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Segeberg Stadt will in Christiansfelde Wohnhaus bauen
Lokales Segeberg Stadt will in Christiansfelde Wohnhaus bauen
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18:14 26.03.2016
Reichlich freie städtische Flächen gibt es noch im Wohngebiet Christiansfelde, auf einem Grundstück will die Stadt selbst bauen. Quelle: Glombik
Bad Segeberg

Händeringend suchen viele Bürger billigen Wohnraum, manchmal nur eine kleine Bleibe. Jetzt will die Stadt Bad Segeberg selbst aktiv werden und dringend benötigten Wohnraum zur Verfügung stellen.

Hin und wieder bekommt die Stadt Angebote von privaten Unternehmen, die Wohnblöcke mit 18 bis 20 Wohnungen bauen und diese an die Stadt für zehn Jahre vermieten würden. Für Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) ist klar, dass die Stadt hier das wirtschaftliche Risiko trägt. „Dann können wir auch selber bauen und sind Herr des Verfahrens“, sagte er den LN. „In Anlehnung“ an das „Kieler Modell“ möchte die Stadt nun selbst ein Mehrfamilienhaus mit barrierefreien Wohnungen, geeignet für Familien und Senioren, bauen. Dieser Vorschlag soll demnächst den politischen Gremien vorgelegt werden.

„Wir haben für eine geeignete Fläche hinter der Bewegungshalle in Christiansfelde einen positiven Bauvorbescheid vom Kreis bekommen“, so Schönfeld. Drei Varianten zum Bauvorhaben sollen den Stadtvertretern vorgelegt werden. Favorisiert wird eine Mischung von Zweizimmer- und größeren Wohnungen. Weil das Projekt „Kieler Modell“ in der Oldesloer Straße wegen der vermuteten Altlasten auf dem Gelände zurückgestellt worden ist (die LN berichteten), kann das bereitstehende Geld im Haushalt nun auch für das Vorhaben in Christiansfelde verbaut werden. Dort soll es aber ausdrücklich keine Flüchtlingsunterkunft werden, sondern ein Haus für Menschen, die Wohnraum suchen. Dort können sich Wohnungssuchende bewerben, deren Asylverfahren abgeschlossen ist, genauso wie alteingesessene Bürger. Die Stadt möchte sich nicht am sozialen Wohnungsbau orientieren, sondern alle Gestaltungsmöglichkeiten behalten. Ziel sei es, Wohnraum mit günstigen Mieten zu Verfügung zu stellen. Letztlich werde darüber die Stadtvertretung entscheiden. Schönfeld: „Wir wollen bei der Mietpreisgestaltung variabel sein.“ 15 Wohneinheiten könnten in dem dreistöckigen Haus entstehen. Auch wenn alles zügig vorangehe: Der Bauantrag müsste genehmigt werden, mit einer Fertigstellung rechne der Bürgermeister in der zweiten Jahreshälfte 2017.

Die anderen freien Flächen zwischen Pflegeheim und Bewegungshalle sollen erst einmal per Bebauungsplan, der schon auf den Weg gebracht worden ist, weiterentwickelt werden. Zwar wisse man nicht, wie sich die Lage mit den Flüchtlingen entwickeln werde, aber Schönfeld möchte auf dem städtischen Grundstück keine Flüchtlingsunterkunft bauen. Ihm schwebt schon wegen der Nähe zum Seniorenheim Eichenhof eine Mischung von Betreuten Wohnungen und familienfreundlichen Wohnungen vor. An die 50 Wohneinheiten könnten dort entstehen.

Von Wolfgang Glombik

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