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Segeberg Stadt will ihre Problemzonen jetzt endlich angehen
Lokales Segeberg Stadt will ihre Problemzonen jetzt endlich angehen
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21:25 23.01.2017
Fußweg am Großen See: So trocken wie auf diesem Foto ist es hier eher selten. Bei höherem Wasserstand am Großen Segeberger See kommt man ohne Gummistiefel oft kaum durch. Besonders die Jogger schimpfen, wenn sie nasse Füße bekommen. Die Stadt möchte den Weg jetzt aufschütten. Quelle: Fotos: Glombik
Bad Segeberg

Es sind auf den ersten Blick Kleinigkeiten, aber genau diese sorgen gerade bei Touristen immer wieder für ein schlechtes Bild. Diese Problemzonen möchte die Stadtverwaltung jetzt endlich angehen.

Matschweg trockenlegen – Kalkberg verschönern – Spielgeräte aufbauen.

So mutet die Stadt ihren Gästen als Spazierweg am Südufer des Großen Segeberger Sees einen Matschweg zu, der bei Wind aus Norden und Schietwetter kaum noch zu begehen ist. Mit der „Gummistiefelpiste“ soll nun etwas im Frühjahr passieren. Es wird Zeit: Nur etwa 100 Meter vom Matsch-Pfad entfernt hat die Stadt viel Geld in die Hand genommen, um mit teurem Stein-Pflaster die Uferpromenade zur Flaniermeile umzugestalten. Jetzt soll man mit normalem Schuhwerk auch die anderen Wege am See begehen können. Ursprünglich hatte man hier an einen langen Holzsteg gedacht, ähnlich wie die Ostseebäder an ihren Stränden.

Doch Bauamtsleiterin Antje Langethal sieht einen Steg am Ufer zwischen Backofenwiese und Winklersgang skeptisch. „Da haben wir uns jetzt anders entschieden, der Weg wird auch vom Bauhof mit seinen Fahrzeugen genutzt.“ Die Mitarbeiter müssten sonst immer den großen Bogen über die Bundesstraße B 206 fahren, um an die andere Seite des Sees zu gelangen. Ein Holzsteg als Barrikade an der Stelle wäre also nicht sinnvoll.

Jetzt ist geplant, den Matschweg wie einen kleinen Deich zu erhöhen, mit Hochborden und mit Steinen zur Seeseite hin einzufassen, damit der Weg nicht so schnell überschwemmt oder gar weggespült werde. Das solle so schnell wie möglich in Angriff genommen werden, versprach Antje Langethal den Politikern des Bauausschusses.

Dunkel soll es am Uferweg auch nicht bleiben. Die früher dort aufgebauten Leuchten fielen in der Vergangenheit immer wieder dem Vandalismus zum Opfer. Sie wurden mittlerweile abmontiert. Jetzt sollen die Leuchten neu aufgestellt und mit Stahlkästen und tiefen Fundamenten gesichert werden. Sechs Lampen seien bereits in Arbeit.

Problemzone 2: Die Abbruchfläche des Bergschlösschens oben am Kalkberg hat sich zum Schandfleck entwickelt. Bauzäune grenzen das Terrain auf dem Naturdenkmal ab, mancher Spaziergänger fragt sich, warum man die städtische Traditions-Gaststätte dort überhaupt im Herbst 2015 abgerissen hat, wenn ohnehin keine Verwendung für die Fläche besteht. Jetzt kündigt Bauamtsleiterin Antje Langethal an, dass dort ein Aussichtspunkt hergerichtet werden soll. „Die Fläche soll mit Kalkschotter befestigt werden. Ziel ist eine Magerrasenfläche.“ Das ist eine Wiese mit Blumen, die auf nährstoffarmen Böden gedeihen. Die geplante Aktion müsse aber vorher von der Kreisnaturschutzbehörde genehmigt werden. Zusätzlich soll noch eine erhöhte Fläche mit Bänken geschaffen werden, damit man die schöne Aussicht auf die Stadt genießen kann. Kosten für den Platz: rund 15 000 Euro.

Problemzone 3 ist in Bad Segeberg die Fußgängerzone mit den wenigen Spielgeräten für Kinder. Besonders schmerzlich vermisst werde von vielen Eltern kleiner Kinder offenbar die Spiel-Lokomotive Höhe Baer/Wäser in der Hamburger Straße. Hier möchte die Stadt die öde Dreickecksfläche am Eingang der Fußgängerzone mit neuen, attraktiven Spielgeräten ausstatten. Doch dazu solle erst einmal die Kaufmannschaft befragt werden, kündigte Langethal an.

 Wolfgang Glombik

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