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Segeberg Stationäres Pflegeheim mit 102 Plätzen für Trappenkamp
Lokales Segeberg Stationäres Pflegeheim mit 102 Plätzen für Trappenkamp
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14:42 28.09.2018
Architekt Kuno Feddersen stellte den Gemeindevertretern die Pläne für das Pflegeheim des Landesvereins vor. Quelle: Petra Dreu
Trappenkamp

Nach dem Bau der Wohnanlage mit 51 seniorengerechten und betreuten Wohnungen, einer Tagespflegeeinrichtung mit 24 Plätzen und dem Café Friedrich als Herzstück der gesamten Anlage, nimmt der Landesverein für Innere Mission in Trappenkamp das nächste Projekt in Angriff: Auf dem Grundstück neben der Wohnanlage in der Gablonzer Straße soll eine stationäre Pflegeeinrichtung mit 102 Einzelplätzen entstehen. Nach den 8,4 Millionen Euro für die Wohnanlage investiert der Landesverein dafür weitere 10,5 Millionen Euro in der Gemeinde und schafft nach eigenen Angaben zusätzlich 60 bis 65 Vollzeit-Arbeitsplätze.

Das abgewinkelte Gebäude, das wie die Wohnanlage die Handschrift der Architekten Christiane und Kuno Feddersen trägt, wird auf drei Geschossebenen insgesamt sechs Wohngruppen beherbergen. Im Erdgeschoss ist Platz für 32 Pflegeplätze, im ersten und zweiten Obergeschoss für jeweils 35 Pflegeplätze. Die Kommunikation findet in den einzelnen Etagen jeweils in der Mitte der beiden Gebäudeteile statt.

Im deutlich zurückgebauten Staffelgeschoss sind Veranstaltungsräume und vier 25 Quadratmeter große Appartements geplant. „Sie sind kurzfristig für Praktikanten und weit entfernt lebende Angehörige gedacht, die ihre Familienmitglieder in besonders schweren Zeiten begleiten wollen“, sagte am Donnerstag Claus von See, Geschäftsführer des Landesvereins, in der Sitzung der Trappenkamper Gemeindevertretung.

Im Keller ist zudem eine Küche vorgesehen, die für die Zubereitung von 150 Essen ausgerichtet ist. Von dort aus sollen nicht nur die Speisen in speziellen Wagen auf die Stationen gebracht werden, auch die Mitarbeiter des Landesvereins können dann dort essen. „Wir werden für die stationäre Pflegeeinrichtung 60 bis 65 Vollzeitstellen benötigen. Da nicht alle künftigen Mitarbeiter ganztags arbeiten werden, gehen wir von rund 80 Arbeitskräften aus, von denen 30 bis 35 immer im Dienst und somit auch zum Essen da sein werden“, erläuterte der Geschäftsführer, der sich bei den Architekten Kuno Feddersen und seiner Tochter Christiane für die konstruktiven Gespräche bedankte.

Was die Ausstattung der Pflegeplätze betrifft, geht der Landesverein mit der Zeit. Laut von See erhalten alle Zimmer Gegensprechanlagen zur direkten Kommunikation mit den Pflegekräften, zudem einen Internetanschluss. „Wir möchten damit den Kontakt zu den Angehörigen erleichtern. So wird sich vielleicht auch der Enkel öfter melden“, hofft Claus von See.

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In Trappenkamp baut der Landesverein ein Pflegeheim mit 102 Plätzen.

n den ersten Plänen war die stationäre Pflegeeinrichtung näher zur Gablonzer Straße hin auf dem gleichen Grundstück der Wohnanlage geplant. „Als uns immer wieder mitgeteilt wurde, dass es doch schön wäre, die Sichtachse zur Kirche zu erhalten, haben wir umgeplant“, so von See. Glücklicherweise habe man das 7134 Quadratmeter große Nachbargrundstück erwerben können. Anstelle der Pflegeeinrichtung soll auf dem ursprünglich geplanten Platz nun ein deutlich kleineres Gebäude mit 30 Wohneinheiten entstehen. Diese sollen zwar in erster Line dem betreuten Wohnen vorbehalten bleiben, aber die Vermietung an Familien möchte sich der Landesverein ebenfalls offenhalten.

Als Baubeginn für die stationäre Pflegeeinrichtung ist das Frühjahr 2019 angepeilt. Kuno und Christiane Feddersen hoffen, dass zum Herbst bereits das Dach drauf ist, sodass in der dunklen Jahreszeit die Innenausbauten erfolgen können. Bezugsfertig soll das Pflegeheim voraussichtlich im Frühjahr 2020 sein.

Petra Dreu

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