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Steckdosen im Kreishaus sind gefährlich

Bad Segeberg Steckdosen im Kreishaus sind gefährlich

Nachdem eine Dose durchgeschmort war, beschloss der Kreistag eine 220 000 Euro teure Nachrüstung. Viel Geld für neue Steckdosen. Zusammen mit der Nachrüstung von IT-Anschlüssen macht das 550 000 Euro.

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Die in den 1970ern installierten Steckdosen sind gefährlich, sagt Thomas Falck, Fachbereichsleiter Bau beim Kreis.

Quelle: Kullack

Bad Segeberg. „Zum Glück ist da nicht mehr passiert!“ Peter Säker, Vorsitzender des Werkausschusses, schauderte es, als er den Kreistagsmitgliedern von einer verschmorten Steckdose in der Verwaltung berichtete. Kleine Ursache, große Wirkung: Die schadhafte Dose ist in den 1970ern unfachmännisch verlegt worden — eine Überprüfung ergab, dass es sich mit allen Steckdosen aus dieser Zeit so verhalte. Brandgefahr. Der Kreistag stimmte einstimmig dafür, die Dosen für 220000 Euro austauschen zu lassen.

„Eben haben wir uns über 1600 Euro gestritten, ich brauche nun etwas mehr: Hier geht es um 11,6 Millionen“, stellte Säker dann ein umgeschichtetes Investitionsbudget sowie einen Nachtrag zum Wirtschaftsplan 2016 für den Eigenbetrieb Immobilienverwaltung des Kreises (Ise) vor, bei dem die Steckdosen-Nachrüstung noch nicht einmal das Teuerste war. Doch die 220000 Euro dafür seien schon deshalb eilig und nötig, um die Beschäftigten der Verwaltung vor Brandgefahr zu bewahren, erklärte Säker. Um 234000 Euro wird der Bau einer Einfeldsporthalle für das Förderzentrum Kaltenkirchen überschritten (bisher 1,861 Millionen Euro). Ähnlich beim Förderzentrum Norderstedt, wo der Sporthallenbau um 200000 Euro teurer werden soll als die bisher veranschlagten 1,5 Millionen Euro. In der Bad Segeberger Jugendakademie müssen für Leuchtmittel 63200 Euro mehr ausgegeben werden als veranschlagt. Da der Kreis-Eigenbetrieb solche Summen gar nicht im Budget hat, wurde ein Teil der Nachschlags-Investitionen als Verpflichtungsermächtigung für 2017 beschlossen.

Ebenso einstimmig wie dieser Nachtrag verabschiedet wurde, beschloss der Kreistag, die Geschäftsführung der Beteiligungs GmbH des Kreises erst in zwei Jahren neu ausschreiben zu lassen. Das bedeutet, dass Maike Moser weiterhin die Geschäftsführung behält, wobei sie inzwischen einen Großteil ihrer Arbeitszeit als Nachfolgerin von Ulrich Graumann für die Leitung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WKS aufwendet.

Und warum eigentlich verglich Säker 1600 Euro mit den 11,6 Millionen? Der Antrag zuvor hatte so harmlos ausgesehen: Das Sitzungsgeld für „Gastteilnehmer“ — also Abgeordnete, die dem tagenden Ausschuss gar nicht angehören — sollte von 23 auf elf Euro pro Sitzungsteilnahme gekürzt werden, hatte der Hauptausschuss des Kreistags vorgeschlagen. Dagegen hatten CDU und Piraten etwas — sie wollten es bei 23 Euro belassen. Es sei schwer genug, vor allem jüngere Menschen für die ehrenamtliche Arbeit im Kreistag zu interessieren, erklärte Uwe Voss (CDU). Es dürfe nicht angehen, dass jemand, der im Kreistag mitwirkt, noch Geld mitbringen müsse. Außerdem, so Voss‘ Spitze in Richtung SPD, verbrauche eine kleinere Fraktion wie die SPD deutlich mehr Fraktionsgeld als die CDU. Toni Köppen (Piraten) sprach gegen den Antrag, weil man mehr spare, wenn man Sitzungen virtuell abhalte — wie künftig die Piraten bei jedem zweiten Mal. Am Ende setzten sich alle übrigen Fraktionen mit 27 zu 26 Stimmen gegen CDU und Piraten durch: Die Sitzungsgelder für „Gäste“ werden halbiert. Der Kreis spart also 1600 Euro pro Jahr, wie Landrat Jan Peter Schröder auf Nachfrage von Henning Wulf (CDU) vorgerechnet hatte („Worüber reden wir hier eigentlich?“) Viel Lob bekamen Kreistag wie Verwaltung von Dirk Mitzloff, stellvertretender Behindertenbeauftragter des Landes, der eigens zur Verabschiedung des Aktionsplans „Inklusion im Kreis Segeberg“

angereist war. Am 20. Mai ist Auftakt.

Von Lothar Hermann Kullack

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