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Segeberg 120 Trappenkamper wollen mitgestalten
Lokales Segeberg 120 Trappenkamper wollen mitgestalten
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19:50 10.09.2018
Das Interesse der Trappenkamper war groß: 120 Einwohner nahmen an der Infoveranstaltung zur Städtebauförderung teil. Quelle: Petra Dreu
Trappenkamp

 Mit bestenfalls 80 Trappenkampern hatte Bürgermeister Harald Krille für die erste Infoveranstaltung zur Städtebauförderung gerechnet. Als am Sonnabend dann aber 120 Einwohner in den Bürgersaal drängten, war Krille baff: „Das berührt mich sehr. Ich bin begeistert, denn die Stärkung Trappenkamps ist für mich eine Herzensangelegenheit.“

Das ist es ganz offenbar auch für die Einwohner, die sich zunächst im Bürgersaal von Stellwand zu Stellwand vorarbeiteten und mit farbigen Klebepunkten markierten, was ihnen an Trappenkamp gefällt und was nicht. Besonders oft wurden dabei das alte Jugendzentrum, der Marktplatz sowie fehlende Radwege moniert.

Der Rückgang der Einwohnerzahlen von 6000 in den 1980er Jahren auf 4400 sei bitter gewesen. Inzwischen jedoch sei Trappenkamp auf einem guten Weg – nicht zuletzt durch das Leitbild „Trappenkamp – die Familiengemeinde“. „Dass bei uns die Bildung im Fokus steht, ist ebenfalls eine ganz wichtige Entscheidung gewesen. Wir brauchen junge Familien und wir brauchen Einrichtungen vom Kindergarten bis zur Altenbetreuung“, sagte Krille. Die Aufnahme Trappenkamps in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ sei ein Glücksfall gewesen. Es soll helfen, den Aufgaben als Zentren für Versorgung, Wirtschaft, Kultur und Begegnung gerecht zu werden.

„Doch bevor es so weit ist, gibt es noch viel zu tun“, sagte der Bürgermeister und gab das Zepter an Dr. Jesko Mühlenberend weiter, der mit einem Team der BIG-Städtebau GmbH dabei ist, eine Bestandsaufnahme im 1,8 Quadratkilometer großen Untersuchungsgebiet anzufertigen, das sich südlich der Ricklinger Straße erstreckt. Dazu gehören immerhin 900 Gebäude, die einzeln erfasst und per Sichtkontrolle beurteilt werden müssen. Fragen, zum Beispiel wie alt die Heizungsanlage der Immobilie ist, sind den Eigentümern bereits per Post zugestellt worden.

120 Einwohner kamen zur ersten Infoveranstaltung im Rahmen der Städtebauförderung. Mit ihrer Hilfe soll der Ort attraktiver werden.

Beim Städtebauförderprogramm werden Fördergelder des Bundes um die gleiche Summe aus Landesmitteln aufgestockt. Ein weiteres Drittel müssen die Gemeinden aus eigener Tasche dazutun. Das jedoch sei noch nicht alles, führte Mühlenberend weiter aus: „Erfahrungen haben gezeigt, dass jeder Euro aus dem Städtebauförderprogramm 5 Euro an privaten Investitionen nach sich zieht.“ Dass nicht alle Straßen Trappenkamps in das Untersuchungsgebiet aufgenommen werden konnten, weckte Begehrlichkeiten, vor allem bei der Aussicht auf mögliche Fördermittel.

Gert Pechbrenner, ehemaliger Bürgermeister von Trappenkamp, brachte einen Umzug der Getränkefirma Hansa-Heemann an die Autobahn ins Spiel, was Platz für ein neues Wohngebiet schaffen würde. Einen solchen Vorschlag jedoch wird Harald Krille dem größten Arbeitgeber Trappenkamps wohl kaum machen. „Hansa-Heemann hat sich zu dem vorhandenen Standort bekannt und will ihn stärken. Im Gespräch ist aktuell der Bau eines neuen Hochregallagers.“

Petra Dreu

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