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Steigende Geburtenrate: 662 Babys kamen 2017 zur Welt

Bad Segeberg Steigende Geburtenrate: 662 Babys kamen 2017 zur Welt

Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Segeberger Kliniken hält ihre Geburtenzahlen stabil: In 2017 sind 662 Babys zur Welt gekommen. Das sind 18 mehr als im Vorjahr. Ein Christkind gab es zwar nicht, dafür aber ein Neujahrsbaby, das gerade noch am 1. Januar geboren wurde.

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Sind jetzt zu dritt: Danny Wanke und Johanna Beyer aus Högersdorf mit Söhnchen Jannes, der am 30. Dezember um 17.17 Uhr zur Welt kam – mit einem Gewicht von 3020 Gramm und eine Größe von 53 Zentimetern.

Quelle: Fotos: Irene Burow/hfr

Bad Segeberg. „Wir kämpfen uns jetzt durch die Nächte“, sagt Johanna Beyer. Mehr als drei Stunden Schlaf am Stück gibt es momentan nicht. Dennoch sind sie und Danny Wanke überglücklich: Söhnchen Jannes ist am 30.

LN-Bild

Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Segeberger Kliniken hält ihre Geburtenzahlen stabil: In 2017 sind 662 Babys zur Welt gekommen. Das sind 18 mehr als im Vorjahr. Ein Christkind gab es zwar nicht, dafür aber ein Neujahrsbaby, das gerade noch am 1. Januar geboren wurde.

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Dezember geboren worden. Nachts um zwei ging es los, 15 Stunden später musste ihr Kind mit der Saugglocke geboren werden. „Es war strapaziös, aber als er dann da war, war alles vergessen. Da brachen bei uns alle Dämme“, sagt die Lehrerin aus Högersdorf. Die Eltern sind froh, dass es kein Silvesterkind geworden ist. „Mit Weihnachten hatten wir schon ein wenig Sorge. Als dann klar war, dass wir den 30. Dezember schaffen, waren wir erleichtert.“ Ursprünglicher Geburtstermin war der 2. Januar. Die kleine Familie hat schon viel Besuch bekommen. „Es gibt bestimmt schon 100 Fotos von Jannes“, sagt Johanna Beyer lachend. Am heutigen Mittwoch geht es nach Hause, mit einem Familienmitglied mehr.

Im Jahr 2016 kamen in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Segeberger Kliniken 644 Kinder zur Welt. 2017 ging Chefarzt Dr. Christian Rybakowski zunächst von 655 Babys aus – geworden sind es schließlich 662. „Wir haben das Potenzial an Frauen, die ohne angeschlossene Kinderklinik entbinden können und wollen, weitgehend ausgeschöpft. Wir scheinen uns in den letzten Jahren auf diesen Wert eingependelt zu haben“, sagt Chefarzt Dr. Christian Rybakowski. „Wachstum halte ich daher nur noch dann für möglich, wenn die Attraktivität der umliegenden Mitbewerber nachlassen sollte“, bewertet er die Situation der Geburtskliniken in Eutin und Henstedt-Ulzburg, die durchaus in Bewegung ist.

Seit Kurzem ist bekannt, dass die Paracelsus Kliniken zahlungsunfähig sind. Davon ist auch die Geburtsklinik in Henstedt-Ulzburg betroffen. In Eutin müssen intensive Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden. „Wir werden in den nächsten Monaten sehen, ob diese Ereignisse bei uns zu einer höheren Nachfrage an Entbindungsterminen führt.“ Insgesamt blickt Rybakowski auf ein gutes Jahr der Segeberger Geburtshilfe zurück. Alle aufgetretenen Notfälle, von denen es nur vereinzelte gab, konnten ohne Schaden für Mutter und Kind bewältigt werden. Als besonders spannend empfindet der Mediziner die Geburten der syrischen Neubürgerinnen. Die Frauen würden häufig – sicher auch verursacht durch die Sprachbarriere – mit einer ausgeprägten Natürlichkeit in die Geburten gehen. Das hätte die Arbeit des gesamten Teams häufig bereichert.

Zwischen den Feiertagen war auf der Station noch einmal viel los. „Manchmal ist es recht ruhig, dann kommt wieder alles auf einmal“, erzählt die Kinderkrankenschwester Steffi Weigelt. „Das bleibt wohl in jedem Jahr gleich.“ Am 24. Dezember sei diesmal zwar kein Kind geboren, und auch am 31. Dezember nicht. Am 1. Januar erfreute jedoch die kleine Eva Maria ihre Eltern. Sie kam um 22.32 Uhr zur Welt, gerade noch am Neujahrstag, war 3800 Gramm schwer und 53 Zentimeter groß. Und für die Krankenschwester selbst gab es im vergangenen Jahr noch einen ganz persönlichen familiären Höhepunkt, denn sie wurde zum ersten Mal Oma. Und weil sie zufällig gerade im Dienst war, als ihre Tochter ihr Kind in der Klinik bekam, war der Weg nicht weit. „Ich hab das Kind zuerst gesehen, das war natürlich total aufregend“, erinnert sich Steffi Weigelt.

 Von Irene Burow

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