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Startschuss für Radwegeausbau: Jetzt heißt es schnell sein

Bad Segeberg Startschuss für Radwegeausbau: Jetzt heißt es schnell sein

Segeberg will die Fahrradfreundlichkeit: Der Kreis stellt jährlich zwei Millionen Euro für Radwege bereit. Am Donnerstag hat der Kreistag eine entsprechende Richtlinie beschlossen. Für Kommunen soll das ein Anreiz sein, die lange vernachlässigte Infrastruktur zu verbessern.

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Bad Segeberg. Gemeinden müssen schnell sein, wenn sie noch 2018 Radwege ausbauen oder sanieren wollen. Für die Antragstellung gilt einmalig eine Frist bis 30. April, was diese Gelder betrifft. Über die Anträge wird nach dem Stichtag entschieden. Die neue Richtlinie gibt auch vor, wofür das Geld genutzt werden darf: Für Radwege an Straßen, Schutzstreifen an Gemeindestraßen, straßenunabhängige Radwege und Querungshilfen, aber auch Radständer, -boxen und -stationen. „Es ist eine hervorragende Richtlinie mit 75 Prozent plus zehn Prozent für finanzschwächere Kommunen“, sagte Arne Hansen (Grüne) noch einmal im Kreistag. „Ich freue mich, dass das einstimmig durch alle Ausschüsse gegangen ist.“ Auch Katharina Loedige (FDP) brachte abschließend zum Ausdruck, wie viel mehr Gewicht Radfahren in anderen Ländern längst hat: „Wir sind mit dem Ausschuss für Umwelt, Natur und Klimaschutz kürzlich in Kopenhagen gewesen und zwei Tage nur Rad gefahren. Seitdem sehe ich das mit anderen Augen. Ich verstehe, dass das in Deutschland schwer ist, es in die Köpfe der Autofahrer zu bekommen. Wir sind nunmal ein Land der Marken Audi, BMW und Mercedes“, sagte sie. In anderen europäischen Großstädten seien Radfahrer jedoch komplett gleichberechtigt, mit einer eigenen Spur. „Und die Eltern haben keine Angst, ihre Kinder allein auf diesem Wege zur Schule zu schicken.“ Der Ausflug habe sie tief beeindruckt. Die neue Richtlinie, die Radfahren zu einem „festen Bestandteil der Alltagsmobilität im Kreis Segeberg“ machen soll, gilt zunächst bis Ende 2020.

LN-Bild

Segeberg will die Fahrradfreundlichkeit: Der Kreis stellt jährlich zwei Millionen Euro für Radwege bereit. Am Donnerstag hat der Kreistag eine entsprechende Richtlinie beschlossen. Für Kommunen soll das ein Anreiz sein, die lange vernachlässigte Infrastruktur zu verbessern.

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AKulturschaffende in Wahlstedt können sich ebenfalls über eine Finanzspritze freuen. Ab 2018 gibt es vom Kreis jährlich 9000 Euro für das Kleine Theater am Markt. Dort sind erhebliche Sanierungsmaßnahmen fällig, die die Stadt Wahlstedt nicht stemmen kann. Voraussichtlich wird sich auch das Engagement der Sparkasse Südholstein verringern.

Betreiber ist der Verein Kulturring Wahlstedt und Umgebung mit 600 Mitgliedern. 30 Ehrenamtler sichern den Betrieb des Theaters, das Menschen aus dem ganzen Kreis und darüber hinaus anzieht.

ADas Demokratieprojekt „Stadt der Kinder“ des Kreisjugendringes Segeberg kann weiterlaufen; der Kreis stellt für die kommenden drei Jahre jeweils 28400 Euro zur Verfügung. Das Vorzeigeprojekt gibt es seit 2013: Jedes Jahr entsteht für fünf Tage eine Modellstadt, die von Jugendlichen bewohnt und verwaltet wird.

ADie Verbraucherzentrale bekommt für die Schuldnerberatungsstelle Bad Segeberg für 2018 und 2019 insgesamt rund 30000 Euro mehr vom Kreis. Grund ist ein Anstieg an Beratungen. Laut Verbraucherzentrale ist die Beratungsstelle regelmäßig überlaufen. Auch mit zusätzlichen Standorten in Bornhöved und Bad Bramstedt sei die Nachfrage unvermindert hoch – es gibt Wartelisten.

ADer Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2016 ist mit einer Bilanzsumme von rund 166,5 Millionen Euro verabschiedet worden. Der Fehlbetrag von 5,4 Millionen Euro ist kleiner ausgefallen, als angenommen. „Glücklicherweise hat sich eine Verbesserung von 3,2 Millionen ergeben“, führte Landrat Jan Peter Schröder a

us. Grund unter anderem: Geschwindigkeitskontrollen der Polizei auf der A 7 brachten eine Million mehr ein.

Hans Peter Sager im Kreistag offiziell verabschiedet

Der langjährige Naturschutzbeauftragte des Kreises, Hans Peter Sager (l.), ist im Kreistag offiziell und mit Standing Ovations verabschiedet worden. Einen „unermüdlichen Zwölfkämpfer“ nannte ihn Kreispräsident Winfried Zylka: Er sei nicht nur langjähriger Bürgermeister von Strukdorf gewesen, auch langjähriger Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Landrat. „Es gab keinen Ausschuss, in dem er nicht war“, so Zylka. „Es ist sagenhaft, was er geleistet hat.“ Er sei zudem Träger des Bundesverdienstkreuzes, der Freiherr-vom-Stein-Medaille und des Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Gold. „Auch andere haben erkannt, was er geleistet hat.“ Für ihn seien die vergangenen 75 Jahre „wie die Vorstufe zum Paradies gewesen“, fasste Sager seine Laufbahn zusammen. Dem Kreisnaturschutzbeirat gehörte er 43 Jahre lang an, 32 davon als Vorsitzender. Sein Nachfolger Dr. Georg Hoffmann (r.) gab jedoch schon einmal eine Marschrichtung vor: „Der Kreis muss sich der Frage stellen, ob sich Naturschutz und Tourismus vertragen.“ Er freut sich auf die Zusammensetzung des Beirats, in dem Fachleute aus diversen Vereinen sitzen. „Wir haben uns in der ersten Sitzung versprochen, keine Parteipolitik zu betreiben“, so Hoffmann. FOTO/TEXT: BUROW

Rückblick auf 19 Jahre an der Spitze des Hauptausschusses

Der langjährige Hauptausschussvorsitzende Henning Wulf (CDU) hat sich nach 19 Jahren an der Spitze des Gremiums verabschiedet. Die Umbesetzung in Ausschüssen sei Alltag, sagte Kreispräsident Winfried Zylka. Doch diese Personalie sei ein Grund, inne zu halten. „Dass ich vier mal in Folge von meiner Fraktion gewählt wurde, hätte ich nicht erwartet“, sagte Wulf, der besondere Wegmarken nannte, wie die Privatisierung des Kreiskrankenhauses in Kaltenkirchen. Später folgte auch der Verkauf des Kreiskrankenhauses Segeberg. Schlimm sei die Unterbrechung der Sitzung am 11.

September 2001 gewesen. Hervorgehoben wurde zudem der Landratswechsel und der Umgang miteinander: „Wir haben uns teils deftige Wortgefechte geliefert, aber immer um die beste Lösung für den Kreis gerungen“, so Wulf. „Sie haben dem Ausschuss ein Gesicht gegeben, als er von der Kommunalverfassung eingerichtet worden ist, und ihn zu einer Institution in der Kreispolitik gemacht“, lobte Kreispräsident Zylka.

Irene Burow

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