Besucher berücksichtigt seien. Tödt plädiert zumindest für ein Quote von 0,7 Stellplätzen für die Mitarbeiter, das wären etwa 117 Parkplätze plus 15 Besucherparkplätze.

Fraktionsvorsitzende Annelie Eick von den Grünen war auch das noch viel zu wenig. Sie forderte pro Büro-Arbeitsplatz einen Platz fürs Autos auf dem Gelände der neuen Kreisverwaltung. Sie argumentierte mit der fehlenden Busanbindung und der Gefahr, dass Besucher aus dem ganzen Kreisgebiet ansonsten später in der Rosenstraße parken müssten. Eick: „Die Sucherei nach Parkplätzen muss nicht sein.“ Doch die Grüne konnte sich mit ihrem Wunsch nicht durchsetzen. Der Parkplatz-Vorschlag von Tödt wurde danach einstimmig bei zwei Enthaltungen der Grünen angenommen. Die Empfehlung muss nun in der Stadtvertretersitzung am Dienstag noch beschlossen werden.

Auf den jetzt brachliegenden, meist betonierten Flächen der ehemaligen Baufirma soll es früher eine Tankstelle gegeben haben. Ein Bodengutachten liegt vor, doch Wolfgang Tödt fordert hier zusätzliche Bohrungen und Untersuchungen, schon weil die bisher erfolgten, stichprobenartigen Bohrungen bislang nicht die Gefahrenlage erfassten, vermutet Tödt. „Wir sind es den Mitarbeitern des Kreises schuldig, dass wir vorher aufpassen, damit die Leute dort nicht krank werden.“

Bad Segeberger Stadtvertretung tagt

Der Kreis-Verwaltungsbau ist nur ein Teil der Themenpalette, die auf der Bad Segeberger Stadtvertretersitzung am Dienstag beraten wird. Ab 18.30 Uhr geht es im Rathaus unter anderem auch um die Weihnachtsbeleuchtung, die künftige Finanzierung des Museums Alt-Segeberger Bürgerhaus und geplante Sozialwohnungen im Bereich des Seniorenzentrums Eichenhof.

Wenn man das vorliegende Bodengutachten lese, das noch der vorherige Grundstückseigentümer in Auftrag gegeben hatte, bekomme er selbst „kalte Füße, dort das Bauen zu ermöglichen“, monierte Tödt. Bad Segebergs Bauamtsleiterin Antje Langethal verwies auf die Experten der zuständigen Kreis-Bodenschutzbehörde. Deren Einschätzungen solle man doch vertrauen. Doch der Ausschuss empfahl dem Bauherren, also dem Kreis, weitergehende Untersuchungen vorzunehmen.

Kreisplaner Frank Hartmann erklärt auf LN-Nachfrage, dass man bei einem Grundstück mit Altlasten laut Gesetz „angemessen“ vorgehen müsse. Und genau dieses werde durch die Behörde des Kreises festgelegt. Die spätere Sanierung des Grundstücks, das unter Altlastenverdacht stehe, werde ohnehin durch Experten des Kreises begleitet. Hartmann: „Mir hat die Behörde nach den Bedenken der städtischen Ausschussmitglieder bestätigt, dass völlig ausreichend ist, was dort bisher gemacht worden ist.“ Alle Baumaßnahmen würden zudem unter Aufsicht der Bodenschutzbehörde erfolgen.

Wolfgang Glombik

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