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Stipsdorfer Gerätehaus mit großem Fest eingeweiht

Stipsdorf Stipsdorfer Gerätehaus mit großem Fest eingeweiht

Ein Spanferkel als Dank: Nach einem halben Jahr Bauzeit und knapp 700 Stunden Eigenleistung feierten die fleißigen Feuerwehrleute mit Familie und Gästen.

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Architekt Wilfried Moss (l.) und Bürgermeister Stefan Kresse überreichen den Hausschlüssel an Wehrführer Gordon Moss.

Stipsdorf. Falsche Lage, keine gesonderten Umkleideräume, kein Wegleiten der Abgase, keine Schwarzweiß-Trennung: die Mängelliste der Stipsdorfer Feuerwehrgerätehauses wird immer länger, als Prüfer der Hanseatischen Feuerwehrunfallkasse Nord sich das alte kleine Gebäude im April 2012 anschauen. Da weder Straße noch Gebäude verrückt werden können, ist die einzige sinnvolle Lösung ein neues Feuerwehrgerätehaus. Die Gemeinde bemüht sich um Fördermöglichkeiten, muss aber letztlich für die Kosten von etwa 200000 Euro alleine aufkommen.

LN-Bild

Ein Spanferkel als Dank: Nach einem halben Jahr Bauzeit und knapp 700 Stunden Eigenleistung feierten die fleißigen Feuerwehrleute mit Familie und Gästen.

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„Das neue Feuerwehrgerätehaus ist etwas Besonderes, wir haben mitgeplant und für kleine technische Raffinessen wie den Alarm-Lichtschalter gesorgt.“

Gemeindewehrführer Gordon Moss

Nun vier Jahre später glänzt ein neuer grauer doppelstöckiger Bau neben dem Feuerlöschteich in der Sonne. Das Fahrzeug, ein TLF16/25 kann nun zu beiden Seiten auf die Hauptstraße fahren, auch eine Richtungsänderung im Kreisel ist nicht mehr nötig.

Ein halbes Jahr haben Bau und Einrichtung gedauert, gestern wurde das neue Feuerwehrgerätehaus mit einer großen Feier eingeweiht. Erst gab es für die Feuerwehrleute, ihre Familien und Gäste Kaffee und Kuchen, anschließend Reden, danach gegrilltes Spanferkel und zum Schluss Musik und Tanz.

„Wir mussten Kredite aufnehmen, die werden wir über die kommenden 30 Jahre abzahlen“, sagt Bürgermeister Stefan Kresse. Gemeinsam mit dem Architekten Wilfried Moss überreicht er den symbolischen Hausschlüssel an Gemeindewehrführer Gordon Moss.

Ist das alte Gerätehaus von 1934 etwa 50 Quadratmeter groß, hat das Neue eine Nutzfläche von etwa 150 Quadratmetern. Da eine Fahrzeughalle plus Nebengebäude teurer als eine höhere Halle mit der Option, ein zweites Geschoss einzubauen, gewesen ist, haben sich Feuerwehr und Gemeinde für die hohe Variante entschieden. Unten ist nun Platz für Fahrzeughalle, zwei Umkleideräume, Toilette und Dusche. Sämtliche Räume sind durch zwei Türen erreichbar, denn es gilt das Prinzip der nicht kreuzenden Wege. Im oberen Stockwerk ist ein Gruppenraum, der den 23 aktiven Mitgliedern mehr Platz bietet als der Raum im Dorfhaus. „Vor allem haben wir endlich Platz für Übungen“, sagt Gemeindewehrführer Moss und zeigt auf die Halle, die nun für die Feier mit Bänken und Tischen ausgerüstet ist. „Es ist schon etwas Besonderes, wir haben mitgeplant“, so Moss. Und fügt hinzu, dass der Bau auch ein einmaliges Erlebnis für ihn sei. Der 34-Jährige ist seit eineinhalb Jahren Wehrführer und dass in den kommenden 50 Jahren ein neues Feuerwehrhaus gebaut werde, sei unwahrscheinlich.

In 693 Stunden Eigenleistung haben Feuerwehrleute, Einwohner, Bürgermeister und Architekt Maler- und Trockenbauarbeiten sowie diverse andere Tätigkeiten ausgeführt. „Außerdem wurden wir von den Anwohnern verpflegt“, erzählt Moss Junior. Es sei schon ein tolles Gebäude, ergänzt Kresse.

Silvie Domann

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