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Segeberg Stoltenberg: „Wir haben nichts gegen Bäume“
Lokales Segeberg Stoltenberg: „Wir haben nichts gegen Bäume“
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23:26 05.02.2016
Peter Stoltenberg, (Grüne). Quelle: dpa

. „Wir können auch anders planen“, sagte Peter Stoltenberg den LN. Er selbst sehe sich durch den LN-Artikel gestern über die geplante Waldumwandlung am Waldweg in ein falsches Licht gerückt. „Wir haben nichts gegen Bäume“, erklärte der frühere Landesvorsitzende der Grünen. Wenn dort auf dem Nachbargrundstück eine Waldumwandlung stattfinden sollte, geschehe das allein auf Initiative der Stadt.

Wie gestern berichtet, stand im nichtöffentlichen Teil der Stadtvertretung das Thema Waldumwandlung für das städtische Grundstück neben Stoltenbergs Anwesen auf der Tagesordnung. Das Thema konnte wegen eines formalen Fehlers nicht behandelt werden. Da Stoltenberg den vorhandenen Bungalow am Waldweg abreißen möchte, um dort neu und etwas größer zu bauen, würde ihm eine Waldumwandlung bei der Durchsetzung seiner Pläne helfen.

Stoltenberg betont jetzt aber, dass er selbst nicht eine Waldumwandlung und das Fällen mehrerer Bäume beantragt habe. Er selbst habe deshalb gar nicht mit der Stadtverwaltung verhandelt, wollte aber auf Nachfrage der LN nicht ausschließen, dass sein Architekt in der Angelegenheit mit der Stadt Bad Segeberg gesprochen habe. Schließlich gehe es darum zu klären, wie man mit der Haus-Planung weiterkomme.

Er selbst sei aber mit seinem Architekten bei der Forstbehörde gewesen. Dort sei ihnen gesagt worden, dass die Bewirtschaftung eines so schmalen Waldstreifens wie neben seinem Grundstück problematisch sei. Zum Wert des Baumbestands habe er sich nicht geäußert, das dazu wiedergegebene Zitat in den LN sei falsch. „Für mich hat jeder Baum einen Wert.“ Bei der Forstbehörde sei ihm gesagt worden, dass unter diesen Voraussetzungen der Hausbau nicht genehmigt werden könne. Aber man könne sich dort vorstellen, das benachbarte städtische Grundstück aus dem Waldzustand „zu entlassen“.

Er werde die Politiker nicht beeinflussen, so Stoltenberg. „Ich warte einfach ab, wie sich die Sache entwickelt.“

wgl

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