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Segeberg Stipsdorf ist in den roten Zahlen
Lokales Segeberg Stipsdorf ist in den roten Zahlen
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21:20 09.12.2015
Hatten zur Nikolaussitzung eingeladen: Bürgermeister Stefan Kresse (M.) und seine Stellvertreter Rolf Hamann (l.) und Jörg Beckmann. Quelle: sd

„Kröten schlucken“ heißt es für Stipsdorf: Die Gemeinde geht mit einem Fehlbetrag von 35833,40 Euro ins Jahr 2016. „Das Eigenkapital sinkt, liquide Mittel nehmen ab, in drei Jahren haben wir nix mehr“, sagte Planungsausschussvorsitzender Jörg Beckmann während der Nikolaus-Gemeindevertretersitzung am Montagabend.

Eine vereinfachte Übersicht der finanziellen Lage hatte er für die etwa 30 Einwohner vorbereitet. 227600 Euro hat die Gemeinde an Einnahmen und 266400 Euro an Ausgaben. Mit 89300 Euro stehen die Kosten für Schulen und Kitas an erster Stelle. Man hatte mit weniger Abgaben gerechnet; zum einen waren während der Haushaltsplanung nicht die genauen Schülerzahlen bekannt, zum anderen muss die Gemeinde sich am Betriebskostenausgleich der Segeberger Kitas mit 31500 Euro beteiligen. „Es ist ein düsteres Bild für unseren Finanzplan“, so Beckmann. Einen kleinen Lichtblick gibt es allerdings: Es ist die Hoffnung auf eine Fehlbedarfszuweisung durch das Land. Bis zu 100 Prozent wären möglich, wenn die Gemeinde spart und höhere Steuern verlangt. „Dafür müssen wir aber einige Forderungen erfüllen“, betonte Beckmann. Aus einem 90-Punkte-Katalog habe man sich vier ausgesucht. Drei davon müssen nun durchgezogen werden.

„Das sind Kröten, die wir schlucken müssen. Die dickste ist die Erhöhung der Hundesteuer“, so Beckmann. Derzeit gibt es in Stipsdorf 28 Hundebesitzer, die werden nun zur Kasse gebeten. Für den ersten Hund zahlen sie 120 Euro (jetzt 60 Euro), für den zweiten 180 Euro (120 Euro) und für den dritten 240 Euro (180 Euro) pro Jahr. Ebenfalls einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter die Änderung der Benutzungs — und Entgeltordnung des Gemeindehauses. Statt bisher 100 Euro kostet die Nutzung nun 150 Euro. Auch die Hebesätze der Grundsteuern wurden angehoben. Lagen die bisher bei folgenden Prozentpunkten: 340 für Grundsteuer A, 370 Grundsteuer B und 350 für die Gewerbesteuer, werden sie zum 1. Januar 2016 auf 370, 390 und 370 festgelegt. „Stellschraube Nummer vier ist die Abwassergebühr. Doch die ändern wir nicht. Wir arbeiten kostendeckend“, sagte der Ausschussvorsitzende.

Bevor es zum gemütlichen Teil der Sitzung überging, dankte Bürgermeister Stefan Kresse seinen Gemeinderatskollegen für die gute Zusammenarbeit. Blumen und Schokolade gab es für Wiebke Hoppe, Traute Moss, Katja Ribacki, Monika Sigmund und seine Frau Claudia. Die Damen hatten sich besonders für das Kinderfest beziehungsweise das Ausrichten der Nikolaussitzung eingesetzt.

sd

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