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Segeberg Städtisches Gymnasium siegt im Kampf um die Fünftklässler
Lokales Segeberg Städtisches Gymnasium siegt im Kampf um die Fünftklässler
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20:14 04.03.2016

Bad Segeberg. 2417 Schüler werden nach Auskunft des Schulamtes in diesem Jahr im Kreis Segeberg auf weiterführende Schulen verteilt. Note eins im Wettkampf um die Fünftklässler gebührt in diesem Jahr dem Städtischen Gymnasium: Es ist zumindest in der Dienstzeit von Schulleiter Frank Ulrich Bähr Rekord. „So eine hohe Anmeldezahl haben wir nicht erwartet. 131 Fünftklässler werden im kommenden Schuljahr auf das Städtische Gymnasium gehen, dazu kommen sieben Anmeldungen für unsere neue Integrationsklasse.“

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Bad Segeberg. 2417 Schüler werden nach Auskunft des Schulamtes in diesem Jahr im Kreis Segeberg auf weiterführende Schulen verteilt.

Es habe früher zwar schon fünfzügige Jahrgänge gegeben, aber in diesem Jahr sei man schon fast an der Grenze zu sechs Klassen. Bähr: „Wir freuen uns sehr über diesen Zuspruch.“ Das könne auch an dem Infoabend für die Sextaner gelegen haben, da habe es viel positive Resonanz gegeben. Vielleicht liege es auch an den Arbeitsgruppen im naturwissenschaftlichen Bereich, oder an dem Förderunterricht.

Geografie auf Englisch, auch das Sportprofil in der Oberstufe mag schon ziehen. Früher war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen beider Gymnasien in Bad Segeberg. Bähr: „Wir registrieren, dass sich immer mehr Schüler auch außerhalb unseres früheren Einzugsgebietes hier anmelden.“

Bei der Abstimmung mit den Füßen hatte 2015 die Dahlmannschule mit 110 neuen Schülern die Nase vorn, nur 94 Fünftklässler gingen zum Städtischen. Jetzt sind es nur noch 82 neue Schüler für die Dahlmannschule. „Wir sind zufrieden damit, weil wir im nächsten Schuljahr ohnehin eine dünne Personaldecke haben werden“, kommentiert Schulleiterin Nele Degenhardt die Zahlen. Schon jetzt habe sie sich die Entwicklungsberichte der neuen Schüler angesehen und festgestellt, dass es sich um „leistungsstarke Schüler“ handele. „Es sieht so aus, dass bei uns alle Abitur machen werden und wir niemanden ziehen lassen müssen.“

Nachsteuern müsse sie bei der Nachmittagsbetreuung. Die Betreuungszeiten an der Dahlmannschule müssten bis 16 Uhr erweitert werden, fordert Nele Degenhardt. „Wir müssen uns verändern.“ Die Dahlmannschule hat mit Henning Brütt inzwischen einen neuen Orientierungsstufenleiter. Brütt habe viele Gespräche mit Eltern geführt und auch mal abgeraten, dass Kind aufs Gymnasium zu geben, erklärt Degenhardt. Viele Mädchen interessierten sich für den „Forscherzweig“ der Schule, das habe sie besonders gefreut.

An die 65 neue Fünftklässler wird die Gemeinschaftsschule am Seminarweg begrüßen. Damit könne wir drei Klassen aufmachen, das ist genau das, was wir wollen, wir sind glücklich mit dieser Zahl“, erklärt Konrektorin Jutta Kröger. Demnächst startet der Anbau an die Schule, die vier mächtigen Bäume auf dem Schulhof wurden schon gefällt.

Zufrieden ist man auch in der Schule am Burgfeld, der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe. „110 Schüler wurden angemeldet, das gibt fünf Klassen, damit können wir gut leben“, sagt Schulleiter Bernd Falkenhagen. Im vergangenen Jahr gab es nur 87 Anmeldungen. Die Schule ist auf dem aufsteigenden Ast, auch ihr Ruf habe sich sehr gebessert, weiß Falkenhagen. Die Schule hat als DaZ-Zentrum (Deutsch als Zweitsprache) noch 150 Schüler zusätzlich, ist derzeit räumlich am Limit. Aber das werde sich in den kommenden Monaten mit der Eröffnung von DaZ-Zentren an anderen Standorten verbessern.

Rundum zufrieden ist auch Renate Holfter, Schulleiterin der Richard-Hallmann-Schule in Trappenkamp. „Wir haben 112 Anmeldungen. Da wir aber nur 98 Plätze bieten können, müssen wir losen.“ Das Erfolgsgeheimnis? Mit der Oberstufe bestehe auch die Option, hier das Abi zu machen. „Für viele Eltern ist wichtig, dass sie ihr Kind gut aufgehoben fühlen, auch wenn es mal einen Hänger zwischendurch hat“, erklärt Holfter.

Leicht steigende Zahlen verbucht die Poul-Due-Jensen-Schule in Wahlstedt. Hier gibt es 47 Anmeldungen. Schulleiter Hans-Peter Hübner zeigt sich zufrieden.Vor zwei Jahren gab es noch eine Talsohle mit 23 Anmeldungen. Wenn es bei den Anmeldungen Nachzügler gebe („Einige Eltern denken, das gehe automatisch mit der weiterführenden Schule“) oder demnächst ein DaZ-Zentrum hier aufmache, rechnet Hübner gar mit einer Dreizügigkeit.

In der Leezener Gemeinschaftsschule freut man sich über 59 Anmeldungen, mehr als im vergangenen Jahr. Und in der Schule im Alsterland mit ihren Standorten Nahe und Sülfeld gibt es 55 Anmeldungen für die Fünften. Schulleiter Sönke Thormählen: „Wir merken, dass die Eltern ihre Kinder am Gymnasium anmelden, auch die Jahrgänge in der Grundschule werden bei uns geringer.“ Die Schule werde sich an die Zweizügigkeit anpassen müssen. „Wir werden dazu kreative Lösungen finden müssen.“

Von Wolfgang Glombik

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