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Segeberg Stehende Ovationen für „Paulus“
Lokales Segeberg Stehende Ovationen für „Paulus“
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22:18 09.09.2013
Johannes Schlage dirigierte den zweiten Teil des Oratoriums.

Einen Hörgenuss erlebten etwa 250 kulturbegeisterte Segeberger am Sonnabend in der Marienkirche. Das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy wurde gemeinsam vom Segeberger Bachchor, dem Segeberger Sinfonieorchester und der Kantorei St. Nikolai in Burg auf Fehmarn aufgeführt. Beeindruckend, einzigartig, monumental, stimmgewaltig waren nur einige Äußerungen des Publikums, das den Mitwirkenden stehend Applaus zollte.

„Die beiden Chorleiter kennen sich seit 1985, wir kommen beide aus Mannheim, ich habe damals die kleine Kirchenmusikerprüfung bei Johannes Schlage abgelegt“, sagte Andreas J.

Maurer-Büntjen ohne Mikrofon. Das sei kaputt und auch der Tenor David Fankhauser falle wegen Krankheit aus. Absolut kurzfristig sei der Lübecker Tenor Martin Hundelt eingesprungen, der gemeinsam mit Ilse-Christine Otto (Sopran), Therese Fauser (Alt) und Benno Schöning (Bass) die Solopartien sang. Maurer-Büntjen berichtete kurz über das gemeinsame Chorprojekt. Schlage und er hätten sich einige Jahre aus den Augen verloren, doch dann in der ehemaligen Kirche Nordelbiens wiedergefunden. Dabei sei die Idee einer gemeinsamen Aufführung entstanden. Bei der doppelten Anzahl von Sängern war schnell klar, dass es „Paulus“ von Mendelssohn Bartholdy sein würde. Doch das Oratorium war nicht nur ein Konzert, es war auch der Abschluss des Jubiläumsjahr des Bachchores, den es seit 75 Jahren in Bad Segeberg gibt. Und auch die Nikolai Kirche hatte ein Jubiläum zu feiern: 775 Jahre Kirche.

Professionell sangen die beiden Laienchöre das Oratorium, bei dem Mendelssohn abwechselnd Fugen und Choräle verwendet und musikalische Vertiefung mit kirchlicher Bedeutung verbindet.

Bereits die Ouvertüre „Wachet auf!, ruft uns die Stimme“ ließ auf die Wandlung vom Saulus zum Paulus schließen. Ebenfalls beeindruckend war der große Chor als wütendes Volk, das verlangte, die Gotteslästerer zu steinigen. Gesang, Musik und die Akustik der Kirche bewirkten, dass die Zuhörer das Einprasseln der Steine spürten. Kirche und Körper vibrierten, bis in die Fingerspitzen. Das ließ

auch zwei Fledermäuse nicht unberührt, die mit hohem Tempo durch den Kirchenraum und über die Köpfe der Zuhörer flogen.

sd

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